Konflikte · Houston, Bandar Abbas und Caracas
USA eskortieren 7 Mio. Barrel pro Tag durch Hormus – Wright sagt, venezolanische Rohölflüsse steigen
Rund 7 Mio. Barrel Rohöl und Treibstoffprodukte pro Tag bewegen sich mit US-Marineeskorten durch die Straße von Hormus, sagte Energieminister Chris Wright am Freitag. Damit ist etwa die Hälfte des Flusses wiederhergestellt, der seit Kriegsbeginn mit Iran im Februar blockiert war. Wright sagte zudem, dass US-Raffinerien mehr venezolanisches Rohöl aufnehmen können, da Caracas die Produktion hochfährt.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Berliner Zeitung, Reuters, POLITICO und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).
Kurz gefasst
Rund die Hälfte des Ölflusses, der seit Beginn des US-israelischen Krieges gegen Iran im Februar blockiert war, bewegt sich nun mit US-Marineeskorten, sagte Energieminister Wright.
Etwa 5 Mio. bpd wurden auf Pipelines umgeleitet, die globale Produktion stieg um 1 Mio. bpd, sodass ein Angebotsdefizit von 14 Mio. bpd bleibt, obwohl einige Schätzungen die tatsächliche Lücke auf 5–6 Mio. beziffern.
Bei rund 88 Dollar pro Barrel deuten die Rohölpreise darauf hin, dass Anleger nur mit 3–4 Mio. bpd gerechnet hatten, weit unter den angekündigten 7 Mio., so Händler.
Die venezolanische Produktion soll bis Jahresende um 22 % auf 1,37 Mio. bpd steigen, und US-Raffinerien sind bereit, mehr Importe aufzunehmen, fügte Wright hinzu.
Der Präsident sagte, eine geheime Militäroperation habe über 200 Schiffen die Passage durch die Meerenge ermöglicht; Kpler-Daten stützen die Behauptung mit 96 Mio. Barrel seit Anfang Mai.
Militäroperation der USA stellt Ölfluss wieder her
US-Energieminister Chris Wright gab am Freitag bekannt, dass mit US-Marineeskorten nun etwa 7 Mio. Barrel Rohöl und Treibstoffprodukte pro Tag durch die Straße von Hormus transportiert werden. Damit sei etwa die Hälfte des Flusses wiederhergestellt, der seit Beginn der Angriffe der USA und Israels auf Iran Ende Februar unterbrochen war, sagte er beim Bloomberg Energy Security Executive Briefing in Houston.
„Wir haben eine militärische Anstrengung unternommen, über die wir nicht viel gesprochen haben, die erst vor Kurzem begonnen hat, um Ladungen herauszubringen.“
Die eskortierten Mengen steigen, und Wright versprach, die Meerenge werde mit oder ohne Irans Zusammenarbeit vollständig wieder geöffnet. Derzeit verlasse kein iranisches Rohöl die Meerenge, fügte er hinzu.
Die Öllücke vor dem Krieg
Vor dem Krieg bewegten sich etwa 20 Mio. Barrel pro Tag durch den Arabischen Golf via der Meerenge. Wright sagte, etwa 5 Mio. Barrel seien auf Pipelines und andere Transportwege umgeleitet worden, und die globale Produktion außerhalb der Region sei um etwa 1 Mio. Barrel gestiegen, sodass eine Lücke von etwa 14 Mio. Barrel bleibe. Die Internationale Energieagentur hatte die Golfversorgung um denselben Betrag oder 14 % der Weltproduktion geschätzt, obwohl einige Analysten meinen, das Defizit könnte eher bei 5–6 Mio. Barrel liegen, da Lieferungen alternative Wege finden.
Kpler, eine Rohstoffdatenfirma, verfolgte zwischen Anfang April und dem 10. Juni 136 Mio. Barrel nicht-iranisches Rohöl, das durch die Meerenge und den Golf von Oman transportiert wurde, also etwa 1,9 Mio. bpd. Kpler-Analystin Amena Bakr sagte, die Gesamtmengen einschließlich anstehender Verladungen könnten 100 Mio. Barrel übersteigen und damit weitgehend der Behauptung von Präsident Trump über eine „Geheimmission“ entsprechen, die über 100 Mio. Barrel und 200 Schiffe bewegte.
Marktreaktion und Skepsis
Die Ölpreise pendeln um 88 Dollar pro Barrel. Rebecca Babin, Senior-Energiehändlerin bei CIBC, wies darauf hin, dass die Marktpreise darauf hindeuten, dass Anleger nur mit 3–4 Mio. bpd durch Hormus gerechnet hatten, weit weniger als den jetzt gemeldeten 7 Mio. Chef von Chevron, Mike Wirth, schlug einen vorsichtigen Ton an: Die Schätzungen seines Unternehmens lägen unter den tatsächlichen Mengen, und er warnte davor, auf eine schnelle Einigung zwischen den USA und Iran zu hoffen.
„Iran hat eine lange Geschichte als geduldiger und unnachgiebiger Verhandlungspartner. Schlagzeilen sollte man nur dann trauen, wenn ein Abkommen unterzeichnet wird und konkrete Schritte folgen.“
Wright ließ die Möglichkeit einer US-Benzinsteuersenkung im Sommer offen, um die Treibstoffkosten zu senken, und sagte, einige Sanktionen gegen Iran könnten teilweise aufgehoben werden, falls ein Abkommen erzielt werde.
- IEA-Schätzung
- 14 Mio. bpd
- Schätzung untere Spanne
- 5.5 Mio. bpd
Daten aus dem Artikeltext
Venezolanisches Rohöl fließt zu US-Raffinerien
Getrennt davon sagte Wright, dass US-Raffinerien mehr venezolanisches Rohöl aufnehmen könnten, da die Produktion des südamerikanischen Landes nach der Festnahme von Präsident Nicolás Maduro durch die USA im Januar wieder ansteige. Venezuela exportiere nun etwa die Hälfte seiner gesamten 1,25 Mio. bpd in die USA, der Rest gehe nach Indien und Europa. Das Ölministerium des Landes prognostiziert für Ende des Jahres eine Produktion von 1,37 Mio. bpd, ein Anstieg um 22 % gegenüber 1,12 Mio. bpd Ende 2025.
„Man drückt nicht einfach auf einen Schalter, aber Sie werden sehen, dass US-Raffinerien immer mehr venezolanisches Rohöl nachfragen.“
Die US-Rohölproduktion stieg im letzten Jahr um 3 % auf einen Rekordwert von 13,6 Mio. bpd, und Wright erwartet weitere Zuwächse aus dem Golf von Mexiko und Alaska, zusätzlich zu einem moderaten Schieferwachstum.
- Ende 2025
- 1.12 Mio. bpd
- Prognose Ende 2026
- 1.37 Mio. bpd
Daten aus dem Artikeltext
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Berliner Zeitung7 Millionen Barrel täglich durch Hormus: US-Minister sieht Öl-Lücke halb geschlossen
- ReutersUS refiners can still absorb more Venezuelan oil, Energy Secretary Wright says
- POLITICOUS military escorting growing number of oil tankers through Hormuz, Energy secretary says
- ReutersUS military helping move 7 million barrels of oil per day out of Persian Gulf, Wright says
- Chris Wright
- US-Energieminister
- Dan Pickering
- Chief Investment Officer bei Pickering Energy Partners
- Rebecca Babin
- Senior-Energiehändlerin bei CIBC Private Wealth
- Amena Bakr
- Kpler-Analystin
- Mike Wirth
- Chef von Chevron
- Donald Trump
- US-Präsident
- Orte
- Houston
Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.
Pollar unterstützen