
Raphaël Glucksmann wirbt in Bram um die Sozialisten der Occitanie vor der Fünf-Kandidaten-Vorwahl
Der Place-publique-Vorsitzende Raphaël Glucksmann schloss sich regionalen Aktivisten im Département Aude an, um südliche Unterstützung für die sozialdemokratische Vorwahl vor der Präsidentschaftswahl 2027 zu gewinnen.
Auftakt in der Occitanie
Der Place-publique-Vorsitzende und Europaabgeordnete Raphaël Glucksmann reiste am Samstag, den 19. September 2026, nach Bram im Département Aude, um an den jährlichen Rencontres de la gauche teilzunehmen. Gastgeberin war die Präsidentin des Regionalrats der Occitanie, Carole Delga, die regionale Aktivisten und nationale politische Persönlichkeiten in einem bewaldeten Park versammelte. Glucksmann traf am späten Vormittag ein, begleitet von lauter Musik aus der Beschallungsanlage, und wurde am Eingang von Delga begrüßt. In Hemdsärmeln versuchte er, direkt mit ländlichen und provinziellen Parteimitgliedern in Kontakt zu treten, um seinen Ruf als Pariser Essayisten abzumildern. Glucksmann schlenderte zwischen den Mittagstischen umher, ließ sich fotografieren, begrüßte regionale katalanische Delegationen und aß zwei Portionen des traditionellen Languedoc-Cassoulet.
Vorwahldynamik und regionale Unterstützung
Glucksmann kam als Favorit im Rennen um die sozialdemokratische Vorwahl vor der französischen Präsidentschaftswahl 2027 nach Bram. An der Vorwahl werden insgesamt fünf Kandidaten teilnehmen: Glucksmann tritt gegen den Ersten Sekretär der Sozialistischen Partei Olivier Faure sowie die ebenfalls anwesenden Mitbewerber Jérôme Guedj und Emmanuel Maurel an. Delga hat monatelang dafür gearbeitet, die Sozialisten der Occitanie davon zu überzeugen, Glucksmann zu unterstützen, und dabei die Skepsis gegenüber seiner Distanz zur lokalen Basis auszuräumen. Ihre Unterstützung verankert Glucksmanns Wahlkampf im Südwesten Frankreichs, wo lokale Parteinetzwerke organisatorische Stärke außerhalb der Hauptstadt bieten.
- Raphaël Glucksmann und sozialistische Persönlichkeiten treffen im bewaldeten Park in Bram ein, begrüßt von Carole Delga
- Glucksmann spricht vor sozialistischen Aktivisten beim Cassoulet und startet seinen Appell für die sozialdemokratische Vorwahl
- Geplante französische Präsidentschaftswahl nach dem linken Vorwahlrennen
Ideologische Abgrenzung von La France Insoumise
Die Zusammenkunft drehte sich um strategische Differenzen über die künftige Ausrichtung der französischen Linken. Glucksmann bezog eine entschlossene Anti-LFI-Haltung gegenüber der Bewegung von Jean-Luc Mélenchon und machte diese Position zu einem zentralen Unterscheidungsmerkmal zu Faure. Während Faure Koalitionsbündnisse innerhalb der breiteren Linken befürwortet, stieß Glucksmanns Ablehnung einer radikalen linken Ausrichtung bei den sozialistischen Militanten der Occitanie auf großen Anklang. Glucksmann nutzte seine Rede, um die Vorwahl nicht nur als interne Parteiwahl darzustellen, sondern als Mechanismus, um die Präsidentschaftswahl 2027 zu gewinnen.
An alle, die sich von der Linken im Stich gelassen fühlen: Diese Vorwahl ist die Gelegenheit, sie neu zu gründen.
Wahlkampfappell und nächste Schritte
Glucksmann forderte die Basis in Bram auf, sich in den kommenden Monaten aktiv für seine Kandidatur zu engagieren. Er beendete seine Interaktion mit den Militanten mit einem militärischen Gruß als Zeichen des Respekts und der Verbundenheit, der im überfüllten Park Applaus erntete.
Aber dafür brauche ich euch.


