Makroökonomie · Washington

Fed dürfte am 28. Oktober trotz hoher Inflation die Zinsen unverändert lassen

Märkte und die meisten Ökonomen erwarten, dass die Federal Reserve ihren Leitzins unverändert lässt, wenn sie ihre Entscheidung am 28. Oktober um 19:00 Uhr bekannt gibt – bei einer Inflation von 3,7% und einer weiterhin im Raum stehenden Erhöhung im Dezember.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von EL PAÍS, AP NEWS, Bloomberg Business und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Washington · Vereinigte Staaten
Wie es dazu kam
  1. September 2026Die Fed hebt ihren Leitzins an, die erste Erhöhung seit Juli 2023
  2. 28.10.Die Fed gibt ihre Zinsentscheidung bekannt, weithin wird eine Pause erwartet
  3. Dezember 2026Letzte geldpolitische Sitzung des Jahres, bei der weithin eine weitere Erhöhung erwartet wird

Die Entscheidung am 28. Oktober

Die Federal Reserve gibt ihre Zinsentscheidung am 28. Oktober um 19:00 Uhr bekannt, weniger als eine Woche vor den US-Zwischenwahlen. Die meisten Ökonomen erwarten, dass der Leitzins in der Spanne von 3,75% bis 4% bleibt, dem im September festgelegten Niveau. Die WirtschaftsWoche und The New York Times nennen beide diese Spanne, während AP den Schritt vom September als Anhebung von etwa 3,6% auf 3,9% beschreibt – die Quellen geben das Band also unterschiedlich an. Die Erhöhung im September war die erste der Fed seit Juli 2023. Vorsitzender Kevin Warsh wird nach der Entscheidung in einer Pressekonferenz Fragen beantworten, wobei seine Formulierungen zu den nächsten Schritten genau verfolgt werden dürften. Präsident Donald Trump kritisierte den Schritt vom September, machte dafür aber weitgehend das geldpolitische Gremium und nicht Warsh verantwortlich, den er selbst ernannt hatte.

Die Inflation bleibt hartnäckig hoch

Die Verbraucherpreise stiegen im September um 3,7% gegenüber dem Vorjahr, nahe dem höchsten Stand seit mehr als drei Jahren, vor allem getrieben von den Energiekosten, nachdem die Öl- und Gaspreise während des Iran-Kriegs gestiegen waren. Fitch Ratings errechnet, dass 46% der Komponenten des US-Verbraucherpreisindex im September um mehr als 3% gegenüber dem Vorjahr stiegen – doppelt so viel wie im Zeitraum 2018–2019. Die vergleichbaren Anteile lagen bei 36% in der Eurozone und 32% in Kanada. Axios berichtet, der hawkishe Flügel des geldpolitischen Ausschusses habe begonnen, seine Bedenken deutlicher zu äußern, und bei der Sitzung am 28. Oktober seien mehrere abweichende Voten möglich. Die Präsidentin der Cleveland Fed, Beth Hammack, beschrieb die Belastungen Anfang des Monats mit diesen Worten:

„Ich sehe den Inflationsdruck als relativ breit gefächert und nicht auf eine einzige Komponente konzentriert.“

Beth Hammack, Präsidentin

Ihre Äußerungen deuten auf Preisdruck über Energie hinaus hin – die Hauptsorge jener Notenbanker, die eine schnellere Rückkehr zum 2%-Ziel wollen.

Anteil der US-Verbraucherpreis-Komponenten mit einem Anstieg von über 3% gegenüber dem Vorjahr, September%
Vereinigte Staaten
46 %
Eurozone
36 %
Kanada
32 %

Daten aus dem Artikeltext

Arbeitsmarkt und Hypotheken

Der Arbeitsmarkt hat sich besser gehalten als die Preise. Die Arbeitslosigkeit blieb im September niedrig, und die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe bewegten sich laut Axios nahe langjähriger Tiefststände. Das monatliche Beschäftigungswachstum verlangsamte sich im September allerdings – eine Verschiebung, die The New York Times als Zeichen dafür wertet, dass die geldpolitischen Einstellungen für die Wirtschaft nicht übermäßig straff sind. Der durchschnittliche Zinssatz für 30-jährige Hypotheken erreichte im Oktober mit 7,4% ein Drei-Jahres-Hoch und hat sich seither leicht entspannt. Oxford Economics schätzt, dass sich seit Jahresbeginn 5 Millionen weitere Amerikaner wegen der höheren Hypothekenzinsen den Kauf eines Hauses nicht mehr leisten können.

Märkte und die Dezember-Sitzung

Terminkontrakte messen einer Bewegung der Zinsspanne von 3,75% bis 4% auf eine Spanne von 4% bis 4,25% nur etwa 10% Wahrscheinlichkeit bei, berichtet El País. Die Anleger erwarten überwiegend eine Erhöhung im Dezember, also auf einer Sitzung nach den Zwischenwahlen. Zahlreiche Fed-Vertreter haben bereits Unterstützung für eine Zinserhöhung bei der letzten Sitzung des Jahres signalisiert, mit dem Ziel einer zeitnäheren Rückkehr zum 2%-Ziel nach sechs Jahren der Überschreitung. Loretta Mester, die die Federal Reserve Bank of Cleveland bis 2024 leitete, begründete einen weiteren Schritt so:

„Die wirtschaftliche Lage spricht für eine weitere Zinserhöhung.“

Loretta Mester, Ehemalige Präsidentin

Analysten von UBS erwarten, dass Warsh den Reportern sagen wird, die Notenbank habe bei der Inflation noch Arbeit vor sich – eine Botschaft, die sie mit der Nähe der Wahlen in Verbindung bringen.

Was Warsh erklären muss

Warsh hat es im Allgemeinen vermieden, ausdrückliche Hinweise auf die nächsten Schritte zu geben. AP erwartet, dass er den Wunsch der Fed nach einer „zeitnäheren“ Rückkehr der Inflation zum 2%-Ziel wiederholen wird. Hält die Fed die Zinsen, dürfte er erklären müssen, warum die Pause zu diesem Ziel passt; und Axios merkt an, das Erscheinungsbild sei schlecht, wenn die Pause darauf ausgelegt scheine, einen Schritt unmittelbar vor den Zwischenwahlen zu vermeiden. Die nächste Sitzung im Dezember ist diejenige, bei der Wall-Street-Anleger weithin eine weitere Erhöhung erwarten.

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