Wirtschaft · Lüttich und Paris

EU-Paketsteuer lässt Billigpaket-Erklärungen in Belgien um 65 % sinken – 364,4 Millionen Euro eingenommen

Belgische Zolldaten zeigen, dass die Erklärungen für Billigpakete aus Ländern wie China im Zeitraum Juli bis September 2026 gegenüber dem Vorjahr um 65 % zurückgingen. Die EU-weite Steuer hat seit dem 1. Juli 364,4 Millionen Euro eingebracht, und ab dem 1. November gilt eine Bearbeitungsgebühr von 2 Euro.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von vrtnws.be, LesEchos.fr, BFMTV und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Lüttich, Paris · Belgien, Frankreich
Wie es dazu kam
  1. 1.07.Die EU-Paketsteuer von 3 Euro pro Sendung tritt in Kraft
  2. 27.09.Die Steuereinnahmen erreichen 364,4 Millionen Euro, Stand zu diesem Datum
  3. 1.11.Bearbeitungsgebühr von 2 Euro pro Sendung beginnt

Wie die EU-Paketsteuer funktioniert

Die EU hat zum 1. Juli 2026 eine vorübergehende Paketsteuer von 3 Euro pro Sendung eingeführt. Sie gilt für Pakete im Wert von weniger als 150 Euro, die von außerhalb der EU kommen. Ab dem 1. November 2026 kommt eine feste europäische Bearbeitungsgebühr von 2 Euro pro Sendung hinzu. Die Zollzahlen zeigen, dass die Steuer bis einschließlich 27. September 364,4 Millionen Euro eingebracht hat, rund 28 Millionen Euro pro Woche, und Belgien darf ein Viertel dieser Summe behalten. Das Volumen hinter der Steuer ist groß: Im Jahr 2025 erreichten 1,3 Milliarden solcher Pakete Belgien über den Flughafen Lüttich, und knapp 5,9 Milliarden Kleinpakete gelangten in die EU, 93 % davon aus China.

Weniger Erklärungen in Belgien

Der belgische Zoll verzeichnete im Juli, August und September 2026 65 % weniger Erklärungen für Billigpakete aus Ländern wie China als in den gleichen Monaten des Vorjahres und führt den Rückgang allein auf die Steuer zurück. Allein im September wurden etwas mehr als 29 Millionen solcher Pakete erklärt, 82 % weniger als die 166 Millionen, die im Juni gezählt wurden. Der Durchschnittswert dieser nach Belgien versandten Billigwaren hat sich fast verdoppelt, von 6 auf 12 Euro, da ausländische Verkäufer die Steuer in die Preise einrechnen, die Verbraucher zahlen. Der Zoll meldete zudem 17.630 Verstöße, die bei Kontrollen solcher Pakete bislang im Jahr 2026 festgestellt wurden, und bei einem von drei ging es um Produkte, die die belgischen Vorschriften für die öffentliche Gesundheit nicht erfüllen. Kristian Vanderwaeren vom belgischen Zoll warnte vor weiteren Betrugsversuchen: Manche Händler geben Paketwerte über 150 Euro an, um weniger Steuer zu zahlen, während andere weniger Artikel angeben, als ein Paket enthält, damit die Steuer nur einmal entrichtet wird. Die Zollbeamten erklären, sie arbeiteten daran, diese Praktiken aufzudecken.

Erklärungen für Billigpakete in Belgien, Juni und September 2026Mio. Pakete
2026-06
166 Mio. Pakete
2026-09
29 Mio. Pakete

Daten aus dem Artikeltext

Eine Bearbeitungsgebühr ab dem 1. November

Ab dem 1. November 2026 gilt die Bearbeitungsgebühr von 2 Euro zusätzlich zur Steuer von 3 Euro, sodass auf jede Produktkategorie in einem Paket 5 Euro an Gebühren entfallen. In einem Rechenbeispiel fallen für zwei identische Hosen aus China im Wert von 40 Euro die Steuer von 3 Euro an, und ab dem 1. November kommt eine Bearbeitungsgebühr von 2 Euro hinzu, insgesamt 5 Euro. Die Unternehmensorganisation Unizo begrüßt die Gebühren, weil sie unlauteren Wettbewerb durch ausländische Online-Shops verhindern. Ihr Geschäftsführer Bart Buysse sagte:

„Das ist ein Sieg für uns, aber vor allem für unsere Unternehmen und die Wirtschaft, denn die Maßnahmen zeigen eindeutig Wirkung.“

Bart Buysse, Geschäftsführer

Buysse will, dass die Einnahmen in zusätzliche Zollbeamte, bessere Technologie und strengere Kontrollen fließen. Zudem forderte er, Schlupflöcher zu schließen.

Frankreich meldet starke Rückgänge bei Plattformverkäufen

In Frankreich erklärte die Regierung am Mittwoch, 28. Oktober 2026, bei einer Pressekonferenz im Bercy in Paris, die auf Kleinpaketen erklärten Mehrwertsteuerbeträge seien zwischen Juni und August um 48 % gesunken, wie David Amiel, Minister für öffentliches Handeln und öffentliche Haushalte, mitteilte. Sein Büro erklärte, der Rückgang zeige sich sowohl bei den Mengen als auch beim Wert. Handelsminister Serge Papin nannte für Juli Rückgänge bei den Besuchen von 42 % bei Shein, 36 % bei Temu und 10 % bei AliExpress sowie einen Rückgang des Verkaufswerts von rund 25 % im September. Amiel räumte ein, dass weitere Arbeit nötig bleibt, und sagte:

„Wir haben noch Arbeit vor uns, denn die Betreiber passen ihre Logistik an, und Ermittlungen brauchen Zeit.“

David Amiel, Französischer Minister für öffentliches Handeln und öffentliche Haushalte

Papin begrüßte die Zahlen und sagte:

„Diese Zahlen senden starke Signale, dass unser Handeln Wirkung zeigt.“

Serge Papin, Französischer Handelsminister
Veränderung der Plattformbesuche in Frankreich, Juli 2026%
Shein
-42 %
Temu
-36 %
AliExpress
-10 %

Daten aus dem Artikeltext

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Quellen und Kontext

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