BerichtZugkollision in Spanien

Verkehr · Urda, Madrid und Adamuz

EU-Staatsanwaltschaft eröffnet Betrugsermittlungen zu Fördermitteln für die Bahnstrecke Madrid–Sevilla nach dem Unglück von Urda

Die Ermittlungen wurden am Freitag, 6. November, bekannt gegeben, wenige Tage nach dem Zusammenstoß von Urda am 28. Oktober, bei dem 69 Menschen starben. Ermittler der Guardia Civil suchten an diesem Morgen um 09:30 Uhr drei spanische öffentliche Stellen auf, um Unterlagen zu den Bahnarbeiten anzufordern.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Η Ναυτεμπορική, Ziare.com, NewsIT und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Urda, Madrid, Adamuz · Spanien
Wie es dazu kam
  1. 18.01.Zwei Hochgeschwindigkeitszüge stoßen nahe Adamuz in Andalusien zusammen, 46 Menschen sterben
  2. 28.10.Zwei Hochgeschwindigkeitszüge stoßen in der Provinz Toledo nahe Urda zusammen, 69 Menschen sterben
  3. 3.11.Verkehrsminister Óscar Puente tritt zurück
  4. 6.11.UCO-Beamte besuchen ADIF, AESF und den Rechnungshof, während die EPPO ihre Ermittlungen bekannt gibt

EU-Staatsanwaltschaft eröffnet Ermittlungen

Am Freitag, 6. November, gab die Europäische Staatsanwaltschaft (EPPO) bekannt, dass sie ein Ermittlungsverfahren wegen möglichen Betrugs mit Mitteln der Europäischen Union eröffnet hat, die für die Sanierung der Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Madrid und Sevilla vorgesehen sind. Die Behörde erklärte, sie habe von Amts wegen gehandelt und führe die Ermittlungen gemeinsam mit der Zentralen Operationseinheit (UCO) der Guardia Civil. Nach Angaben von NEWS 24/7 suchten UCO-Beamte an diesem Morgen um 09:30 Uhr drei öffentliche Stellen auf, um Unterlagen und Daten zu den Bahnarbeiten anzufordern. Dabei handelt es sich um ADIF, das öffentliche Unternehmen, das Spaniens Bahninfrastruktur verwaltet, die Staatliche Agentur für Eisenbahnsicherheit (AESF) und den spanischen Rechnungshof. ADIF bestätigte, dass Mitarbeiter der EPPO ihren Hauptsitz besucht hätten und dass das Unternehmen alle angeforderten Informationen übergeben habe; die AESF und der Rechnungshof hatten auf Anfragen nach einer Stellungnahme zunächst nicht geantwortet. Die EPPO erklärte, in diesem Stadium würden keine weiteren Einzelheiten veröffentlicht.

Zwei tödliche Unglücke im Jahr 2026

Am 28. Oktober stießen in der Provinz Toledo nahe Urda, rund 150 Kilometer südlich von Madrid, zwei Hochgeschwindigkeitszüge zusammen; 69 Menschen starben. Laut NewsIT fuhr ein Zug von Renfe, der von dem staatlichen Unternehmen betrieben wird, auf einen stehenden Zug des privaten Betreibers Iryo auf, während der Verkehr in dem Gebiet durch eine Störung des Sicherungssystems LZB beeinträchtigt war. Óscar Puente, der während beider Unglücke das Verkehrsministerium leitete, führt den Zusammenstoß auf eine ungeklärte Anweisung aus der Leitstelle nach dem Ausfall des Sicherungssystems zurück. Der Zusammenstoß von Urda war das schwerste Bahnunglück in Spanien seit 2013, als bei einer Entgleisung nahe Santiago de Compostela 80 Menschen starben. Bereits am 18. Januar waren in der Provinz Córdoba in Andalusien nahe Adamuz zwei Hochgeschwindigkeitszüge zusammengestoßen, wobei 46 Menschen starben.

Tote bei zwei Hochgeschwindigkeits-Zugunglücken in Spanien 2026Personen
Adamuz, 18. Januar 2026
46 Personen
Urda, 28. Oktober 2026
69 Personen

Daten aus dem Artikeltext

Eine frühere Ermittlung und ein umstrittenes Startdatum

Die neue Untersuchung folgt auf eine frühere EPPO-Ermittlung wegen möglichen Betrugs bei Instandhaltungsmitteln für dieselbe Strecke bei Adamuz. Zu dem früheren Fall nennen Quellen unterschiedliche Startdaten: NEWS 24/7 zufolge begann er am 30. Januar, elf Tage nach dem Unglück von Adamuz, während SKAI berichtet, die EPPO habe ihn am 20. März bekannt gegeben. Ein rumänischer Bericht ordnet die frühere Ermittlung ebenfalls dem März zu. SKAI beschreibt den Fall als auf Instandhaltungsarbeiten bei Adamuz am Streckenkilometer 318,7 der Linie Madrid–Sevilla konzentriert, während die neue Ermittlung Sicherheits-, Signal- und Kommunikationstechnik betrifft. NEWS 24/7 berichtet, dass beide Ermittlungen eine gemeinsame EU-Finanzierung in Höhe von 111.646.340 Euro betreffen, die von der Europäischen Union genehmigt wurde.

Politische Folgen

Óscar Puente trat am Dienstag, 3. November, als Verkehrsminister zurück; er hatte das Amt während beider Unglücke inne. Der Rücktritt erfolgte drei Tage, bevor die EPPO ihre Untersuchung bekannt gab. Die beiden Unglücke erhöhen den Druck auf die Regierung, die Umstände ihres Zustandekommens und ihre Investitionen in das Schienennetz zu erklären. Griechische Medien beschrieben den Zusammenstoß von Urda als Schock für die spanische Öffentlichkeit, der die Debatte über das Schienennetz des Landes neu entfacht habe.

Wie es weitergeht

Die Untersuchung dürfte prüfen, wie die europäischen Mittel zugewiesen und verwendet wurden und ob die finanzierten Arbeiten den geplanten Ausbauzielen für die Strecke entsprachen. Die Ermittler haben bei drei Stellen Unterlagen angefordert; ADIF erklärt, alles Verlangte geliefert zu haben. Die AESF und der Rechnungshof hatten zum Zeitpunkt der Berichterstattung nicht auf Anfragen nach einer Stellungnahme geantwortet. Die EPPO hat keine weiteren Einzelheiten zum Inhalt ihrer Ermittlungen veröffentlicht.

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Quellen und Kontext

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