Klima · Eriwan, Nairobi und Mailand

UN-Bericht: 252 Millionen Hektar Natur in Wiederherstellung, aber weit unter dem Ziel

Ein während der COP17-Biodiversitätskonferenz in Armenien veröffentlichter UN-Bericht zählt weltweit 252 Millionen Hektar in Wiederherstellung, doch müssten die Anstrengungen verdreifacht werden, um das Ziel von rund einer Milliarde Hektar zu erreichen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Le Temps, Jornal Expresso, RTBF und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Eriwan, Nairobi, Mailand, Seattle · Armenien, Kenia, Italien
Wie es dazu kam
  1. 2022Verabschiedung des Kunming-Montreal-Biodiversitätsrahmens
  2. 29.10.Veröffentlichung des UN-Wiederherstellungsberichts während der COP17 in Armenien
  3. 2030Zieljahr für die Wiederherstellung von 30 % der degradierten Ökosysteme

Ein Niveau, das die UN neu nennt, aber als unzureichend bewertet

Die Vereinten Nationen erklärten am Donnerstag, 29. Oktober 2026, dass in 149 Ländern 252 Millionen Hektar Natur wiederhergestellt werden – ein Niveau, das sie als neu, aber weiterhin unzureichend bezeichnet. Der 99-seitige Bericht wurde während der COP17-Biodiversitätskonferenz in Armenien veröffentlicht, die bis Ende der Woche in Eriwan läuft. Er wurde vom UN-Umweltprogramm (UNEP), der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) und dem Sekretariat des Übereinkommens über die biologische Vielfalt erarbeitet. Doreen Robinson, stellvertretende Direktorin der UNEP-Abteilung für Ökosysteme in Nairobi, begrüßte die Anstrengungen als größte je verzeichnete Wiederherstellungsaktion. Quellen setzen die 252 Millionen Hektar mit der Fläche Algeriens gleich.

Wo die Wiederherstellung stattfindet

Der Großteil entfällt auf Landflächen mit 232 Millionen Hektar, gegenüber 11 Millionen Hektar Binnengewässern und 5,7 Millionen Hektar Meeres- und Küstengebieten. Der Bericht stellt fest, dass die Wiederherstellung an Land bereits die Hälfte ihres Ziels erreicht hat, während Süßwasser-, Meeres- und Küstenökosysteme weit hinter ihren Zielen zurückbleiben und besonders schnell degradieren. China führt mit großem Abstand. Le Temps und La Libre nennen 137 Millionen Hektar für China, vor der Mongolei, Kasachstan und Äthiopien, während De Standaard 127,4 Millionen Hektar aktiver Wiederherstellung angibt, rund die Hälfte der globalen Fläche. Die Quellen weichen bei dieser Zahl voneinander ab, daher werden beide Zahlen wie berichtet wiedergegeben.

Fläche in Wiederherstellung nach Ökosystemtyp, Millionen HektarMio. Hektar
Landflächen
232 Mio. Hektar
Binnengewässer
11 Mio. Hektar
Meere und Küsten
5.7 Mio. Hektar

Daten aus dem Artikeltext

Was noch zu tun bleibt

Der Maßstab liegt bei etwa einer Milliarde Hektar, und die Autoren schätzen, dass das Tempo der Anstrengungen verdreifacht werden muss, um ihn zu erreichen. Die Finanzierung muss deutlich steigen, insbesondere aus dem Privatsektor. Die Mittel für die Wiederherstellung belaufen sich derzeit auf 64 Milliarden Dollar und sollen bis 2030 296 Milliarden Dollar erreichen. Die Arbeit schafft auch Arbeitsplätze: Eine Million wurden bereits geschaffen, Ziel sind 32 Millionen bis 2030. Laut im Bericht zitierter Forschung könnte die Wiederherstellung von 15 % der Prioritätsgebiete das Äquivalent von 30 % des seit der Industriellen Revolution in die Atmosphäre gelangten CO2 speichern und helfen, 60 % der Artenaussterben zu vermeiden.

Finanzierung der Ökosystemwiederherstellung, aktuell versus Bedarf 2030Mrd. USD
Aktuelle Finanzierung
64 Mrd. USD
Erwartet bis 2030
296 Mrd. USD

Daten aus dem Artikeltext

Vorzeigeprojekte

Die UN benannte fünf Vorzeigeprojekte. Das bemerkenswerteste ist Chinas Initiative zur Wiederherstellung der Blauen Bucht, die Mangroven, Küstensümpfe, Seegraswiesen, Korallenriffe und 2.000 Kilometer Küstenlinie schützt und wiederherstellt und mehr als 135 bedrohten Arten wieder geeigneten Lebensraum geben soll. Chinas Shan-shui-Projekt, dessen Name auf Mandarin Berge und Wasser bedeutet, wurde 2016 gestartet und umfasst 75 Wiederherstellungsprojekte an Flüssen, Wäldern, Seen, Grasland, Wüsten, Ackerland und in städtischen Gebieten. Die weiteren Vorzeigeprojekte liegen in den Sümpfen Kolumbiens, im Nebelwald Äthiopiens, in den vertikalen Gärten Mailands in Italien und in der Pflanzung von 1,5 Millionen Bäumen in Seattle. Der Bericht nennt zudem Ergebnisse für Berggorillas in Ostafrika, Jaguare in Brasilien, Schneeleoparden in Kirgisistan und Gangesdelfine in Indien.

Die Reaktion der UN

Inger Andersen, Exekutivdirektorin des UNEP, bezeichnete die Anstrengungen als eine der größten Bewegungen zugunsten der Natur in der Geschichte, warnte aber, dass die Natur noch nicht in dem erforderlichen Umfang oder Tempo wiederhergestellt werde. Sie forderte, Initiativen zu systemischen Maßnahmen zu machen, die bis 2030 eine Wiederherstellungsökonomie aufbauen. Der Bericht erscheint zur Halbzeit der UN-Dekade zur Wiederherstellung von Ökosystemen, die von 2021 bis 2030 läuft und auf dem 2022 verabschiedeten Kunming-Montreal-Rahmenwerk aufbaut, das bis 2030 die Wiederherstellung von 30 % der degradierten Ökosysteme anstrebt.

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