Sicherheit · Rom und Skyathos

Staatsanwaltschaft fordert lebenslange Haft für Francis Kaufmann im Fall der Morde von Villa Pamphili

Die Staatsanwaltschaft in Rom hat für Francis Kaufmann, der im Juni 2025 seine Partnerin und die gemeinsame Tochter getötet haben soll, eine lebenslange Freiheitsstrafe und drei Jahre Tagesisolierung beantragt.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Fanpage, Adnkronos, Il Sole 24 ORE und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Rom, Skyathos · Italien, Griechenland
Wie es dazu kam
  1. September 2023Die Frau zieht von Omsk in Sibirien nach Malta
  2. 7.06.Zwei Leichen werden in der Villa Pamphili in Rom gefunden
  3. 13.06.Kaufmann wird auf der griechischen Insel Skyathos festgenommen
  4. 26.10.Die Staatsanwaltschaft beantragt eine lebenslange Freiheitsstrafe mit drei Jahren Tagesisolierung

Die Forderung der Staatsanwaltschaft

Die Staatsanwaltschaft in Rom hat beim Ersten Assisenhof eine lebenslange Freiheitsstrafe mit drei Jahren Tagesisolierung für Francis Kaufmann beantragt, einen US-Amerikaner, der beschuldigt wird, seine Partnerin und die gemeinsame Tochter getötet zu haben. Der Antrag wurde am 26. Oktober 2026 im Schlussplädoyer des Staatsanwalts Antonio Verdi gestellt, der die Ermittlungen gemeinsam mit dem stellvertretenden Generalstaatsanwalt Giuseppe Cascini koordiniert hatte. Der Vorwurf lautet auf erschwerten Doppelmord, mit als nichtig und niedrig eingestuften Beweggründen, der Wehrlosigkeit der Opfer, der Gefühlsbindung an die Partnerin und der familiären Bindung zu dem Kind. Zudem wird ihm die Verbergung der Leichen zur Last gelegt. Die beiden Leichen waren am 7. Juni 2025 in der Villa Pamphili gefunden worden, einem Park in Rom.

Von Malta in den Park

Die Frau war eine 28-jährige Russin, die Kaufmann auf der Insel Malta kennenlernte, während sie zu einem Englischkurs unterwegs war. Sie war im September 2023 von Omsk in Sibirien nach Malta gezogen. Verdi erklärte vor Gericht, Kaufmann habe den Namen Rexal Ford benutzt, ein Aliasname, und sich als Filmregisseur ausgegeben. Die drei kamen Anfang April in Rom an und mieteten für einen Monat eine Wohnung am Campo de' Fiori. Ende April wurde Kaufmann wegen nicht gezahlter Miete vor die Tür gesetzt, woraufhin die Mutter und das Kind gezwungen waren, Nächte in der Villa Pamphili zu verbringen. Die Ermittler begannen ihre Suche in dem Park, und der Name Rexal Ford führte sie am 13. Juni 2025 zu einer Festnahme auf der griechischen Insel Skyathos. Kaufmann war nach den Tötungen nach Griechenland geflohen.

Zeugenaussagen

Vor Gericht gehörte Zeugen beschrieben die Frau in den Wochen vor dem Tod als verängstigt. Ein Sicherheitsmitarbeiter eines Restaurants an der Piazza Farnese sagte aus, er sei am 21. Mai zu Hilfe geeilt, nachdem ein Tourist einen blutenden Mann mit einer Frau und einem Mädchen gemeldet habe. Der Mann sei betrunken gewesen und habe eine Kopfwunde gehabt, das Mädchen habe traurig gewirkt und Angst vor dem Mann an seiner Seite gehabt. Beschäftigte des Marktes San Silverio berichteten, die drei seien im April und Mai des vergangenen Jahres häufig beim Essen dort und beim Waschen in öffentlichen Toiletten gesehen worden; einer von ihnen sagte, er habe sie nie miteinander sprechen hören.

Verdi erklärte den Richtern zudem, Polizisten, die Kaufmann betrunken mit dem Mädchen auf der Straße aufgegriffen hätten, seien von ihm in die Irre geführt worden.

„Hätten sie ihre Arbeit richtig gemacht, wäre das kleine Mädchen vielleicht noch am Leben.“

Antonio Verdi

Verteidigung und psychologische Gutachten

Verdi beschrieb den Angeklagten vor Gericht als Manipulator, der sich unter falschen Angaben präsentiere, und wies jede Behauptung einer verminderten Schuldfähigkeit zurück.

„Kaufmann ist kalt, klar im Kopf, manipulativ, ein pathologischer Narzisst, aber er ist nicht unfähig, seine Handlungen zu verstehen und zu wollen.“

Antonio Verdi

Zwei von der Verteidigung beantragte Gutachten, deren Anwalt Francesco Bianco ist, bescheinigten Kaufmann Verhandlungsfähigkeit. Die Eltern der Russin werden von dem Anwalt Mario Angelelli vertreten, der sagte, die Familie habe aus moralischer Pflicht an der Verhandlung teilnehmen wollen, sich die Reise nach Italien aber nicht leisten könne. Angelelli ergänzte, die russischen Behörden hätten nicht auf die Bitte geantwortet, per Videokonferenz auszusagen; andernfalls müsste die Staatsanwaltschaft auf die Aussagen zurückgreifen, die die Eltern bei der Polizei gemacht haben.

Wie es weitergeht

Der nächste Verhandlungstermin ist für den 5. November angesetzt, dann wird die Verteidigung ihre Argumente vortragen. Danach ziehen sich die Richter zur Beratung über das Urteil zurück. Über den Antrag der Staatsanwaltschaft ist noch nicht entschieden, ein Urteil wurde noch nicht gesprochen.

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