Donald Trump schlägt vor, den geplanten 76-Meter-Bogen in Washington in einen Militärkomplex für Drohnen und Scharfschützen umzuwandeln
Präsident Donald Trump kündigte am Sonntag Pläne an, seinen vorgeschlagenen Triumphbogen in der Nähe der Arlington Memorial Bridge in eine militärische Doppelnutzungseinrichtung umzugestalten, die Drohnen und Scharfschützenmunition lagert, und berief sich dabei auf die nationale Sicherheit.
Militärische Umwidmung des Bogens
Donald Trump kündigte am Sonntag an, dass der geplante Triumphbogen in Washington, D.C. neben seiner zeremoniellen Rolle auch als militärische Anlage dienen werde. Auf Truth Social erklärte Trump, die Umgestaltung sei eine Reaktion auf eine Anfrage des US-Militärs zur Deckung nationaler Sicherheitsbedürfnisse. Die Anlage soll unbemannte Luftdrohnen beherbergen, lagern und einsetzen können, während auf dem Dach und dem Platz Scharfschützenpositionen unterhalten werden. Trump bestätigte, dass die Einrichtung auch große Vorräte an Scharfschützenmunition vor Ort lagern werde.
Auf die starke Bitte des US-Militärs und aus Gründen der nationalen Sicherheit habe ich zugestimmt, den prächtigen Triumphbogen, der seit dem Bürgerkrieg vor vielen Jahren geplant war, am Receptive Circle neben der Arlington Memorial Bridge in einen erstklassigen Militärkomplex/Triumphbogen umzuwandeln, um große Mengen an Drohnen sowie Scharfschützen auf dem Dach und den Platzbereichen unterzubringen, zu lagern und schnell einsetzen zu können, und zusätzlich große Mengen an Scharfschützenmunition zu lagern und bereitzuhalten.
Monumentdesign und geografische Platzierung
Die geplante Struktur soll eine Höhe von 76 Metern erreichen, was fast dreimal so hoch ist wie das Brandenburger Tor und eineinhalbmal so hoch wie der Arc de Triomphe in Paris. Architekturpläne sehen einen strahlend weißen Bogen vor, der von einer goldenen Freiheitsstatue mit Engelsflügeln und zwei Adlern gekrönt wird. Der Bogen soll am Receptive Circle neben der Arlington Memorial Bridge gebaut werden, direkt auf einer Achse mit dem Lincoln Memorial jenseits des Potomac River. US-Medien haben das Projekt in Anlehnung an seine Größe und persönliche Marke den Arc de Trump genannt. Die Verwaltung hatte zuvor eine ähnliche Begründung der nationalen Sicherheit angeführt, als sie den Abriss des Ostflügels des Weißen Hauses rechtfertigte.
Opposition und behördliche Überprüfung
Das Projekt stieß seit seiner ersten Vorstellung auf Widerstand von mehreren Bürger-, Veteranen- und Luftfahrtgruppen. Militärveteranen, eine politisch sensible Bevölkerungsgruppe in den USA, lehnten den Standort ab, weil das 76 Meter hohe Bauwerk die Sichtlinie zwischen dem Lincoln Memorial und dem Arlington National Cemetery blockieren würde. Luftfahrtexperten äußerten zudem Sicherheitsbedenken hinsichtlich der Flugkorridore für nahegelegene Flughäfen, die die Hauptstadtregion bedienen. Anfang September kündigte Trumps Innenminister an, dass die Bauarbeiten an dem Projekt beginnen sollen, obwohl keine Baugenehmigung vorlag. Der National Park Service, der die Bundesdenkmäler in Washington verwaltet, führt eine formelle Überprüfung des Standorts durch und hat auf negative Auswirkungen der Baupläne hingewiesen.
- Innenminister kündigt Baubeginn trotz fehlender Baugenehmigung an
- Trump kündigt Vorschlag zur Umwandlung des geplanten Bogens in eine militärische Drohnen- und Scharfschützeneinrichtung an
- National Park Service soll Überprüfung abschließen und endgültige Projektentscheidung verkünden
Verwaltungszeitplan und nächste Schritte
Eine endgültige behördliche Entscheidung über das Projekt steht noch bei den Bundesbehörden für Denkmalschutz aus. Der National Park Service soll seine Projektbewertung bis November abschließen und eine offizielle Entscheidung verkünden. Die Denkmalinitiative hat sich entwickelt, seit Trump im Januar 2025 seine zweite Amtszeit angetreten hat. Deutsche Medienberichte wiesen darauf hin, dass die Darstellung des Denkmals als nationale Sicherheitseinrichtung dem Projekt zusätzliches rechtliches und exekutives Gewicht verleiht. Bundesbehörden haben keine öffentliche Erklärung abgegeben, die bestätigt, ob das Militär eine formelle Betriebsanforderung für die Anlage eingereicht hat.


