Diplomatie · Eriwan

Fast 200 Länder einigen sich in Eriwan nach Verlängerung auf COP17-Naturschutztexte

Die Delegierten in Eriwan billigten die Texte am Freitag, 30. Oktober 2026, in der Verlängerung nach knapp zwei Wochen Verhandlungen, während die UN warnte, dass die meisten Biodiversitätsziele für 2030 verfehlt zu werden drohen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Deutsche Welle, Le Monde.fr, der Standard und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Eriwan · Armenien
Wie es dazu kam
  1. 30. Oktober 2026, AbendPlenarsitzung vom frühen Nachmittag auf den Abend verschoben
  2. 30.10.Texte in der Verlängerung von fast 200 Ländern verabschiedet
  3. 2028Ecuador richtet den nächsten UN-Biodiversitätsgipfel COP18 aus

Einigung in der Verlängerung

Fast 200 Länder haben am Freitag, 30. Oktober 2026, auf der UN-Biodiversitätskonferenz in Eriwan ein Paket hart umkämpfter Vereinbarungen verabschiedet. Die Texte wurden in der Verlängerung nach knapp zwei Wochen zäher Verhandlungen gebilligt, und die Delegierten applaudierten, als COP17-Präsident Hambardzum Matevosyan die Dokumente mit dem Hammer absegnete. Die Sitzung lief über den ursprünglich für Freitag geplanten Schluss hinaus, und eine für den frühen Nachmittag angesetzte Plenarsitzung war Berichten zufolge auf den Abend verschoben worden. Die endgültigen Fassungen der Dokumente lagen zunächst nicht vor, sodass ihr genauer Wortlaut bei der Bekanntgabe der Entscheidung noch unveröffentlicht war. Das Treffen ist die 17. UN-Konferenz zur Umsetzung des Übereinkommens über die biologische Vielfalt; ihr Ziel ist es, die globalen Anstrengungen wieder auf Kurs zu bringen, um die Zerstörung der Natur bis 2030 zu stoppen.

Streitpunkte

Die Verhandlungen stockten bei der Reform von Subventionen und anderen Anreizen, die naturzerstörende Aktivitäten begünstigen, etwa die Förderung fossiler Brennstoffe, intensive Landwirtschaft und Überfischung. Das globale Biodiversitätsrahmenwerk von Kunming-Montreal aus dem Jahr 2022 verpflichtet die Länder bereits, umweltschädliche Subventionen – darunter solche für fossile Brennstoffe wie Öl – bis 2030 weltweit um mindestens 500 Milliarden Dollar zu senken. Ein zweiter Streitpunkt betraf neue Finanzierungsquellen für den Naturschutz, eine schwierige Frage, da die öffentlichen Haushalte durch die Energiekrise und die Konflikte in der Ukraine und im Nahen Osten belastet sind. Uneinigkeit herrschte auch darüber, wie stark sich Unternehmen an der Finanzierung von Umweltschutzmaßnahmen beteiligen sollen. Ein früherer Textentwurf drängte die Länder, ihre Anstrengungen zu beschleunigen, erklärte, es brauche mehr Einsatz gegen die Ursachen des Naturverlusts, und legte mehrere Optionen zur Erreichung des Ziels für 2030 vor.

Ziele außer Kurs

Vor Beginn der Konferenz hatte die UN gewarnt, das Biodiversitätsziel für 2030 werde nicht erreicht, wenn die Länder nicht dringend umsteuerten. Die meisten Ziele steuern auf ein Scheitern zu, darunter die Verpflichtung, 30 % der Land- und Meeresflächen zu schützen, die Bekämpfung der Verschmutzung und eine umfassendere Naturschutzfinanzierung für ärmere Länder. Das 30-Prozent-Ziel des Rahmenwerks bedeutet, dass bis 2030 mindestens 30 % der Land- und Meeresflächen unter Schutz gestellt werden sollen. Ein von UN-Generalsekretär António Guterres vorgelegter Bericht kam zu dem Ergebnis, dass die internationale Gemeinschaft bei nahezu jedem Punkt des Kunming-Montreal-Abkommens, das 23 Verpflichtungen umfasst, hinterherhinkt. Zudem braucht die Welt jährlich rund 700 Milliarden Dollar mehr als derzeit, um geschädigte Ökosysteme wiederherzustellen, bedrohte Arten zu retten und Wälder, Feuchtgebiete und andere natürliche Lebensräume zu erhalten.

Ecuador und die nächsten Schritte

Die Delegierten wählten Ecuador als Gastgeber des nächsten UN-Biodiversitätsgipfels COP18 im Jahr 2028. Das Treffen in Eriwan sollte zudem eine erste Bestandsaufnahme des Kunming-Montreal-Rahmenwerks sein, und fast 200 Mitgliedstaaten sollen nun aufgefordert werden, ihren Verpflichtungen nachzukommen. Der deutsche Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) reiste nach Eriwan, um die internationale Zusammenarbeit in dieser Frage voranzubringen. Einzelheiten der vereinbarten Dokumente waren zum Zeitpunkt der Berichterstattung noch nicht veröffentlicht.

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

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