Wahlen · Madrid

Begoña Gómez reicht Beschwerde gegen die PP wegen KI-Video mit ihrem Bild und ihrer Stimme ein

Pedro Sánchez sagte in einem Podcast, seine Frau habe wegen eines Videos der PP, in dem KI-Versionen von ihr und anderen sozialistischen Persönlichkeiten zu sehen sind, eine Beschwerde wegen Identitätsanmaßung eingereicht.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von europa press, LaVanguardia, La Razón und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

Madrid · Spanien
Wie es dazu kam
  1. 21.10.Die PP veröffentlicht das KI-generierte Vorwahlkampfvideo mit Begoña Gómez und anderen sozialistischen Persönlichkeiten
  2. 27.10.Richter Santiago Pedraz weist eine ähnliche Beschwerde von Leire Díez gegen die PP zurück
  3. 28.10.Pedro Sánchez gibt in einem Podcast bekannt, dass Gómez eine Beschwerde wegen Identitätsanmaßung eingereicht hat

Die Beschwerde

Pedro Sánchez gab am Mittwoch, dem 28. Oktober, während eines Interviews im Podcast „Keep It Cutre“ bekannt, dass seine Frau Begoña Gómez wegen Identitätsanmaßung Beschwerde gegen ein mit künstlicher Intelligenz erstelltes Video eingelegt hat. Der Clip war von der PP am 21. Oktober im Vorfeld des Wahlkampfs zur Parlamentswahl am 29. November veröffentlicht worden. Darin sagt eine KI-generierte Gómez, dass sie eine Universitätsprofessur, die sie der Position ihres Mannes als Ministerpräsident verdankt, zur Linken mache; zudem enthält das Video KI-Versionen von José Luis Ábalos, José Luis Rodríguez Zapatero und Leire Díez. Laut LaSexta, dem die Beschwerdeschrift vorliegt, argumentiert diese, das Video greife ihre Würde sowie ihre Rechte an Identität, Bild und Ehre an, weil es sie Dinge sagen und tun lasse, die sie niemals sagen oder tun würde.

„Was die PP tut, ist, dieselben Techniken einzusetzen, die Belästiger gegen Minderjährige verwenden.“

Pedro Sánchez, Ministerpräsident Spaniens und PSOE-Vorsitzender

Was Sánchez im Podcast sagte

Sánchez sagte laut LaVanguardia zudem, er habe die Wahl nach einem Sonntagsessen mit seiner Frau und seinen Eltern ausgerufen. Er erklärte, die PSOE setze im Wahlkampf für den 29. November keine KI ein, und antwortete damit auf einen Brief von Ada Colau, der Kandidatin der Frente Amplio, die die Parteien aufgefordert hatte, die Technologie nicht für erniedrigende Zwecke zu nutzen. Er wandte sich an Alberto Núñez Feijóo, der in einem Interview eingeräumt hatte, das Video „validiert“ zu haben, und sagte, dies mache die Sache zu einer noch größeren Verfehlung. Er fügte hinzu, eine Partei, die regieren wolle, müsse solche Ideen ablehnen, statt sie zu verbreiten.

„Eine Partei, die regieren will, muss solche Ideen bekämpfen und nicht die Ideen verbreiten, die Belästiger verwenden.“

Pedro Sánchez, Ministerpräsident Spaniens und PSOE-Vorsitzender

Die Reaktion der PP

Die PP antwortete auf ihrem offiziellen X-Account mit einem sarkastischen „Es könnte schlimmer sein“ und spottete über die Regierung, weil diese einen Richter bitten wolle, Gómez vor einem Social-Media-Video zu schützen; sie seien „zum Knuddeln“. Die Partei scherzte zudem, man hätte auch „Los rochos“ schicken können, einen mit dem Drogenhandel verbundenen Clan, der den Berichten zufolge angeblich Kontakt zur sogenannten Leire-Affäre hatte. Anschließend fragte sie, ob die PSOE auch gegen die ehemalige sozialistische Aktivistin Leire Díez Beschwerde eingelegt habe, gegen die wegen eines angeblichen Plans zur Destabilisierung von Gerichtsverfahren gegen Sozialisten ermittelt wird.

Gerichtliche Entscheidung über eine ähnliche Beschwerde

Am Dienstag, dem 27. Oktober, wies der Richter der Audiencia Nacional, Santiago Pedraz, eine ähnliche Beschwerde von Díez gegen die PP wegen eines KI-Videos zurück, in der sie sagt, das Anheuern von Schlägern, um eine Richterin zu beseitigen, sei ein linkes Merkmal. Díez hatte der Partei Verleumdung mit Publizität, Angriffe auf die moralische Integrität und Identitätsanmaßung im digitalen Raum vorgeworfen. Der Richter entschied, dass die dem Beschuldigten zugeschriebenen Straftaten nicht zu jenen gehören, für die die Audiencia Nacional zuständig ist, sodass die Beschwerde an diesem Gericht nicht zur Verhandlung angenommen wurde.

Rechtliche Schritte und weiterer Kontext

Nach der Veröffentlichung des Videos hatte die PSOE erklärt, rechtliche Schritte gegen die PP zu prüfen, wegen dessen, was sie als Anmaßung der Identität von Sozialisten bezeichnete. Im selben Podcast brachte Sánchez laut eldiario.es auch soziale Medien mit Straßengewalt in Städten wie Bilbao und Barcelona in Verbindung. Beide Beschwerden betreffen von der PP veröffentlichte KI-generierte Videos, wurden jedoch von unterschiedlichen Personen eingereicht.

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

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