Makroökonomie · Washington
Fed dürfte am 28. Oktober trotz hoher Inflation die Zinsen unverändert lassen
Märkte und die meisten Ökonomen erwarten, dass die Federal Reserve ihren Leitzins unverändert lässt, wenn sie ihre Entscheidung am 28. Oktober um 19:00 Uhr bekannt gibt – bei einer Inflation von 3,7% und einer weiterhin im Raum stehenden Erhöhung im Dezember.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von EL PAÍS, AP NEWS, Bloomberg Business und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Die meisten Ökonomen erwarten, dass der Leitzins bei 3,75% bis 4% bleibt, wenn die Fed am 28. Oktober um 19:00 Uhr ihre Entscheidung bekannt gibt. Terminkontrakte messen einer Bewegung auf 4% bis 4,25% laut El País nur etwa 10% Wahrscheinlichkeit bei.
Fitch Ratings errechnet, dass 46% der Komponenten des US-Verbraucherpreisindex im September um mehr als 3% gegenüber dem Vorjahr stiegen, gegenüber 36% in der Eurozone und 32% in Kanada.
Die Anleger erwarten überwiegend eine Erhöhung im Dezember, also nach den Zwischenwahlen, und zahlreiche Notenbanker haben laut The New York Times Unterstützung dafür signalisiert.
Der durchschnittliche Zinssatz für 30-jährige Hypotheken erreichte im Oktober mit 7,4% ein Drei-Jahres-Hoch, und Oxford Economics zufolge können sich seit Jahresbeginn 5 Millionen weitere Amerikaner den Kauf eines Hauses nicht mehr leisten.
- September 2026Die Fed hebt ihren Leitzins an, die erste Erhöhung seit Juli 2023
- 28.10.Die Fed gibt ihre Zinsentscheidung bekannt, weithin wird eine Pause erwartet
- Dezember 2026Letzte geldpolitische Sitzung des Jahres, bei der weithin eine weitere Erhöhung erwartet wird
Die Entscheidung am 28. Oktober
Die Federal Reserve gibt ihre Zinsentscheidung am 28. Oktober um 19:00 Uhr bekannt, weniger als eine Woche vor den US-Zwischenwahlen. Die meisten Ökonomen erwarten, dass der Leitzins in der Spanne von 3,75% bis 4% bleibt, dem im September festgelegten Niveau. Die WirtschaftsWoche und The New York Times nennen beide diese Spanne, während AP den Schritt vom September als Anhebung von etwa 3,6% auf 3,9% beschreibt – die Quellen geben das Band also unterschiedlich an. Die Erhöhung im September war die erste der Fed seit Juli 2023. Vorsitzender Kevin Warsh wird nach der Entscheidung in einer Pressekonferenz Fragen beantworten, wobei seine Formulierungen zu den nächsten Schritten genau verfolgt werden dürften. Präsident Donald Trump kritisierte den Schritt vom September, machte dafür aber weitgehend das geldpolitische Gremium und nicht Warsh verantwortlich, den er selbst ernannt hatte.
Die Inflation bleibt hartnäckig hoch
Die Verbraucherpreise stiegen im September um 3,7% gegenüber dem Vorjahr, nahe dem höchsten Stand seit mehr als drei Jahren, vor allem getrieben von den Energiekosten, nachdem die Öl- und Gaspreise während des Iran-Kriegs gestiegen waren. Fitch Ratings errechnet, dass 46% der Komponenten des US-Verbraucherpreisindex im September um mehr als 3% gegenüber dem Vorjahr stiegen – doppelt so viel wie im Zeitraum 2018–2019. Die vergleichbaren Anteile lagen bei 36% in der Eurozone und 32% in Kanada. Axios berichtet, der hawkishe Flügel des geldpolitischen Ausschusses habe begonnen, seine Bedenken deutlicher zu äußern, und bei der Sitzung am 28. Oktober seien mehrere abweichende Voten möglich. Die Präsidentin der Cleveland Fed, Beth Hammack, beschrieb die Belastungen Anfang des Monats mit diesen Worten:
„Ich sehe den Inflationsdruck als relativ breit gefächert und nicht auf eine einzige Komponente konzentriert.“
Ihre Äußerungen deuten auf Preisdruck über Energie hinaus hin – die Hauptsorge jener Notenbanker, die eine schnellere Rückkehr zum 2%-Ziel wollen.
