
Macierewicz gerät bei Smolensk-Gedenken in Warschau mit Gegendemonstrant aneinander
Beim monatlichen Smolensk-Gedenken in Warschau am Samstag, dem 10. Oktober, geriet Antoni Macierewicz mit einem Gegendemonstranten aneinander, der ein Transparent blockiert hatte. Jarosław Kaczyński nutzte seine anschließende Rede, um Gegnern vorzuwerfen, Verbündete Putins zu sein.
Monatliches Gedenken in Warschau
Am Samstag, dem 10. Oktober 2026, legten Jarosław Kaczyński und eine Gruppe von Politikern der Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) vor dem Denkmal für die Opfer der Smolensker Tragödie von 2010 auf dem Piłsudski-Platz in Warschau einen Kranz nieder. Zuvor waren bereits Blumen vor dem Denkmal für Lech Kaczyński niedergelegt worden. Unter den Anwesenden waren Mariusz Błaszczak, Chef der PiS-Fraktion und ehemaliger Verteidigungsminister, sowie Antoni Macierewicz, der das Verteidigungsministerium von 2015 bis 2018 leitete. Der PiS-Gruppe gegenüber standen Menschen, die Lech Kaczyński für die Tragödie vom 10. April 2010 verantwortlich machen, während Macierewicz' Anhänger die These eines Attentats in Smolensk vertreten. Gegendemonstranten skandierten während der Zeremonie „kłamca“ (Lügner).
Das Handgemenge
Ein Mann aus dem Kreis der Gegendemonstranten stellte sich vor ein Transparent mit einem Slogan, der sich auf die Attentatsthese bezog, und weigerte sich, wegzugehen. Seine Weigerung löste bei Macierewicz Empörung aus, der auf ihn zuging. Die beiden gerieten daraufhin in ein Handgemenge, das sich während der Gedenkveranstaltung selbst ereignete. Die Quellen beschreiben die Auseinandersetzung als Ringen Macierewicz' mit einem Demonstranten, ohne einen klaren Ablauf des Beginns zu schildern.
Ein Vorfall im September
Ein vom Aktivisten Arkadiusz Szczurek auf X veröffentlichtes Video zeigte ein Handgemenge mit Macierewicz beim monatlichen Gedenken im September. In den Aufnahmen geht eine Frau auf den Politiker zu und stößt ihn, woraufhin er eine Hand mit einem Gegenstand hebt, der einer Farbpistole ähnelt, und einen Schuss in die Luft abgibt. Anschließend stößt er Demonstranten weg, von denen einer stürzt, während Rufe von „Policja, policja“ (Polizei, Polizei) zu hören sind. Auf Nachfrage zu diesem Vorfall erklärte die Polizei, sie werte das aufgezeichnete Material aus.
- Flugzeugabsturz von Smolensk, von Kaczyński und den Gegendemonstranten als Tragödie vom 10. April 2010 bezeichnet
- Der Aktivist Arkadiusz Szczurek veröffentlicht ein Video, in dem Macierewicz beim monatlichen Gedenken einen Schuss in die Luft abgibt
- Monatliches Gedenken in Warschau mit einem Handgemenge unter Beteiligung Macierewicz' und Kaczyńskis Rede
Kaczyńskis Rede
Nach der Kranzniederlegung sagte Kaczyński zur Menge, die Situation wiederhole sich jeden Monat und Gegnern werde erlaubt, die Zeremonie zu stören:
Es ist jeden Monat so. Was im Gesetz steht, wird nicht umgesetzt. Es gibt keine Isolierung dieser Leute, die unsere religiösen Zeremonien stören.
Er sprach von einem erbitterten Kampf gegen das Gedenken und erinnerte daran, dass kurz nach dem Absturz behauptet worden sei, die Gesellschaft werde schnell vergessen. Dies sei die Erwartung Putins und anderer russischer Verbrecher gewesen, und diese Verbrecher hätten Verbündete in Polen, die nach seinen Worten Woche für Woche mit Duldung der Polizei ihre kriminelle Tätigkeit ausübten, auch durch Morddrohungen.
Es gab ein Attentat, und es ist Putins Verbrechen!
Wie es weitergeht
Kaczyński versicherte seinem Publikum, die Störungen würden enden und die Beteiligten würden gesetzeskonform behandelt. Er sagte, der Fall Smolensk werde mit voller Wucht zurückkehren, gestützt auf Argumente, über die die PiS-Seite zuvor nicht verfügt habe, die sie nun aber auf den Tisch legen und der Nation präsentieren wolle. Er sagte zudem, die Nation und die Weltöffentlichkeit ließen sich nicht täuschen. Die Quellen berichten von keinem formellen Schritt und keinem Datum im Zusammenhang mit diesen Ankündigungen.


