Sicherheit · Paris und Marseille

Frankreich setzt 70.000 Polizisten und Gendarmen für die Proteste am Samstag an Halloween ein

Innenminister Laurent Nuñez zufolge bergen die Proteste am Samstag, die auf Halloween fallen, ein sehr hohes Risiko von Störungen der öffentlichen Ordnung. Bürgermeister wollen Zusammenkünfte in den Stadtzentren verbieten.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Notícias ao Minuto, 20 Minuten, La Libre.be und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Paris, Marseille · Frankreich
Wie es dazu kam
  1. 28.10.Telegramm des Innenministers an die Präfekten warnt vor Aufrufen zu Halloween-Zusammenkünften in sozialen Netzwerken
  2. 29.10.Nuñez kündigt 70.000 Beamte für die Proteste am Samstag an und erklärt, das Risiko von Ausschreitungen sei sehr hoch
  3. 31.10.Geplante Proteste und Halloween-Zusammenkünfte; Zusammenkünfte in Stadtzentren werden von den Bürgermeistern verboten

Sicherheitsplan für Samstag

Innenminister Laurent Nuñez kündigte am Donnerstag, 29. Oktober, an, dass rund 70.000 Polizisten und Gendarmen für die am Samstag, 31. Oktober, geplanten Proteste eingesetzt werden. Er bezeichnete das Aufgebot als außergewöhnlich und erklärte, es entspreche dem Umfang des Einsatzes vom Samstag, 24. Oktober. Er warnte, der Tag berge ein sehr hohes Risiko von Störungen der öffentlichen Ordnung. Das am 24. Oktober eingeführte Sicherheitskonzept zum Schutz von Geschäften und Einkaufszentren werde beibehalten und verstärkt, sagte er auf einer Pressekonferenz. Demonstrationen würden erlaubt, allerdings nicht in den Stadtzentren, wo die Gefahr von Ausschreitungen seiner Einschätzung nach zu hoch sei. Er versprach äußerste Härte und sagte, es werde keine Exzesse geduldet.

Mobilisierte Polizisten und Gendarmen pro ProtesttagBeamte
2026-10-24
70000 Beamte
2026-10-31
70000 Beamte

Daten aus dem Artikeltext

Warnungen vor Halloween-Zusammenkünften

Ein Telegramm, das Nuñez am Mittwoch, 28. Oktober, unterzeichnete und an die Präfekten richtete, stellt fest, dass in sozialen Netzwerken zahlreiche Aufrufe zu Zusammenkünften in Stadtzentren und auf öffentlichen Plätzen aufgetaucht sind, die als Halloween-Feiern ausgegeben werden. Nach Angaben des Ministeriums stammen diese Aufrufe von ultralinken Gruppen, radikalisierten linksextremen Aktivisten und Websites, die mit radikalisierten Gelbwesten verbunden sind. Einige Botschaften fordern zu einer Revolution oder einem Aufstand auf und rufen ausdrücklich zu schweren Ausschreitungen auf, darunter Plünderungen und Vandalismus. Der Minister sagte, die Analyse dieser Aufrufe lasse keinen Zweifel an den Absichten der Urheber. Die Bürgermeister werden die Zusammenkünfte verbieten. Nuñez fügte hinzu, Halloween gelte nicht als legitimer Grund, sein Gesicht im öffentlichen Raum zu verbergen. Er rechnet damit, dass die Gefahr von Gewalt in den Städten vom frühen Abend bis in die späte Nacht sehr hoch ist, insbesondere nach 20:00 Uhr.

Hintergrund der Proteste

Proteste gegen die hohen Lebenshaltungskosten brachten am 17. Oktober und am 24. Oktober Hunderttausende Menschen in ganz Frankreich auf die Straße. Am Rande der Demonstrationen vom 17. Oktober wurden vor allem in Paris und Marseille Gewalt, Vandalismus und zahlreiche Fälle von Plünderungen registriert. Nuñez bot zeitweise seinen Rücktritt an und räumte einen Kontrollverlust in einigen Städten ein, doch Präsident Emmanuel Macron nahm ihn nicht an. Gelbwesten-Gruppen sowie Schüler- und Studierendengewerkschaften haben zur Mobilisierung am Samstag aufgerufen, insbesondere gegen die Lebenshaltungskosten. Wie BFMTV berichtet, verweisen die Behörden zudem auf eine erhöhte Terrorgefahr nach einem rassistischen Angriff in Trappes im Département Yvelines.

Einsatz vor Ort

Einem Telegramm des Generaldirektors der nationalen Polizei zufolge wurden die Einheiten aufgefordert, die Präsenzquote der Beamten auf 75 Prozent zu erhöhen, wie BFMTV unter Berufung auf einen Bericht von RMC bestätigte. Reservisten können einberufen werden, um die Zahl der Einsatzkräfte auf der Straße zu erhöhen, und die CRS-Einheiten sind aufgefordert, möglichst viele Einheiten verfügbar zu machen. Wie am vorangegangenen Wochenende soll die taktische Einheit Raid zum Schutz der am stärksten gefährdeten öffentlichen Gebäude entsandt werden. Die Beamten sollen auf öffentlichen Straßen deutlich sichtbar sein, um Straftäter abzuschrecken und schnell zum Schutz von Institutionen, Geschäften und des Demonstrationsrechts eingreifen zu können. Drohnen sollen die Polizei entlang der Protestrouten unterstützen, Wasserwerfer werden systematisch eingesetzt.

Bildungsminister zur Wut der Jugend

Auf die Frage nach dem Umgang mit den Jugendprotesten sagte Bildungsminister Édouard Geffray am Donnerstag, er teile den Mea culpa von Präsident Macron.

„Wir hätten sicherlich schneller sein müssen.“

Édouard Geffray, Französischer Bildungsminister

Geffray sagte, Verantwortliche träfen im Amt die Entscheidungen, die sie für richtig halten, und fragten sich erst später, ob sie anders hätten handeln sollen. Die Regierung habe den Dialog suchen wollen, betonte er, und verwies darauf, dass eine Online-Plattform, auf der junge Menschen Beschwerden einreichen konnten, geschlossen worden sei und die Regierung anschließend eine Reihe von Entscheidungen getroffen habe. Es sei das erste Mal, dass junge Menschen echten Einfluss auf die Ergebnisse gehabt hätten und nicht nur die Möglichkeit, sich zu äußern.

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