- Vereinigte Staaten
- 46 %
- Eurozone
- 36 %
- Kanada
- 32 %
Daten aus dem Artikeltext
Arbeitsmarkt und Hypotheken
Der Arbeitsmarkt hat sich besser gehalten als die Preise. Die Arbeitslosigkeit blieb im September niedrig, und die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe bewegten sich laut Axios nahe langjähriger Tiefststände. Das monatliche Beschäftigungswachstum verlangsamte sich im September allerdings – eine Verschiebung, die The New York Times als Zeichen dafür wertet, dass die geldpolitischen Einstellungen für die Wirtschaft nicht übermäßig straff sind. Der durchschnittliche Zinssatz für 30-jährige Hypotheken erreichte im Oktober mit 7,4% ein Drei-Jahres-Hoch und hat sich seither leicht entspannt. Oxford Economics schätzt, dass sich seit Jahresbeginn 5 Millionen weitere Amerikaner wegen der höheren Hypothekenzinsen den Kauf eines Hauses nicht mehr leisten können.
Märkte und die Dezember-Sitzung
Terminkontrakte messen einer Bewegung der Zinsspanne von 3,75% bis 4% auf eine Spanne von 4% bis 4,25% nur etwa 10% Wahrscheinlichkeit bei, berichtet El País. Die Anleger erwarten überwiegend eine Erhöhung im Dezember, also auf einer Sitzung nach den Zwischenwahlen. Zahlreiche Fed-Vertreter haben bereits Unterstützung für eine Zinserhöhung bei der letzten Sitzung des Jahres signalisiert, mit dem Ziel einer zeitnäheren Rückkehr zum 2%-Ziel nach sechs Jahren der Überschreitung. Loretta Mester, die die Federal Reserve Bank of Cleveland bis 2024 leitete, begründete einen weiteren Schritt so:
„Die wirtschaftliche Lage spricht für eine weitere Zinserhöhung.“
Analysten von UBS erwarten, dass Warsh den Reportern sagen wird, die Notenbank habe bei der Inflation noch Arbeit vor sich – eine Botschaft, die sie mit der Nähe der Wahlen in Verbindung bringen.
Was Warsh erklären muss
Warsh hat es im Allgemeinen vermieden, ausdrückliche Hinweise auf die nächsten Schritte zu geben. AP erwartet, dass er den Wunsch der Fed nach einer „zeitnäheren“ Rückkehr der Inflation zum 2%-Ziel wiederholen wird. Hält die Fed die Zinsen, dürfte er erklären müssen, warum die Pause zu diesem Ziel passt; und Axios merkt an, das Erscheinungsbild sei schlecht, wenn die Pause darauf ausgelegt scheine, einen Schritt unmittelbar vor den Zwischenwahlen zu vermeiden. Die nächste Sitzung im Dezember ist diejenige, bei der Wall-Street-Anleger weithin eine weitere Erhöhung erwarten.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- EL PAÍSDie Fed trifft sich sechs Tage vor den US-Wahlen, jedoch mit weniger MarktdruckLa Fed se reúne seis días antes de las elecciones de EE UU pero con menos presión del mercado · Original auf Spanisch
- AP NEWSFederal Reserve wird Zinserhöhung trotz erhöhter Inflation wahrscheinlich auslassenFederal Reserve likely to skip rate hike despite elevated inflation · Original auf Englisch
- Bloomberg BusinessFed wird voraussichtlich Zinsen halten mit Blick auf Dezember: Leitfaden zum EntscheidungstagFed Expected to Hold Rates With Nod to December: Decision-Day Guide · Original auf Englisch
- Bloomberg BusinessZinsentscheidung der Fed fällt wenige Tage vor den ZwischenwahlenFed's Rate Decision Lands Days Before Midterm Elections · Original auf Englisch
- Kevin Warsh
- Vorsitzender der Federal Reserve, leitet die Entscheidung und die Pressekonferenz
- Donald Trump
- Präsident der Vereinigten Staaten, der die Zinserhöhung vom September kritisierte
- Beth Hammack
- Präsidentin der Federal Reserve Bank of Cleveland
- Loretta Mester
- Ehemalige Präsidentin der Federal Reserve Bank of Cleveland bis 2024
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