Regierung · Paris
Französische Regierung erwog während der Proteste Sperren von sozialen Medien und mobilem Internet
Premierminister Sébastien Lecornu forderte Orange, SFR, Free und Bouygues Telecom auf, bereit zu sein, TikTok, Instagram, Snapchat und X abzuschalten. Wegen des Widerstands der Betreiber wurde der Plan nie umgesetzt.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Ziare.com, ΣΚΑΪ, NewsIT und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Das am 22. Oktober versandte Schreiben von Premierminister Sébastien Lecornu forderte Orange, SFR, Free und Bouygues Telecom auf, bereit zu sein, den Zugang zu TikTok, Instagram, Snapchat und X auszusetzen.
Die Netzbetreiber bezweifelten, dass sie eine auf Mobilfunk beschränkte, gebietsbezogene Sperre rechtzeitig umsetzen könnten, und verwiesen auf DNS-Filteranforderungen, VPN-Umgehungen und Störungen mobiler Zahlungen und der Notfallkommunikation.
Das Innenministerium teilte am Sonntag, dem 25. Oktober, mit, dass während der landesweiten Proteste am Samstag mehr als 1.300 Menschen festgenommen und 53 Sicherheitskräfte verletzt wurden.
Das Ministerium zählte landesweit 410.000 Teilnehmer, darunter 110.000 in Paris, während die Gewerkschaften im ganzen Land fast 800.000 schätzten.
- 17.10.Proteste werden gewaltsam, Gruppen greifen Geschäfte und öffentliche Gebäude an und geraten mit Sicherheitskräften aneinander
- 22.10.Lecornu-Brief fordert Orange, SFR, Free und Bouygues Telecom auf, bereit zu sein, TikTok, Instagram, Snapchat und X zu sperren
- 24.10.Landesweite Proteste finden statt; die Polizei setzt in Paris Tränengas und Wasserwerfer ein
- 25.10.Innenministerium meldet mehr als 1.300 Festnahmen und 53 verletzte Sicherheitskräfte
Ein Plan, der vor den Protesten am 24. Oktober entstand
In der Woche vor den Protesten am 24. Oktober nahm das französische Innenministerium Kontakt zu Telekommunikationsbetreibern auf, um Möglichkeiten zu prüfen, den Zugang zu sozialen Medien oder sogar das mobile Internet in bestimmten Gebieten zu kappen. Wie Politico unter Berufung auf einen Regierungsvertreter und einen Mitarbeiter eines Telekommunikationsunternehmens berichtete, sollte damit verhindert werden, dass sich Demonstranten koordinieren. Die Idee erreichte die Spitze der Regierung, als Premierminister Sébastien Lecornu in einem am 22. Oktober versandten Schreiben an die Chefs von Orange, SFR, Free und Bouygues Telecom schrieb. In dem Brief, den zuerst das französische Digitalmedium Blast veröffentlichte, wurden die Unternehmen aufgefordert, bereit zu sein, den Zugang zu TikTok, Instagram, Snapchat und X auszusetzen, falls die Sicherheitslage es erfordere. Auf Anfrage bestritten Vertreter des Premierministeramts, des Technologieministeriums und des Innenministeriums weder die Maßnahme noch den Brief.
Die Angst vor einer Wiederholung des 17. Oktober
Die Regierung befürchtete, dass sich die Gewalt des 17. Oktober am folgenden Wochenende wiederholen oder verstärken könnte. Bei den Demonstrationen jenes Tages griffen Gruppen Geschäfte und öffentliche Gebäude an und gerieten mit Sicherheitskräften aneinander. Recherchen von Politico ergaben, dass die Proteste am 24. Oktober deutlich weniger intensiv waren und weniger Zwischenfälle registriert wurden. Die Demonstranten versammelten sich wegen der hohen Lebenshaltungskosten und fehlender Mittel für die Bildung. In Paris setzte die Polizei Tränengas und Wasserwerfer ein, nachdem ein zunächst relativ friedlicher Marsch stattgefunden hatte.
