Sicherheit · Mailand, Legnano und Saint-Tropez
Mailänder Staatsanwaltschaft beantragt Prozess gegen Ex-Frau, die einen Finanzmanager 20 Monate lang misshandelt haben soll
Die Mailänder Staatsanwaltschaft will die frühere Ehefrau eines 51-jährigen Finanzmanagers wegen mutmaßlicher Misshandlungen und einer Überweisung von 200.000 Euro vor Gericht bringen. Ob es zum Prozess kommt, entscheidet ein Richter der Vorverhandlung in einer Sitzung am 24. März 2027.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Open, ANSA.it, Il Messaggero und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Staatsanwältin Barbara Benzi beantragte, die frühere Ehefrau wegen Misshandlung, erschwerter Körperverletzung und Ausnutzung einer schutzbedürftigen Person anzuklagen. Richter Fabrizio Filice entscheidet in einer für den 24. März 2027 angesetzten Sitzung.
Am 11. Oktober 2024 ging der 51-jährige Manager in die Notaufnahme von Legnano; er wog 53 Kilogramm. Ärzte diagnostizierten eine organische Auszehrung und dokumentierten Zigarettenverbrennungen an Kopf und Armen.
Die Staatsanwaltschaft prüfte zunächst einen Foltervorwurf, ließ ihn aber fallen, weil die rechtlichen Voraussetzungen nicht vorlägen. Die Anwälte des Managers fordern, ihn in die Anklage aufzunehmen.
Die Frau soll 200.000 Euro auf ihr eigenes Konto transferiert haben; darauf stützt sich der Vorwurf der Ausnutzung einer schutzbedürftigen Person. Ein Bericht nennt eine Summe von 20.000 Euro.
- Februar 2023Ein heftiger Streit in einem Mailänder Wohnhaus markiert den Beginn der mutmaßlichen Misshandlungen
- 9.10.Der Manager wird bei seiner Flucht nahe Saint-Tropez gesehen und später ins Krankenhaus gebracht
- 11.10.Er erscheint mit Verbrennungen in der Notaufnahme von Legnano; Diagnose organische Auszehrung
- 24.03.Vorverhandlung vor Richter Fabrizio Filice zur Entscheidung über den Prozessantrag
Staatsanwaltschaft beantragt Prozess
Die Mailänder Staatsanwaltschaft hat beantragt, die frühere Ehefrau eines 51-jährigen Finanzmanagers vor Gericht zu stellen. Staatsanwältin Barbara Benzi wirft ihr Misshandlung, eine durch Grausamkeit erschwerte Körperverletzung sowie die Ausnutzung einer schutzbedürftigen Person (circonvenzione d'incapace) vor. Die Frau war zugleich Geschäftspartnerin des Managers und ist die einzige namentlich genannte Beschuldigte in der Akte. Benzi ließ einen zunächst erwogenen Foltervorwurf fallen, weil die rechtlichen Voraussetzungen dafür aus Sicht der Staatsanwaltschaft nicht vorlagen. Der Richter der Vorverhandlung, Fabrizio Filice, entscheidet in einer für den 24. März 2027 angesetzten Sitzung, ob das Verfahren eröffnet wird.
Was der Manager vorwirft
Seine Anzeige schildert Monate körperlicher und psychischer Gewalt, die im Februar 2023 nach einem heftigen Streit in einem Mailänder Wohnhaus im Zentrum begannen, in dem das Paar lebte. Laut der Anzeige warf sie ihm Besuche bei Prostituierten und eine Pornografie-Obsession vor und behauptete, er habe sie mit Hepatitis B angesteckt. Die Ermittlungen ergaben später, dass die Hepatitis-Behauptung falsch war, was dem Manager damals Berichten zufolge nicht bekannt war. Er gibt an, sie habe ihm anschließend Telefon, Internetzugang, Ausweisdokumente und Bargeld weggenommen und ihn in der Wohnung oder auf dem Familienboot festgehalten. Berichte beschreiben, wie er mit einem Telefon blutig geschlagen wurde und wie sie ihn zwang, aus dem Hundebowl zu essen. Ärzten gegenüber sagte er, seine Frau sei für seinen Zustand verantwortlich.
Saint-Tropez und Legnano
Am 9. Oktober 2024 wurde der Manager im Gebiet von Saint-Tropez an der französischen Riviera gesehen, wie er flüchtete und sich in den Gassen rund um den Hafen versteckte, bevor er ein Hotel erreichte. Dort verlor er das Bewusstsein und wurde ins Krankenhaus gebracht. Er wog 53 Kilogramm und hatte laut einer Darstellung kein Geld und keine Papiere bei sich. Zwei Tage später, am 11. Oktober, ging er in die Notaufnahme des Krankenhauses von Legnano bei Mailand. Ärzte diagnostizierten eine „organische Auszehrung“ und hielten „prekäre hygienische Verhältnisse“ fest, dazu Zigarettenverbrennungen an Kopf, Armen und anderen Körperstellen.
Videoaufnahmen und eine Gegenanzeige
Das Boot des Paares war mit Überwachungskameras ausgestattet, und in der Verfahrensakte liegen 30.000 Videos, die die Misshandlungen dokumentieren sollen. Die Frau hatte ihrerseits Gegenanzeige gegen ihren früheren Ehemann erstattet. Im Juni verwahrte ein Mailänder Ermittlungsrichter (gip) diese Anzeige und nannte sie ein offensichtliches und verspätetes Manöver, das die Ermittlungen nach der Flucht des Ehemanns in eine bestimmte Richtung lenken sollte. Auch die Höhe des Betrags ist umstritten: Die meisten Berichte nennen eine Überweisung von 200.000 Euro auf ihr Konto, ein Bericht spricht von 20.000 Euro.
Wie es weitergeht
Die Anwälte des Managers wollen den Foltervorwurf in der Anklage sehen und fordern eine Entschädigung von mehr als einer Million Euro. Ihrer Darstellung zufolge lebte er 20 Monate in ständiger Angst. Inzwischen wohnt er wieder bei seinen Eltern; seine Anwälte beschreiben ihn als psychisch zerstört. Richter Filice muss nun entscheiden, ob die Beweislage einen Prozess rechtfertigt; die Sitzung am 24. März 2027 ist der nächste formelle Schritt.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Open„Meine Frau zwang mich, aus dem Hundenapf zu essen“: Mailänder Unternehmer fast zwei Jahre lang misshandelt, sie riskiert nun einen Prozess"Mia moglie mi costringeva a mangiare dalla ciotola del cane": imprenditore milanese seviziato per quasi due anni, lei ora rischia il processo · Original auf Italienisch
- ANSA.itManager von Ex-Frau misshandelt, die Gewalt in 30.000 VideosManager seviziato dall'ex moglie, le violenze in 30mila video - Notizie · Original auf Italienisch
- Il Messaggero„Ein Jahr lang von meiner Frau misshandelt, sie zwang mich, aus dem Hundenapf zu essen. Ich wog 53 Kilo, ich war ein Geist“. Mailänder Managerin angezeigt"Seviziato da mia moglie per un anno, mi costringeva a mangiare nella ciotola del cane. Pesavo 53 chili, ero un fantasma". Denunciata una manager milanese · Original auf Italienisch
- FanpageManager beschuldigt Ex-Frau, ihn 20 Monate lang misshandelt und eingesperrt zu haben: „Ich wog 53 Kilo, ich war ein Geist“Manager accusa l'ex moglie di averlo seviziato e imprigionato per 20 mesi: "Pesavo 53 chili, ero un fantasma · Original auf Italienisch
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