Michael O'Leary, Vorstandsvorsitzender von Ryanair, sagte am Dienstag, 20. Oktober, vor Journalisten auf einer Pressekonferenz in Brüssel, die Flugpreise in Europa würden im kommenden Jahr um 10 bis 20 Prozent steigen. Er bezeichnete dies als den größten Anstieg der Flugpreise in der europäischen Geschichte binnen zwölf Monaten. O'Leary sagte, es werde weniger Sitzplätze geben, weil Airlines pleitegingen oder übernommen würden, und dieser Mangel könne zusammen mit nicht abgesicherten Treibstoffkosten die Preise um bis zu 20 Prozent treiben. Höhere Ticketpreise würden die steigende Treibstoffrechnung nicht vollständig ausgleichen, sodass die Margen der Airlines schrumpfen würden. Zudem sagte er, Europa werde wohl große Carrier wie Lufthansa und Air France subventionieren. Die französische Luftfahrtbehörde DGAC meldete, die Flugpreise ab französischen Abflugorten seien im September 2026 um 10,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen.
„Sie werden sehen, dass die Flugpreise im nächsten Jahr in Europa steigen, ich denke um 10, 15, vielleicht 20 Prozent.“
Kerosin hat sich seit Beginn des Krieges im Nahen Osten Ende Februar etwa verdoppelt. Zahlen des französischen Luftfahrtverbands FNAM beziffern den Preis vor dem Konflikt auf rund 750 Dollar pro Tonne, im September auf durchschnittlich 1.550 Dollar und am 8. Oktober auf 1.590 Dollar. Treibstoff macht üblicherweise fast ein Drittel der Betriebskosten einer Airline aus. O'Leary sagte, die meisten europäischen Carrier hätten einen Großteil ihres Treibstoffs für 2026 zu Festpreisen gesichert, doch den meisten fehle ab April 2027 eine nennenswerte Absicherung. Ryanair selbst hat 15 Prozent der Treibstoffkosten des kommenden Jahres zu 85 Dollar pro Barrel abgesichert, während die Spotpreise etwa doppelt so hoch liegen.
„Wenn wir ins nächste Jahr gehen, sind wir nur zu 15 Prozent bei 85 Dollar pro Barrel abgesichert.“
Daten aus dem Artikeltext
Ryanair streicht für seinen Winterflugplan 20 Strecken und mehr als eine Million Sitzplätze in Belgien. Der Schritt reagiert auf einen belgischen Plan, die Luftverkehrsabgabe pro Passagier im Januar von 2 Euro auf 7 Euro zu erhöhen. Zu den betroffenen Zielen zählen die spanischen Städte Barcelona, Madrid, Valencia und Malaga. O'Leary sagte außerdem, Ryanair werde sein Engagement in Frankreich wegen der dort höheren Gebühren verringern. Ryanair wird 2026 1,5 Milliarden Euro für die Einhaltung des EU-Emissionshandels zahlen, und O'Leary will, dass das System auf alle Flüge von und in die EU ausgeweitet wird, einschließlich der Langstrecken von Lufthansa und Air France-KLM. In einem Interview mit Euronews warf er EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen vor, zu wenig für die Wettbewerbsfähigkeit zu tun.
O'Leary sagte, er sei optimistisch, dass die US-Zertifizierung der Boeing 737 MAX 10 noch in diesem Monat abgeschlossen werde, was Ryanair Anfang 2027 die Auslieferung von 16 Maschinen ermöglichen würde. US-Verkehrsminister Sean Duffy sollte am Dienstag bekannt geben, dass die Federal Aviation Administration das lange verzögerte Flugzeug zugelassen hat, nachdem eine Softwarepanne bei der Navigation eine weitere Verzögerung drohte. Ryanairs Absicherungsverträge laufen im April 2027 aus, die belgische Steuererhöhung tritt im Januar in Kraft. O'Leary sagte, Ryanair werde im kommenden Jahr weiterhin profitabel sein, allerdings weniger als derzeit, falls die Ölpreise hoch bleiben.
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Pollar unterstützenWirtschaft · Brüssel
Der Ryanair-Chef sagt, Treibstoffkosten und auslaufende Absicherungsgeschäfte würden die europäischen Flugpreise 2027 um 10 bis 20 Prozent steigen lassen, während die Airline 20 Strecken aus Belgien streicht.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von BFMTV, Stirile ProTV, LaVanguardia und weiteren Medien. Veröffentlicht .