Warum die Betreiber Widerstand leisteten
Die Telekomunternehmen erhoben rechtliche und praktische Einwände, und von Blast und RTL zitierte Quellen erklärten, die Betreiber hielten eine auf Mobilverbindungen und bestimmte Gebiete begrenzte Sperre in so kurzer Zeit für nicht umsetzbar. Der Plan sah unter anderem vor, ausgewählte Plattformen über DNS-Filterung einzuschränken – eine Maßnahme, die nach Angaben der Unternehmen eine technische Vorbereitung erforderte, die nicht rechtzeitig abgeschlossen werden konnte. Die Betreiber warnten zudem, die Sperre werde nicht zwangsläufig funktionieren, da Nutzer sie mit VPNs umgehen könnten, während alternative Apps wie Bitchat einige Kommunikationskanäle auch ohne Internetverbindung offenhalten könnten. Ein Mitarbeiter eines Telekommunikationsanbieters sagte anonym, soziale Medien in einem einzelnen Viertel zu blockieren sei technisch unmöglich, und das Kappen des mobilen Internets würde mobile Zahlungen, Überwachungssysteme und Notfallkommunikation stören.
Festnahmen und die mildere Variante
Die Regierung erwog laut einem Vertreter des Premierministeramts auch einen weniger radikalen Schritt: die Deaktivierung von Funktionen zur Standortfreigabe, um etwa Zusammenkünfte von Menschen zu verhindern, die einander nicht kennen. Am Sonntag, dem 25. Oktober, teilte das Innenministerium mit, die Polizei habe während der landesweiten Proteste am Samstag mehr als 1.300 Menschen festgenommen, und 53 Angehörige der Sicherheitskräfte seien verletzt worden. Frühere Berichte hatten die Zahl der Festnahmen mit fast 1.000 angegeben. Das Ministerium schätzte, dass landesweit 410.000 Menschen teilnahmen, darunter 110.000 in Paris, während die Gewerkschaften die Beteiligung im ganzen Land auf fast 800.000 bezifferten.
- Landesweit
- 410000 Personen
- Paris
- 110000 Personen
Daten aus dem Artikeltext
Das parallele Verfahren im Parlament
Unabhängig davon berät das Parlament im Rahmen eines Gesetzentwurfs mit dem Spitznamen „Wer zerstört, zahlt“ über weitere Einschränkungen sozialer Medien. Der Vorschlag würde Menschen, die bewusst an einer Revolte teilgenommen haben, verpflichten, die finanziellen Folgen der Schäden zu tragen. In denselben parlamentarischen Debatten werden weitere Maßnahmen zur Einschränkung des Zugangs zu sozialen Medien erörtert. Der Sperrplan selbst wurde nicht umgesetzt.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Ziare.comDie französische Regierung verhandelte heimlich über eine totale Sperrung des Internets und der sozialen Medien während der UnruhenGuvernul francez a negociat în secret blocarea totală a internetului și a rețelelor sociale în timpul revoltelor · Original auf Rumänisch
- ΣΚΑΪFrankreich: Warum der Plan zur Sperrung sozialer Medien nicht aktiviert wurdeΓαλλία: Γιατί δεν ενεργοποιήθηκε το σχέδιο αποκλεισμού των social media · Original auf Griechisch
- NewsITEnthüllung in Frankreich: Die Regierung plante eine Sperrung sozialer Medien und des mobilen Internets für die Proteste am SamstagΑποκάλυψη στη Γαλλία: Η κυβέρνηση σχεδίαζε "μπλόκο" στα social media και στο διαδίκτυο από κινητά για τις διαδηλώσεις το Σάββατο · Original auf Griechisch
- G4Media.roPOLITICO: Frankreich erwog angesichts der Proteste die Sperrung sozialer Medien und des mobilen InternetsPOLITICO: Franța a luat în calcul blocarea rețelelor sociale și a internetului mobil pe fondul protestelor · Original auf Rumänisch
- Sébastien Lecornu
- Französischer Premierminister, der den Brief an die Telekommunikationsbetreiber schickte, damit diese Plattformsperren vorbereiten
- Orte
- Paris, Frankreich
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