Wirtschaft · Amsterdam

Heineken steigert Absatz im dritten Quartal um 4,8 Prozent und übertrifft Prognosen – neuer CEO fordert schärfere Umsetzung

Heineken hat im dritten Quartal 4,8 Prozent mehr Bier verkauft, in Asien waren es 17,3 Prozent mehr, in Europa nur 0,6 Prozent. Rafael Oliveira, seit Oktober Vorstandsvorsitzender, sagt, das Unternehmen brauche eine stärkere Leistungskultur.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von NRC, Telegraaf, N-tv und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

Amsterdam · Niederlande
Wie es dazu kam
  1. Januar 2026Dolf van den Brink tritt überraschend als CEO zurück
  2. Oktober 2026Rafael Oliveira übernimmt den Posten des Vorstandsvorsitzenden
  3. 28.10.Der Quartalsbericht zeigt ein Absatzplus von 4,8 Prozent

Absatz übertrifft Analystenprognosen

Heinekens Bierabsatz stieg im dritten Quartal 2026 um 4,8 Prozent, der Umsatz wuchs um 4,6 Prozent – das geht aus dem am 28. Oktober veröffentlichten Handelsupdate hervor. Analysten hatten ein Absatzwachstum von 2,9 Prozent und ein Umsatzwachstum von 3,5 Prozent erwartet. Insgesamt verkaufte der Brauer 76 Millionen Hektoliter Bier und andere Getränke, darunter Cidre und Hard Seltzer. Die Premiummarken waren das stärkste Segment mit einem Absatzplus von 11,5 Prozent, die Kernmarke Heineken legte beim Absatz um 9,7 Prozent zu. In mehr als zwei Dritteln seiner Märkte konnte Heineken Marktanteile gewinnen oder halten, und alle vier Regionen verzeichneten Wachstum.

Wachstum im dritten Quartal gegenüber den Analystenprognosen%
Absatz, tatsächlich
4.8 %
Absatz, erwartet
2.9 %
Umsatz, tatsächlich
4.6 %
Umsatz, erwartet
3.5 %

Daten aus dem Artikeltext

Asien treibt das Wachstum, Europa hinkt hinterher

Asien war der Hauptmotor des Quartals: Der Bierabsatz stieg um 17,3 Prozent, der Umsatz um 15,1 Prozent – getragen von Vietnam, Indien und China. Tiger, die singapurische Biermarke, die Heineken 2012 übernommen hat, verkaufte laut NRC 20 Prozent mehr. Europa war deutlich schwächer: Der Absatz legte nur um 0,6 Prozent zu, der Umsatz um 1,3 Prozent. Der Alkoholkonsum auf dem Kontinent sinkt seit geraumer Zeit, besonders bei jungen Menschen, doch ein heißer Sommer und günstiges Wetter glichen einen Teil dieses Rückgangs aus. In Amerika wuchs der Umsatz um 3,1 Prozent, der Absatz um 2,1 Prozent. Der Absatz von 0,0- und alkoholarmen Bieren wuchs zweistellig, während Nicht-Bier-Getränke wie der Mixdrink Desperado's um mehr als 10 bis 15 Prozent zulegten, so das Unternehmen.

Absatzwachstum bei Bier nach Region, drittes Quartal 2026%
Asien
17.3 %
Amerika
2.1 %
Europa
0.6 %

Daten aus dem Artikeltext

Neuer CEO fordert schärfere Umsetzung

Rafael Oliveira, ein Brasilianer, übernahm im Oktober 2026 den Posten des Vorstandsvorsitzenden und trat die Nachfolge von Dolf van den Brink an, der im Januar überraschend zurückgetreten war. In seiner ersten Stellungnahme seit der Amtsübernahme sagte Oliveira, das Unternehmen sichere nicht immer dort Wachstum oder gewinne Kunden, wo es sollte, während er seine ersten Eindrücke als positiv bezeichnete. Heineken habe ein solides Fundament, das es bislang nicht in beständiges Wachstum habe verwandeln können; es brauche eine schärfere Umsetzung und mehr Verantwortlichkeit.

„Es gibt mehr zu tun, um die Umsetzung zu schärfen, das Tempo zu erhöhen und eine stärkere Leistungskultur mit mehr Verantwortlichkeit im gesamten Unternehmen aufzubauen.“

Rafael Oliveira, Vorstandsvorsitzender von Heineken

Finanzchef Harold van den Broek sagte vor Analysten, er sei von den Ergebnissen positiv überrascht worden. Oliveira tourt noch durch alle Unternehmensbereiche und will im Februar die Jahreszahlen vorlegen. Die folgende Zeitleiste ordnet seine Ernennung dem früheren Ausscheiden seines Vorgängers zu.

Prognose und Portfolio-Entscheidungen

Heineken bestätigte seine Prognose für 2026 von einem organischen Wachstum des Betriebsergebnisses zwischen 2 und 6 Prozent, erklärte aber, es sei noch zu früh, diese Spanne einzugrenzen. Gewinn- oder Verlustzahlen veröffentlichte das Unternehmen im Quartalsbericht nicht. Es investiert in Innovationen, darunter Heineken Ultimate, alkoholfreie Varianten und neue Desperado's-Produkte. Zu Stëlz, der Hard-Seltzer-Marke, gehen die Berichte auseinander: Die Telegraaf schreibt, Heineken übernehme eine Mehrheitsbeteiligung, während NRC von einer Minderheitsbeteiligung spricht, die der Brauer ausbauen wolle. Heineken ist nach Anheuser-Busch InBev der zweitgrößte Brauer der Welt.

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.

Pollar unterstützen