Wahlen · Miami, Puerto Iguazú und Guayaquil
Flávio Bolsonaro fliegt nach der Niederlage in der Stichwahl nach Miami und erklärt sich selbst zum Anführer
Flávio Bolsonaro, der die Präsidentschaftsstichwahl in Brasilien gegen Luiz Inácio Lula da Silva verloren hat, verließ das Land an Bord eines Charterflugs und landete am Mittwoch, dem 28. Oktober, in Miami, wo er sich selbst zum Anführer des Landes erklärte.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von naTemat.pl, Rzeczpospolita und polsatnews.pl. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Der Oberste Gerichtshof gab Flávio Bolsonaro 24 Stunden nach der Stichwahl vom 25. Oktober Zeit, seinen Pass abzugeben. Als die Frist ablief, war er nicht mehr in Brasilien; die Behörden annullierten daraufhin seine Dokumente.
Argentinische Zeitungen berichteten unter Berufung auf La Nación, ein Mittelsmann habe rund 140.000 Dollar im Voraus für eine Gulfstream G400 gezahlt, die von Puerto Iguazú nach Miami fliegen sollte. Die Maschine startete nach Mitternacht zwischen dem 27. und 28. Oktober mit vier Passagieren.
Am Mittwoch, 28. Oktober, sagte Trump, die Vereinigten Staaten hätten Bolsonaro ins Land gelassen, und er werde sich nicht einmischen. Die Familie sei in Brasilien sehr unfair behandelt worden, fügte er hinzu.
Laut TSE-Daten gewann Lula knapp 51,8 Prozent der gültigen Stimmen gegen etwas mehr als 48,2 Prozent für Bolsonaro. Berichte nennen einen Vorsprung von 4,4 Millionen in einer Darstellung und etwa 4,5 Millionen in einer anderen; Bolsonaro erkennt das Ergebnis nicht an.

- 26.10.Gulfstream G400 landet in Puerto Iguazú; der für 2 Uhr geplante Abflug wird verpasst
- 28.10.Die Maschine startet mit vier Passagieren in Puerto Iguazú, darunter Bolsonaro, seine Frau und zwei Töchter
- 28.10.Bolsonaro landet am Flughafen Miami-Opa Locka
Stichwahlniederlage und Passanordnung
Flávio Bolsonaro verlor die Präsidentschaftsstichwahl am 25. Oktober gegen den amtierenden linken Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva. Der Oberste Gerichtshof (STF), der Ermittlungen gegen ihn führt, hatte ihm 24 Stunden Zeit gegeben, seinen Pass abzugeben. Er kam der Aufforderung nicht nach, und nach Ablauf der Frist annullierten die brasilianischen Behörden seine Dokumente und versetzten die Grenzschützer in Alarmbereitschaft – doch er befand sich bereits außerhalb des Landes. Ein Gericht hatte ihm die Ausreise aus Brasilien untersagt. Die Verfahren gegen ihn betreffen eine mutmaßliche ausländische Finanzierung seines Wahlkampfs, Geldwäsche und Steuerhinterziehung; eine Straftat wird ihm bislang nicht zur Last gelegt.
Das umstrittene Ergebnis
Laut Zahlen des Wahlgerichts TSE erhielt Lula knapp 51,8 Prozent der gültigen Stimmen, Bolsonaro etwas mehr als 48,2 Prozent. Der Vorsprung wird in einer Darstellung mit 4,4 Millionen Stimmen angegeben, in einer anderen mit etwa 4,5 Millionen. Bolsonaro weigert sich, das Ergebnis anzuerkennen, und argumentiert, der TSE, der seiner Darstellung nach von Lula kontrolliert wird, habe die Abstimmung um zwei Stunden verlängert. Sein Vater, der frühere Präsident Jair Bolsonaro, verbüßt nach Angaben von naTemat eine 27-jährige Haftstrafe wegen des Versuchs eines Staatsstreichs nach der Wahl 2022. Bei seiner Ankunft in Miami erklärte Flávio Bolsonaro sich selbst zum Anführer des Landes und bezeichnete die Abstimmung als Staatsstreich und als "mathematische Unmöglichkeit".
