Kurz gefasst
Die Polizei nahm einen 44-Jährigen fest; ihm werden versuchter Femizid und häusliche Gewalt vorgeworfen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft ordnete das Ermittlungsgericht Untersuchungshaft an, die die Polizei am 16. Oktober vollstreckte.
Der Mann soll seine Ex-Frau in dem Hotel im Zentrum von Bari, in dem sie arbeitete und wohnte, mit Ethylalkohol übergossen haben. Nachdem das Feuerzeug zu Boden gefallen war und es zu einem Gerangel kam, soll die Frau es aufgehoben und sich selbst in Brand gesetzt haben; ihre Schwester löschte die Flammen mit Wasser.
Die Überwachungskameras am Arbeitsplatz filmten die gesamte Szene, und die Frau hatte im Dezember 2025 Anzeige gegen ihn erstattet. Die Ermittler werten zudem die am Morgen verschickten Drohnachrichten aus.
Die Ermittler gehen davon aus, dass die Misshandlungen 2010 begannen und sich nach der Trennung fortsetzten; einige Episoden sollen sich vor den beiden minderjährigen Kindern des Paares abgespielt haben. Der Mann war der Polizei bereits wegen Straftaten gegen die Person und das Eigentum bekannt.
- 2010Nach Angaben der Ermittler beginnen die Misshandlungen der Frau durch den Mann
- Dezember 2025Die Frau erstattet Anzeige gegen den Mann
- 9.10.Der Mann greift die Frau an ihrem Arbeitsplatz in Bari an
- 16.10.Die Polizei vollstreckt den Haftbefehl bei dem Mann zu Hause
Der Angriff in Bari
Die Polizei in Bari hat einen 44-Jährigen festgenommen; ihm werden versuchter Femizid und häusliche Gewalt vorgeworfen, nachdem er am 9. Oktober seine frühere Ehefrau an ihrem Arbeitsplatz angegriffen hatte. Die Ermittler gehen davon aus, dass er sie in dem Hotel im Stadtzentrum erreichte, in dem sie wohnte und arbeitete, und dass er ihr am Morgen Drohnachrichten geschickt hatte. Anschließend goss er Ethylalkohol über ihr Gesicht und ihren Körper und versuchte, sie mit einem Feuerzeug anzuzünden. Die Ermittler beschreiben das Ziel als Tötung. Nach der bisherigen Rekonstruktion rutschte ihm das Feuerzeug aus der Hand, es kam zu einem kurzen Gerangel, und die Frau hob das Feuerzeug auf und setzte sich selbst in Brand. Ihre Schwester, die in diesem Moment eintraf, hielt Kopf und Oberkörper der Frau unter fließendes Wasser, was weit schwerere Folgen verhinderte. Die Frau erlitt keine schweren Verletzungen.
Beweise und die Festnahme
Überwachungskameras am Arbeitsplatz filmten die gesamte Szene, und die Ermittler stellten die Drohnachrichten im Rahmen der Ermittlungen sicher. Die Frau hatte im Dezember 2025 Anzeige gegen ihn erstattet, und ihre Aussage beschrieb jahrelange körperliche und psychische Misshandlung. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft ordnete das Ermittlungsgericht in Bari Untersuchungshaft an. Die Polizei vollstreckte den Beschluss am 16. Oktober und spürte den Mann bei sich zu Hause auf. Das Gericht sah dringenden Tatverdacht, doch das Verfahren läuft noch, und ein Urteil ist nicht ergangen.
Eine Geschichte der Gewalt
Die Ermittler gehen davon aus, dass die Misshandlungen 2010 begannen und sich nach der Trennung des Paares fortsetzten. Mehrere Episoden, körperliche wie psychische, sollen sich vor den beiden kleinen Kindern des Paares abgespielt haben. Der Tatverdächtige war der Polizei bereits wegen Straftaten gegen die Person und gegen das Eigentum bekannt. Der Fall stützt sich damit auf die Anzeige, die Videoaufnahmen vom Arbeitsplatz und die Nachrichten, die die Ermittler noch auswerten. Die Vorwürfe gegen den Mann sind gerichtlich nicht geprüft.
Was unklar bleibt
Die Quellen machen keine weiteren Angaben zum Gesundheitszustand der Frau, und es ist unklar, ob sie über die berichteten hinaus Verletzungen erlitten hat. Festnahme und Vorwürfe befinden sich im Stadium des Vorverfahrens; der Mann ist der Taten beschuldigt, aber nicht verurteilt.