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EU: TikToks „For You“-Feed schadet der psychischen Gesundheit – Bußgeld bis zu 6 % des Umsatzes möglich

Vorläufige Feststellungen der EU legen nahe, dass TikToks „For You“-Feed gefährdete Nutzer in Schleifen schädlicher Videos gefangen halten kann. Das Unternehmen hat das Recht zur Stellungnahme, bevor über ein Bußgeld von bis zu 6 % seines weltweiten Jahresumsatzes entschieden wird.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Wirtschafts Woche, ABC TU DIARIO EN ESPAÑOL, RTBF und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Brüssel · Belgien
Wie es dazu kam
  1. Februar 2024Erstes DSA-Verfahren gegen TikTok eröffnet
  2. Februar 2026Warnung der Kommission zum süchtig machenden Design der App
  3. 6.11.Vorläufige Feststellungen zum Algorithmus des „For You“-Feeds

Was die Kommission festgestellt hat

Am Freitag, 6. November 2026, veröffentlichte die Europäische Kommission vorläufige Feststellungen, wonach TikTok durch das Empfehlungssystem hinter seinem „For You“-Feed gegen den Digital Services Act (DSA) verstößt. Laut Kommission deutet der Algorithmus Sehdauer und Likes als Interesse und spielt dann mehr vom Gleichen aus – in den untersuchten Videos bedeutet das Inhalte über Traurigkeit, Isolation, Gewicht und Körperbild. Die Regulierer warnen, dass diese Schleife, die sie den Rabbit-Hole-Effekt nennen, Ängste vertiefen, das Selbstwertgefühl senken und Essstörungen verschlimmern kann, wobei Minderjährige und gefährdete Erwachsene dem größten Risiko ausgesetzt sind. Nach der vorläufigen Einschätzung hat TikTok die systemischen Risiken seines Algorithmus nicht ordnungsgemäß bewertet, und die eingeführten Schutzmaßnahmen sind nicht wirksam. Die Kommission bezeichnet dies als das dritte Mal, dass sie TikTok mit Feststellungen im Rahmen des DSA konfrontiert.

Warum die bestehenden Schutzmaßnahmen nicht ausreichen

Laut Kommission ändert die Schaltfläche „Nicht interessiert“ den Feed nicht ausreichend, weil der Algorithmus der Sehdauer weiterhin mehr Gewicht beimisst als den ausdrücklich geäußerten Wünschen der Nutzer. Quellen der Kommission ergänzen, dass nur 0,2 % der Nutzer die nicht personalisierte Feed-Option wählen. Die Kommission stellt zudem fest, dass die Mechanismen, die die Vielfalt der empfohlenen Videos erhöhen sollen, unzureichend sind. Um den Vorgaben zu entsprechen, sollte TikTok die Sehdauer nicht mehr als Empfehlungssignal verwenden, sich stärker auf ausdrückliche Präferenzen stützen und zugänglichere Steuerungsinstrumente anbieten. Brüssel will, dass Nutzer steuern können, was sie sehen, ohne dass der Algorithmus ein klares Signal übergeht, dass sie bestimmte Inhalte nicht wollen.

Wie der Fall aufgebaut wurde

Beamte der Kommission untersuchten nach Angaben einer Quelle der Kommission mehr als 20.000 Videos und zogen externe Fachleute aus Psychiatrie und Psychologie hinzu. Die Kommission stand zudem in Kontakt mit den irischen Behörden, da die europäische Tochtergesellschaft von ByteDance in Irland sitzt. Die für technologische Souveränität zuständige Exekutiv-Vizepräsidentin Henna Virkkunen sagte, jeder Scroll und jedes Like liefere den Nutzern mehr vom selben Inhalt und ziehe sie in Höhlen, aus denen sie nur schwer wieder herausfänden. Sie ergänzte, der DSA mache die Plattformen für solche Schäden verantwortlich.

Hintergrund und Zeitplan

Die Kommission eröffnete im Februar 2024 das erste DSA-Verfahren gegen TikTok, ein Bußgeld folgte seither nicht. Im Februar 2026 gab sie eine gesonderte Warnung zum süchtig machenden Design der App heraus, darunter Autoplay, Benachrichtigungen und endloses Scrollen, das nach ihrer Einschätzung Minderjährige und andere gefährdete Gruppen schädigen kann. Beide Untersuchungen sind zu vorläufigen Schlussfolgerungen gelangt, dass TikTok den DSA nicht einhält, wobei die Kommission sie als getrennte Verfahren behandelt. Die wichtigsten Daten sind unten aufgeführt.

Sanktionen und nächste Schritte

Werden die Feststellungen bestätigt, kann die Kommission ein Bußgeld von bis zu 6 % von TikToks weltweitem Jahresumsatz verhängen. TikTok hat nun das Recht, zu den vorläufigen Feststellungen Stellung zu nehmen, bevor eine Entscheidung fällt. Ein Bußgeld hat die Kommission in diesem Verfahren bislang nicht gegen die Plattform verhängt. Der Ausgang hängt von der Antwort TikToks und einer weiteren Bewertung durch die Kommission ab. Brüssel verlangt Änderungen am „For You“-Feed, die den Kern eines Geschäftsmodells treffen, das auf das Festhalten der Aufmerksamkeit von Nutzern gebaut ist.

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

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