Diplomatie · Athen und Ankara

Türkischer Botschafter in Athen: Türkei und Griechenland sind mehr als Nachbarn, Ägäis-Fragen bleiben offen

Bei einem Empfang zum 103. Jahrestag der Türkischen Republik sagte Botschafter Tsagatay Ertzigez, die Beziehungen hätten sich verbessert, doch ein spezieller Dialog über die Ägäis-Streitigkeiten habe noch nicht begonnen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von in.gr, iefimerida.gr, NewsIT und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Athen, Ankara · Griechenland, Türkei

Ein Empfang in Athen

Der türkische Botschafter in Griechenland, Tsagatay Ertzigez, sprach am Donnerstagabend, dem 29. Oktober, bei einem Empfang zum 103. Jahrestag der Türkischen Republik. Anwesend waren auch die stellvertretende Außenministerin Alexandra Papadopoulou sowie Abgeordnete, Diplomaten, Militärangehörige und Journalisten. Er begann mit einem Hinweis auf die Fortschritte der Türkei in Wirtschaft, Industrie, Bildung, Wissenschaft und Technologie, bevor er auf die bilateralen Beziehungen zu sprechen kam. Seine Ausführungen betonten die bessere Atmosphäre zwischen den beiden Nachbarn und räumten zugleich ein, dass der Ägäis-Streit ungelöst bleibt.

„Die Türkei und Griechenland sind mehr als Nachbarn. Geografie, Geschichte, Kultur und die engen Bande zwischen unseren Völkern verbinden uns.“

Tsagatay Ertzigez

Ertzigez sagte, die Zusammenarbeit habe sich in den Bereichen Handel, Investitionen, Tourismus und Kultur ausgeweitet, ebenso bei der Eindämmung irregulärer Migration und organisierter Kriminalität. Er verwies auf die Erklärung von Athen, die im Dezember 2023 während des Besuchs von Recep Tayyip Erdogan in der griechischen Hauptstadt unterzeichnet wurde, als gemeinsamen Rahmen für die Weiterentwicklung der Beziehung. Beide Seiten müssten ihn voll ausschöpfen, mahnte er.

Tourismus- und Handelszahlen

Nach den von ihm vorgelegten Zahlen reisten 2025 rund 1,5 Millionen türkische Staatsbürger nach Griechenland, während mehr als 620.000 Griechen in die Türkei fuhren. Im selben Jahr erreichte der bilaterale Handel 6,7 Milliarden Dollar. Er präsentierte diese Zahlen als Beleg für die Dynamik, die sich in den Wirtschaftsbeziehungen zwischen beiden Ländern aufgebaut habe.

Besuche zwischen Griechenland und der Türkei im Jahr 2025Personen
Türkische Staatsbürger in Griechenland (rund)
1500000 Personen
Griechen auf dem Weg in die Türkei (mehr als)
620000 Personen

Daten aus dem Artikeltext

Ägäis-Fragen weiter offen

Ertzigez räumte ein, dass dem besseren Klima keine Fortschritte bei den offenen Fragen gefolgt seien, insbesondere in der Ägäis. Ein spezieller Dialog über diese Fragen habe noch nicht begonnen. Die Türkei, so sagte er, bleibe entschlossen, ihre Differenzen durch einen substanziellen Dialog im Einklang mit dem Völkerrecht und den Grundsätzen guter Nachbarschaft beizulegen. Er argumentierte, als zwei Nachbarn trügen allein die beiden Länder die Verantwortung für die Lösung ihrer Streitigkeiten, während Freunde und Partner durch die Förderung des Dialogs helfen könnten.

Auch Vertrauen sei ebenso wichtig wie der Dialog, sagte er.

„Die Türkei stellt keine Bedrohung für ihre Nachbarn dar, auch nicht für Griechenland. Wir streben Frieden, Stabilität, Wohlstand und Zusammenarbeit in unserer Region an und wahren dabei unsere legitimen Rechte und Interessen.“

Tsagatay Ertzigez

Er zitierte eine frühere Äußerung Erdogans vor den Vereinten Nationen in New York, wonach die Türkei nicht der Feind Griechenlands sei, sondern dessen Nachbar und NATO-Verbündeter, und dass die bilateralen Beziehungen zu sensibel seien, um zum Werkzeug wahltaktischer Ausbeutung zu werden.

Weiterer Kontext

Die Rede fiel in ein raueres Umfeld. In seiner Ansprache vor den Vereinten Nationen verurteilte Kyriakos Mitsotakis das türkisch-libysche Memorandum als illegal und als Verstoß gegen das internationale Seerecht. Erdogan hat zudem gewarnt, die Türkei werde jene "neutralisieren", die ihre Ziele zu behindern versuchten. Die Ausführungen von Ertzigez zur guten Nachbarschaft fielen auf denselben Tag wie diese härtere Rhetorik aus Ankara, sodass der versöhnliche Ton des Empfangs neben ungelösten Streitigkeiten über die Ägäis und das Memorandum steht.

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Quellen und Kontext

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