Diplomatie · Athen

Karamanlis lehnt türkische Genehmigung für griechisch-zyprisches Kabel ab und nennt libysche Ratifizierung eine Machtdemonstration

Bei einer Veranstaltung im Kriegsmuseum am Sonntagabend, dem 25. Oktober, warnte der ehemalige Ministerpräsident Kostas Karamanlis, die Suche nach einer türkischen Genehmigung für die Stromverbindung Kasos–Zypern würde einen gefährlichen Präzedenzfall für die griechische Souveränität in der Ägäis schaffen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von iefimerida.gr, NewsIT, NEWS 24/7 und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Foto: European People's Party, CC BY 2.0 (Wikimedia Commons, Ausschnitt). Archivbild, 2009

Rede im Kriegsmuseum

Am Sonntagabend, dem 25. Oktober 2026, sprach der ehemalige Ministerpräsident Kostas Karamanlis bei einer Veranstaltung, die der Verband der pensionierten Armeeoffiziere aus Anlass des Jahrestags des 28. Oktober im Kriegsmuseum organisiert hatte. Auch der frühere Vorsitzende der Nea Dimokratia, Antonis Samaras, war anwesend; die beiden tauschten einen herzlichen Händedruck. Karamanlis widmete einen großen Teil der Rede den griechisch-türkischen Beziehungen und bezeichnete die Ratifizierung des Memorandums Türkei–Libyen durch Libyen als negative Entwicklung. Zur Einstimmung sagte er zum Publikum:

„Niemand respektiert jemanden, der seine Rechte, seine Prinzipien und seine Heimat nicht verteidigt.“

Kostas Karamanlis, Ehemaliger griechischer Ministerpräsident

Er fügte hinzu, niemand nehme einen Menschen ernst, der nicht aufstehen könne, wenn seine Interessen verletzt würden.

Das Kabel und die türkische Genehmigung

Karamanlis argumentierte, Griechenland könne keinen wie auch immer gearteten türkischen Genehmigungsantrag für die Stromverbindung zwischen Kasos und Zypern akzeptieren, unabhängig davon, wie dieser Schritt bezeichnet werde. Er formulierte es so:

„Jeder Antrag, mit dem die Türkei eine Genehmigung für das Kabel erteilen soll, kann nicht akzeptiert werden. Ob man es Information, Ankündigung oder anders nennt.“

Kostas Karamanlis, Ehemaliger griechischer Ministerpräsident

Er warnte, danach könne Griechenland in der Ägäis nichts mehr ohne türkische Erlaubnis tun, nicht einmal das kleinste Infrastrukturprojekt zwischen seinen Inseln. Seiner Darstellung zufolge lehnt Ankara die Verbindung ab, obwohl es sich um ein europäisches Projekt handelt, was zeige, dass die Türkei glaube, in Angelegenheiten, die in der Region selbstverständlich sein sollten, das letzte Wort haben zu müssen. Er bezeichnete einen solchen Schritt als höchst gefährlichen Präzedenzfall für die Souveränitätsrechte Griechenlands in der Ägäis.

Libysche Ratifizierung und das Memorandum von 2019

Das libysche Parlament hat das Memorandum Türkei–Libyen ratifiziert, was Karamanlis als negative Entwicklung für die nationalen Interessen Griechenlands bezeichnete. Er räumte ein, dass die Ratifizierung möglicherweise keine rechtlichen Folgen habe, sagte aber, sie sei eine Demonstration von Macht und Einfluss und ein von den Nachbarn geschaffenes Fait accompli. Er widersprach indirekt, aber deutlich Außenminister Giorgos Gerapetritis, dessen Linie lautet, die Ratifizierung ändere nichts im Vergleich zur Unterzeichnung des Memorandums im Jahr 2019. Gerapetritis hat zudem die Möglichkeit offengelassen, die Türkei über das Kabel zu informieren, betonte jedoch, es handle sich nicht um einen Genehmigungsantrag. Karamanlis äußerte sich außerdem zu einer Erklärung des US-Außenministeriums zum Memorandum.

Grundsätzliche Kritik an der türkischen Strategie

Karamanlis wies die Auffassung zurück, Griechenland übertreibe das Verhalten der Türkei oder die Streitigkeiten ließen sich durch gegenseitige Zugeständnisse lösen. Er behandelte den Casus belli, die Grauzonen, die Anfechtung des Festlandsockels und der ausschließlichen Wirtschaftszone der Inseln, die Entmilitarisierung und die türkischen Vorstöße zu Meeresparks als Teile eines integrierten Plans und nicht als getrennte Meinungsverschiedenheiten. Seiner Darstellung zufolge zielt Ankara darauf ab, den Status quo in der Ägäis umzustürzen, Rechte im Zentrum des Meeres auf Kosten der griechischen Inseln zu erlangen und die See bis zum 25. Längengrad zu kontrollieren. Er sagte, jede griechische Regierung seit 1974 habe den Dialog und ein Klima der Entspannung versucht, und diese Bemühungen seien gescheitert, wie die Praxis gezeigt habe.

Kritik an Verbündeten und Partnern

Karamanlis warf Verbündeten und Partnern vor, sich als opportunistische Neutrale zu verhalten, die gleichen Abstand zwischen Täter und Opfer hielten. Er verwies auf die europäische Rüstungszusammenarbeit mit der Türkei und auf deren Haltung zu Zypern und sagte, auf Griechenland werde in mehreren Fragen Druck ausgeübt. Es sei zudem Zeit, ein Signal an die NATO und die EU zu senden:

„Es ist Zeit, der NATO und der EU zu sagen: Gute Abrechnungen machen gute Freunde.“

Kostas Karamanlis, Ehemaliger griechischer Ministerpräsident

Anschließend zählte er Forderungen auf, die er Verbündeten und Partnern zuschrieb, darunter: nicht mit den Russen zu sprechen, nicht mit China zusammenzuarbeiten, Albaniens EU-Kurs zu unterstützen trotz seines Umgangs mit der griechischen Minderheit, das unausgewogene Prespa-Abkommen zu akzeptieren, den Kosovo anzuerkennen, Waffen in die Ukraine zu liefern und auf deutsche Reparationen für die Besatzung zu verzichten. Die Liste umfasste auch die Übernahme der Woke-Agenda.

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Quellen und Kontext

Athen · Griechenland

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