Der Charterflug aus Argentinien
Argentinische Zeitungen berichteten unter Berufung auf La Nación, am Montag, dem 26. Oktober, habe ein amerikanischer Mittelsmann bei der Charterfirma Baires Fly einen Flug für acht brasilianische Passagiere von Puerto Iguazú nach Miami gebucht. Die Firma kannte den Mittelsmann nicht und verlangte eine Vorauszahlung von rund 140.000 Dollar. Innerhalb von zwei Stunden stand eine Gulfstream G400 mit zwei Piloten und einem Flugbegleiter in Buenos Aires abflugbereit. Das Flugzeug erreichte Puerto Iguazú vor Mitternacht, doch der für 2 Uhr geplante Abflug wurde verpasst, weil die brasilianischen Passagiere nicht erschienen, und die Crew kehrte in ein Hotel zurück. Die Maschine startete nach Mitternacht zwischen Dienstag und Mittwoch, dem 27. und 28. Oktober, mit vier Personen an Bord: Bolsonaro, seine Frau und zwei Töchter, mit einem Zwischenstopp in Guayaquil in Ecuador.
Dieselben Zeitungen berichteten, die Regierung Trump sei an der Planung der Reise aktiv beteiligt gewesen. Die Familie erreichte den Flughafen in einem weißen Van mit brasilianischen Kennzeichen; unklar ist, ob sie die gesamte Strecke von Brasília aus mit dem Auto zurücklegte, was etwa 20 Stunden Fahrzeit bedeutet.Ankunft in Miami und Reaktionen
Bolsonaro landete am Morgen des Mittwoch, 28. Oktober, am Flughafen Miami-Opa Locka, während Fotografen festhielten, wie Mitarbeiter und Leibwächter Regenschirme hochhielten, um sein Gesicht zu verdecken. Er dankte Donald Trump und dem argentinischen Präsidenten Javier Milei dafür, dass sie ihm bei der Ausreise aus Brasilien geholfen hätten; ihm und seiner Familie wurden in Miami US-Visa ausgestellt. Trump sagte am Mittwochabend vor Reportern vor seinem Flug nach Ohio, die Vereinigten Staaten hätten Bolsonaro ins Land gelassen, er selbst werde sich nicht einmischen, und die Wahlen seien sehr seltsam gewesen. Die Familie sei in Brasilien sehr unfair behandelt worden, sagte er, und er habe in der Abstimmung keine Partei ergriffen. Auf die Frage nach Bolsonaros Anspruch, Brasilien zu führen, wollte Trump nicht eingehen. Nach Angaben von naTemat bereiten die brasilianischen Behörden offenbar Haftbefehle gegen ihn vor, während in Brasilien weiterhin mehrere Verfahren gegen ihn laufen.
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Quellen und Kontext
- naTemat.plVater hinter Gittern, Sohn im Exil. Flávio Bolsonaro erklärt sich zum Präsidenten von Brasilien.. in den USAOjciec za kratami, syn na wygnaniu. Flávio Bolsonaro ogłasza się prezydentem Brazylii.. w USA · Original auf Polnisch
- RzeczpospolitaNächtliche Flucht der Familie Bolsonaro in die USA und eine Rechnung über 140.000 DollarNocna ucieczka rodziny Bolsonaro do USA i rachunek na 140 tys. dolarów · Original auf Polnisch
- polsatnews.pl„Wir haben ihn reingelassen“. Trump über die Hintergründe von Bolsonaros Ankunft in den USA"Pozwoliliśmy mu". Trump o kulisach przybycia Bolsonaro do USA · Original auf Polnisch
- Flávio Bolsonaro
- Senator und früherer Präsidentschaftskandidat, der die Stichwahl verlor und Brasilien in Richtung Miami verließ
- Jair Bolsonaro
- Früherer Präsident, der nach Angaben von naTemat eine 27-jährige Haftstrafe wegen des Versuchs eines Staatsstreichs nach der Wahl 2022 verbüßt
- Luiz Inácio Lula da Silva
- Amtierender linker Präsident, der die Stichwahl gegen Flávio Bolsonaro gewann
- Donald Trump
- US-Präsident, der sich zu dem Fall äußerte und dessen Regierung Berichten zufolge an der Reise beteiligt war
- Javier Milei
- Argentinischer Präsident, dem Bolsonaro für die Hilfe bei seiner Ausreise aus Brasilien dankte
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