Wirtschaft · Frankfurt, Siena und Mailand

EZB genehmigt Intesa Sanpaolos Übernahmeangebot für Monte dei Paschi – Hauptversammlung entscheidet am 29. Oktober

Die Bank von Italien genehmigte am selben Tag, und die Aktionäre von Monte dei Paschi stimmen am Donnerstag, 29. Oktober, über Abwehrofferten ab, deren Ablehnung Intesa verlangt.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Il Messaggero, Handelsblatt, La Repubblica.it und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Frankfurt, Siena, Mailand · Deutschland, Italien
Wie es dazu kam
  1. 29.10.MPS-Aktionäre stimmen über Abwehrofferten und eine Dividende von 4 Milliarden Euro ab
  2. Anfang November 2026Billigung des Angebotsdokuments durch die Consob erwartet
  3. Zweite Novemberhälfte 2026Kartellentscheidung erwartet; Angebot könnte starten

Die Aufsichtsbehörden räumen die erste Hürde

Die Europäische Zentralbank hat Intesa Sanpaolo genehmigt, eine direkte Mehrheitsbeteiligung an Monte dei Paschi di Siena (MPS) zu erwerben – der zentrale Schritt des freiwilligen öffentlichen Umtauschangebots, einer sogenannten OPAS, das am 8. Juni gestartet wurde. Dieselbe Genehmigung umfasst indirekte Mehrheitsbeteiligungen an Wise Dialog Bank, Mediobanca, Mediobanca Premier und Compass Banca sowie eine qualifizierte indirekte Beteiligung an Banca Progetto. Der Wert dieser Beteiligungen und ihrer Tochtergesellschaften übersteigt 10 % der konsolidierten Eigenmittel der Bankengruppe Intesa Sanpaolo. Am selben Tag erteilte die Bank von Italien eine parallele vorbeugende Genehmigung für indirekte Mehrheitsbeteiligungen an Monte Paschi Fiduciaria, Spafid, Mbps Leasing, Mbcredit Solutions, Mbfacta und Mediobanca Sgr. Sie gab zudem qualifizierte Beteiligungen an Fidi Toscana und an Vermögensverwaltungsgesellschaften der Generali-Gruppe frei.

Generali im Zentrum der Transaktion

Nach dem Angebot würde Intesa eine indirekte Beteiligung an Assicurazioni Generali halten, die das Handelsblatt mit 13,4 % und Il Sole 24 Ore mit 13,3 % beziffern. Diese Position entsteht über MPS, das Mediobanca im Jahr 2025 übernommen hat, und Mediobanca hält den Anteil an dem Versicherer. Carlo Messina, Vorstandsvorsitzender von Intesa, sagt, Ziel sei es, die Ersparnisse in Italien zu stabilisieren und die Unabhängigkeit von Generali zu schützen:

„Wir können die Ersparnisse in unserem Land stabilisieren und die Unabhängigkeit von Generali sichern, die nicht mehr übernehmbar ist, sobald wir mehr als 13 % halten.“

Carlo Messina, Vorstandsvorsitzender von Intesa Sanpaolo

Messina wies auch die Vorstellung zurück, bei der Transaktion gehe es um Macht. Er sagte, Macht interessiere ihn nicht, er konzentriere sich darauf, den Aktionären gerecht zu werden, und Intesa werde diese Beteiligung mit UniCredit, Delfin, Caltagirone und Benetton teilen, ohne sich in die Unternehmensführung einzumischen. Das Handelsblatt berichtet, Intesa habe zugestimmt, die Hälfte der MPS-Filialen an den Versicherer Unipol zu verkaufen, um kartellrechtliche Bedenken auszuräumen, und Unipol plane, sie mit den Filialen von BPER zusammenzulegen.

Aktionärsabstimmung am 29. Oktober

Am Donnerstag, 29. Oktober, kommen die Aktionäre von MPS in Siena zusammen, um über zwei alternative Umtauschangebote abzustimmen, die die Bank für Banco BPM und Banca Generali aufgelegt hat, sowie über eine Sonderdividende von 4 Milliarden Euro. Intesa betrachtet die Ablehnung dieser Maßnahmen als notwendige Bedingung für das eigene Angebot. Für eine Zustimmung sind zwei Drittel der anwesenden Stimmen erforderlich. Repubblica schätzt die Präsenz auf rund 70 % und berichtet, dass 35 % bereits ein Nein angekündigt haben. Il Sole 24 Ore schreibt, eine Sperrminorität von nahezu 40 % des Kapitals mache den Ausgang praktisch sicher. Banco BPM entschied sich, seine 3,75-%-Beteiligung nicht zu hinterlegen, und verwies auf rechtliche Zwänge und einen Interessenkonflikt, während das Finanzministerium, das 4,86 % hält, nicht vertreten sein wird.

Bei der Abstimmung am 29. Oktober nicht vertretene MPS-Anteile%
Finanzministerium (nicht vertreten)
4.86 %
Banco BPM (nicht hinterlegt)
3.75 %

Daten aus dem Artikeltext

Zeitplan und ausstehende Genehmigungen

Intesa benötigt noch die übrigen aufsichtsrechtlichen Genehmigungen, die Il Sole 24 Ore bis Ende Oktober erwartet, bevor der Prospekt bei der Consob eingereicht wird. Das Handelsblatt rechnet damit, dass die Consob das Angebotsdokument Anfang November billigt. Dem Messaggero zufolge könnte das Angebot unabhängig vom Zeitplan der Kartellbehörde in der zweiten Novemberhälfte beginnen, während Il Sole 24 Ore bei reibungslosem Verlauf einen Start bis Mitte November annimmt. Das Handelsblatt erwartet die Kartellentscheidung in der zweiten Novemberhälfte. Kartellamtschef Saverio Valentino sagte in der Woche des 19. Oktober, Intesa müsse möglicherweise Verhaltensauflagen akzeptieren, damit ihre Beteiligung eine rein finanzielle Investition bleibe.

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