Makroökonomie · Paris
Frankreichs Wirtschaft schrumpft im dritten Quartal um 0,1 % – Inflation steigt auf 3,4 %
Die Schnellschätzung von Insee weist für das französische BIP von Juli bis September einen Rückgang von 0,1 % aus, während sich die Inflation im Oktober erneut auf 3,4 % im Jahresvergleich beschleunigte.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von BFMTV, 20minutes, LesEchos.fr und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Die Schnellschätzung von Insee zeigt, dass das französische BIP in den drei Monaten bis September 2026 um 0,1 % gesunken ist, nach einem Minus von 0,2 % im ersten Quartal und Stagnation im zweiten. Von Reuters befragte Ökonomen hatten ein Plus von 0,1 % erwartet.
Die Inflation beschleunigte sich im Oktober 2026 auf 3,4 % im Jahresvergleich, nach 3,1 % im September, als Kraftstoffpreise im Zusammenhang mit dem Krieg im Nahen Osten die Teuerung nach oben getrieben hatten.
Die langfristigen Finanzierungskosten erreichten erstmals seit 2002 die Marke von 5 %, und der Spread gegenüber deutschen Bundesanleihen weitete sich im Oktober 2026 auf bis zu 1,7 Prozentpunkte aus.
Die Ausgaben der Haushalte für Waren fielen im September um 0,5 %, den zweiten Monat in Folge, stiegen im dritten Quartal insgesamt aber noch um 0,4 % nach 0,2 % im zweiten.
Die Investitionen sanken im dritten Quartal um 0,6 %, und der Außenhandel kostete das BIP 0,6 Punkte.
Dritte Schrumpfung in Folge
Die am Freitag, 30. Oktober 2026, veröffentlichte Schnellschätzung von Insee weist für das französische BIP im Quartal Juli bis September einen Rückgang von 0,1 % aus. Dem Rückgang war ein Minus von 0,2 % im ersten Quartal und ein stagnierendes zweites Quartal vorausgegangen. Von Reuters befragte Ökonomen hatten ein Plus von 0,1 % erwartet, der Wert lag damit unter den Prognosen. Die Produktion von Waren und Dienstleistungen sank im selben Zeitraum um 0,1 %, wie das Institut mitteilte.
Wirtschaftsminister Roland Lescure reagierte bei France Info und sagte, das Wachstum sei drei Quartale in Folge ausgeblieben. Er machte eine Kombination aus externen und internen Schocks dafür verantwortlich.
„2026 steht die französische Wirtschaft unter einer beispiellosen Kombination externer und interner Schocks still: die Hitzewelle und die Straße von Hormus.“
Lescure betonte zudem die Notwendigkeit, das Wachstum wieder in Gang zu bringen, und drängte nach Angaben von Les Echos auf eine zügige Abstimmung über den Haushalt.
Inflation zieht erneut an
Insee meldete außerdem, dass sich die Inflation im Oktober beschleunigt hat und im Jahresvergleich 3,4 % erreichte, nach 3,1 % im September. Als Treiber der September-Zahl galten die Kraftstoffpreise, die im Zuge des Krieges im Nahen Osten stark gestiegen waren. Der Oktoberwert lag damit noch deutlicher über dem Septemberniveau.
- September 2026
- 3.1 %
- Oktober 2026
- 3.4 %
Daten aus dem Artikeltext
Konsumausgaben, Investitionen und Außenhandel
Die Ausgaben der Haushalte für Waren sanken im September um 0,5 %, ebenso stark wie im August, und damit den zweiten Monat in Folge. Im dritten Quartal insgesamt stiegen die Warenausgaben jedoch noch um 0,4 %, nach einem Plus von 0,2 % im zweiten Quartal. Die Energiekäufe legten im Quartal um 1,2 % zu, während der Lebensmittelkonsum stabil blieb. Auch Käufe von Elektrofahrzeugen sowie Ausgaben für Unterkunft, Gastronomie und Freizeit stützten das Quartal. Die Investitionen fielen um 0,6 %, und der Außenhandel kostete das BIP 0,6 Punkte.
- Warenkonsum der Haushalte
- 0.4 %
- Investitionen
- -0.6 %
- BIP
- -0.1 %
Daten aus dem Artikeltext
Finanzierungskosten und politisches Risiko
Die Finanzmärkte setzen Frankreich zusätzlich unter Druck. Die langfristigen Finanzierungskosten erreichten nach Angaben der Financial Times erstmals seit 2002 die Marke von 5 %. Der Risikoaufschlag, den Anleger gegenüber deutschen Bundesanleihen verlangen, weitete sich im Oktober 2026 auf bis zu 1,7 Prozentpunkte aus. Die FT bringt den Ausverkauf bei den Anleihen mit Sorgen um die öffentlichen Finanzen und die politische Stabilität vor den Präsidentschaftswahlen im April in Verbindung. Auch Analysten von Oxford Economics äußerten sich zum Ausblick für die französischen Staatsfinanzen.
„Frankreichs Finanzkrise könnte sich verschlimmern, bevor sie sich bessert.“
Der BIP-Wert bleibt eine vorläufige Schätzung und kann noch revidiert werden.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- BFMTVDie Inflation beschleunigt sich im Oktober erneut und erreicht 3,4% gegenüber dem Vorjahr nach +3,1% im SeptemberL'inflation accélère encore en octobre et atteint 3,4% sur un an après +3,1% en septembre · Original auf Französisch
- 20minutesDer Haushaltskonsum ist im September zurückgegangenLa consommation des ménages a reculé en septembre · Original auf Französisch
- BFMTVTrotz eines Rückgangs im September blieb der Haushaltskonsum im dritten Quartal solideMalgré un recul en septembre, la consommation des ménages est restée solide au troisième trimestre · Original auf Französisch
- BFMTV„Im Jahr 2026 steht die französische Wirtschaft still“: Roland Lescure enttäuscht über den Wachstumsrückgang im dritten Quartal"En 2026, l'économie française est à l'arrêt": Roland Lescure déconfit devant le recul de la croissance au troisième trimestre · Original auf Französisch
- Roland Lescure
- Französischer Wirtschaftsminister, der sich zur BIP-Schrumpfung im dritten Quartal äußerte
- Orte
- Paris, Frankreich
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