Diplomatie · Athen und Ankara
Türkischer Botschafter in Athen: Türkei und Griechenland sind mehr als Nachbarn, Ägäis-Fragen bleiben offen
Bei einem Empfang zum 103. Jahrestag der Türkischen Republik sagte Botschafter Tsagatay Ertzigez, die Beziehungen hätten sich verbessert, doch ein spezieller Dialog über die Ägäis-Streitigkeiten habe noch nicht begonnen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von in.gr, iefimerida.gr, NewsIT und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Tsagatay Ertzigez sagte, das verbesserte Klima habe keine Fortschritte bei den offenen Ägäis-Fragen gebracht, und ein spezieller Dialog darüber habe noch nicht begonnen.
Ertzigez legte Zahlen vor, wonach 2025 rund 1,5 Millionen türkische Staatsbürger nach Griechenland reisten und mehr als 620.000 Griechen in die Türkei fuhren.
Ertzigez sagte, der bilaterale Handel habe 2025 6,7 Milliarden Dollar erreicht – eine Zahl, mit der er das Wachstum der Wirtschaftsbeziehungen illustrierte.
Ertzigez verwies auf die Erklärung von Athen, die im Dezember 2023 während des Besuchs von Recep Tayyip Erdogan in Athen unterzeichnet wurde, als gemeinsame Grundlage für die Fortsetzung der Annäherung.
Ein Empfang in Athen
Der türkische Botschafter in Griechenland, Tsagatay Ertzigez, sprach am Donnerstagabend, dem 29. Oktober, bei einem Empfang zum 103. Jahrestag der Türkischen Republik. Anwesend waren auch die stellvertretende Außenministerin Alexandra Papadopoulou sowie Abgeordnete, Diplomaten, Militärangehörige und Journalisten. Er begann mit einem Hinweis auf die Fortschritte der Türkei in Wirtschaft, Industrie, Bildung, Wissenschaft und Technologie, bevor er auf die bilateralen Beziehungen zu sprechen kam. Seine Ausführungen betonten die bessere Atmosphäre zwischen den beiden Nachbarn und räumten zugleich ein, dass der Ägäis-Streit ungelöst bleibt.
„Die Türkei und Griechenland sind mehr als Nachbarn. Geografie, Geschichte, Kultur und die engen Bande zwischen unseren Völkern verbinden uns.“
Ertzigez sagte, die Zusammenarbeit habe sich in den Bereichen Handel, Investitionen, Tourismus und Kultur ausgeweitet, ebenso bei der Eindämmung irregulärer Migration und organisierter Kriminalität. Er verwies auf die Erklärung von Athen, die im Dezember 2023 während des Besuchs von Recep Tayyip Erdogan in der griechischen Hauptstadt unterzeichnet wurde, als gemeinsamen Rahmen für die Weiterentwicklung der Beziehung. Beide Seiten müssten ihn voll ausschöpfen, mahnte er.
Tourismus- und Handelszahlen
Nach den von ihm vorgelegten Zahlen reisten 2025 rund 1,5 Millionen türkische Staatsbürger nach Griechenland, während mehr als 620.000 Griechen in die Türkei fuhren. Im selben Jahr erreichte der bilaterale Handel 6,7 Milliarden Dollar. Er präsentierte diese Zahlen als Beleg für die Dynamik, die sich in den Wirtschaftsbeziehungen zwischen beiden Ländern aufgebaut habe.
- Türkische Staatsbürger in Griechenland (rund)
- 1500000 Personen
- Griechen auf dem Weg in die Türkei (mehr als)
- 620000 Personen
Daten aus dem Artikeltext
Ägäis-Fragen weiter offen
Ertzigez räumte ein, dass dem besseren Klima keine Fortschritte bei den offenen Fragen gefolgt seien, insbesondere in der Ägäis. Ein spezieller Dialog über diese Fragen habe noch nicht begonnen. Die Türkei, so sagte er, bleibe entschlossen, ihre Differenzen durch einen substanziellen Dialog im Einklang mit dem Völkerrecht und den Grundsätzen guter Nachbarschaft beizulegen. Er argumentierte, als zwei Nachbarn trügen allein die beiden Länder die Verantwortung für die Lösung ihrer Streitigkeiten, während Freunde und Partner durch die Förderung des Dialogs helfen könnten.
Auch Vertrauen sei ebenso wichtig wie der Dialog, sagte er.
„Die Türkei stellt keine Bedrohung für ihre Nachbarn dar, auch nicht für Griechenland. Wir streben Frieden, Stabilität, Wohlstand und Zusammenarbeit in unserer Region an und wahren dabei unsere legitimen Rechte und Interessen.“
Er zitierte eine frühere Äußerung Erdogans vor den Vereinten Nationen in New York, wonach die Türkei nicht der Feind Griechenlands sei, sondern dessen Nachbar und NATO-Verbündeter, und dass die bilateralen Beziehungen zu sensibel seien, um zum Werkzeug wahltaktischer Ausbeutung zu werden.
Weiterer Kontext
Die Rede fiel in ein raueres Umfeld. In seiner Ansprache vor den Vereinten Nationen verurteilte Kyriakos Mitsotakis das türkisch-libysche Memorandum als illegal und als Verstoß gegen das internationale Seerecht. Erdogan hat zudem gewarnt, die Türkei werde jene "neutralisieren", die ihre Ziele zu behindern versuchten. Die Ausführungen von Ertzigez zur guten Nachbarschaft fielen auf denselben Tag wie diese härtere Rhetorik aus Ankara, sodass der versöhnliche Ton des Empfangs neben ungelösten Streitigkeiten über die Ägäis und das Memorandum steht.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- in.grErcigyes: Lasst uns Ängste, Vorurteile und Fehlinterpretationen überwinden, auf denen Griechenland beharrtΕρτζιγές: Να ξεπεράσουμε φόβους, προκαταλήψεις και παρερμηνείες στους οποίους επιμένει η Ελλάδα · Original auf Griechisch
- iefimerida.grTürkischer Botschafter in Griechenland: „Die Türkei strebt Frieden und Stabilität in der Region an, sie ist kein Feind Griechenlands“Τούρκος πρέσβης στην Ελλάδα: "Η Τουρκία επιδιώκει ειρήνη και σταθερότητα στην περιοχή, δεν είναι εχθρός της Ελλάδας" · Original auf Griechisch
- NewsITTürkischer Botschafter in Athen: „Mit Griechenland sind wir mehr als nur Nachbarn“ - „Differenzen in der Ägäis bleiben offen“Τούρκος πρέσβης στην Αθήνα: "Με την Ελλάδα είμαστε κάτι περισσότερο από γείτονες" - "Ανοιχτές οι διαφορές στο Αιγαίο" · Original auf Griechisch
- H KαθημερινήTürkischer Botschafter in Athen: Lasst uns in Zusammenarbeit investieren, nicht in KonfrontationΤούρκος πρέσβης στην Αθήνα: Να επενδύσουμε στη συνεργασία, όχι στην αντιπαράθεση · Original auf Griechisch
- Alexandra Papadopoulou
- Griechische stellvertretende Außenministerin, die am Empfang teilnahm
- Recep Tayyip Erdogan
- Türkischer Präsident, auf den im Zusammenhang mit der Erklärung von Athen und seinen Warnungen verwiesen wurde
- Kyriakos Mitsotakis
- Griechischer Premierminister, der das türkisch-libysche Memorandum vor den Vereinten Nationen kritisierte
- Orte
- Athen, Griechenland, Ankara, Türkei
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