Globale Entwaldung sinkt 2025 um 15 Prozent auf 7 Millionen Hektar, doch das Kongobecken verschlechtert sich
Der globale Waldverlust ist 2025 um 15 Prozent auf 7 Millionen Hektar gesunken, wie aus der am Mittwoch, dem 14. Oktober 2026, veröffentlichten Forest Declaration Assessment hervorgeht. Das Kongobecken verlor jedoch 2,4 Millionen Hektar und erreichte damit erstmals fast das Niveau des tropischen Lateinamerika.
Ein langsameres Jahr, aber kein neuer Trend
Die am Mittwoch, dem 14. Oktober 2026, veröffentlichte Forest Declaration Assessment schätzt, dass 2025 weltweit 7 Millionen Hektar Wald dauerhaft zerstört wurden, ein Rückgang von 15 Prozent gegenüber 2024. Die Beratungsfirma Climate Focus erstellte die Bewertung mit Daten von mehr als zwei Dutzend zivilgesellschaftlichen Organisationen. Die Autoren erklären, die Verbesserung werde kaum von Dauer sein, da der Rückgang teilweise darauf zurückzuführen sei, wie schwer die vorangegangenen Jahre gewesen seien. Die Hauptautorin Erin Matson beschrieb das Ergebnis mit diesen Worten:
Es sind gute Nachrichten, dass wir 2025 15 Prozent weniger Wald verloren haben als 2024, aber das sieht teilweise nur deshalb gut aus, weil die vorangegangenen Jahre so schlecht waren.
Noch weit vom Ziel für 2030 entfernt
Die Regierungen, die 2021 auf der Klimakonferenz in Glasgow zusammenkamen und sich mit mehr als 100 Ländern anschlossen, verpflichteten sich, die Waldzerstörung bis 2030 zu stoppen. Der Bericht misst den Fortschritt am Durchschnitt der Jahre 2018 bis 2020 von 8,3 Millionen Hektar pro Jahr. Auf diesem Pfad hätten die Verluste jedes Jahr um eine Million Hektar sinken müssen, sodass 2024 höchstens 5 Millionen Hektar und 2025 höchstens 4,2 Millionen Hektar zulässig gewesen wären. Tatsächlich blieben die Verluste 2024 bei 8 Millionen Hektar und sanken 2025 auf 7 Millionen. Gegenüber der Presse fasste Matson die Aussichten zusammen:
Vorerst ist 2025 eine Ausnahme, kein neuer Kurs.
- Durchschnitt 2018–2020
- 8.3 Millionen Hektar
- 2024
- 8 Millionen Hektar
- 2025
- 7 Millionen Hektar
Kongobecken holt zu Lateinamerika auf
Brasiliens Maßnahmen unter Präsident Luiz Inácio Lula da Silva werden mit einem Rückgang der Entwaldung um 33 Prozent in Verbindung gebracht, und der Bericht schreibt eine Begrenzung der Ausweitung von Ackerland und Weiden im brasilianischen Amazonasgebiet der regionalen Verbesserung zu. Das Kongobecken entwickelte sich in die entgegengesetzte Richtung: 2025 wurden dort 2,4 Millionen Hektar gerodet, gegenüber 2,5 Millionen im tropischen Lateinamerika. Forscher sagen, dies sei das erste Mal seit Beginn der Aufzeichnungen, dass die beiden Regionen ein vergleichbares Niveau erreicht hätten. Ane Alencar vom Amazonas-Forschungsinstitut Ipam argumentierte, die Verringerung der Entwaldung erfordere nicht den Verzicht auf landwirtschaftliche Produktion oder Wirtschaftswachstum, und Brasiliens mächtiger Agrarsektor könne den Trend zur Waldrodung auch dann noch umkehren, wenn Lula sein Amt verliert. Mitautor Ivan Palmegiani sagte, die zugrunde liegenden Kräfte, darunter verzerrte wirtschaftliche Anreize und schwaches staatliches Handeln, blieben allgegenwärtig. Sam Nguiffo, ein kamerunischer Anwalt und Gründer des Centre for Environment and Development, nannte die Situation eine Katastrophe und sagte, wirtschaftliche Interessen dominierten weiterhin die Waldbewirtschaftung in Zentralafrika.
- Kongobecken
- 2.4 Millionen Hektar
- Tropisches Lateinamerika
- 2.5 Millionen Hektar
Finanzierung und der politische Kalender 2026
Die öffentliche Unterstützung für den Waldschutz ist von 1,3 Milliarden US-Dollar im Jahr 2018 auf 5,27 Milliarden gestiegen, doch Regierungen investieren mehr als 410 Milliarden Dollar pro Jahr in Projekte und Unternehmen, die die Rodung weiter vorantreiben. Die Autoren verzichten auf eine Prognose und argumentieren, es sei nicht klar, dass der bisherige Fortschritt anhalten werde, und die Waldergebnisse hingen von den Entscheidungen weniger Regierungen ab, deren Politik sich schnell ändern könne. Brasilien hält am 25. Oktober die Stichwahl seiner Präsidentschaftswahl ab, und der rechtsgerichtete Herausforderer Flávio Bolsonaro gilt als Favorit. Der Bericht warnt zudem, dass die neuen rechtsgerichteten Staatsoberhäupter Kolumbiens und Perus, Abelardo de la Espriella und Keiko Fujimori, den Waldschutz untergraben könnten.