Diplomatie · Luxemburg
EU-Minister lassen Beifanglimits für Dorsch und Hering in der Ostsee für 2027 unverändert
Die EU-Minister einigten sich am Montag, 26. Oktober, darauf, die Beifanglimits für Dorsch und Hering im Jahr 2027 auf dem Niveau des laufenden Jahres zu belassen und damit Kürzungen der Kommission von bis zu 88 Prozent abzulehnen. Die Fangmengen für Hering in der zentralen Ostsee steigen um 71 Prozent.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von rmf24.pl, N-tv und Handelsblatt. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Die Mitgliedstaaten lehnten die Kürzungen der Kommission um 88 Prozent beim westlichen Dorsch, 51 Prozent beim östlichen Dorsch und 45 Prozent beim westlichen Hering ab, sodass die Beifanglimits auf dem Niveau des laufenden Jahres bleiben.
Die Minister einigten sich auf eine Erhöhung um 71 Prozent auf etwa 165.000 Tonnen für Hering in der zentralen Ostsee und damit auf mehr als die von der Kommission vorgeschlagenen 49 Prozent.
Kleine Küstenfischer dürfen im westlichen Teil der Ostsee weiterhin mit passivem Fanggerät gezielt auf Hering fischen; Alois Rainer verteidigte diese Praxis als existenziell für sie.
Polen erhält 31 Tonnen Beifang beim westlichen Dorsch, 113 Tonnen beim östlichen Dorsch und 103 Tonnen beim westlichen Hering aus Gesamtmengen von 266, 430 und 788 Tonnen.
Kommission scheitert mit Kürzungen beim Beifang von Dorsch und Hering
Die EU-Agrar- und Fischereiminister einigten sich am Montag, 26. Oktober, in Luxemburg auf die Fanglimits in der Ostsee für 2027. Die Mitgliedstaaten weigerten sich, die von der Europäischen Kommission vorgeschlagenen Kürzungen der ungewollten Fänge – des sogenannten Beifangs – von westlichem Dorsch, östlichem Dorsch und westlichem Hering zu unterstützen, sodass diese Limits auf dem Niveau des laufenden Jahres bleiben. Die Kommission hatte vorgeschlagen, das Beifanglimit für westlichen Dorsch um 88 Prozent, für östlichen Dorsch um 51 Prozent und für westlichen Hering um 45 Prozent zu senken. Polen hatte sich gegen diese Kürzungen ausgesprochen, und die Einigung bedeutet, dass die Beifangquoten für alle drei Arten nicht gesenkt werden.
Küstenfischer behalten eine eng begrenzte Ausnahme
Der für Landwirtschaft und Ernährung zuständige Bundesminister Alois Rainer hatte sich für die Beibehaltung der Ausnahme für kleine Küstenfischer eingesetzt. Am Montagmorgen vor dem Treffen sagte er in Luxemburg:
„Der Vorschlag der Kommission geht zu weit, insbesondere beim westlichen Hering.“
Kleine Küstenfischer dürfen im westlichen Teil der Ostsee weiterhin mit passivem Fanggerät wie Kiemennetzen gezielt auf Hering fischen, obwohl der gezielte Heringsfang dort seit 2022 verboten ist. Rainer argumentierte, ein vollständiges Verbot hätte wahrscheinlich viele Fischer um ihre Existenzgrundlage gebracht, und die Ausnahme gefährde die Heringsbestände nicht. Die kommerzielle Fischerei auf westlichen Dorsch, östlichen Dorsch und westlichen Hering ist in der gesamten Ostsee seit mehreren Jahren verboten, und auch das Verbot der Freizeitfischerei auf Dorsch im gesamten regulierten Gebiet wurde beibehalten. Hobbyangler dürfen weiterhin einen pro Tag in die Ostsee ausgesetzten Zuchtlachs behalten.
Höhere Fangmengen für Hering und Sprotte
Die Fangmengen für Hering in der zentralen Ostsee steigen um 71 Prozent auf etwa 165.000 Tonnen und damit stärker als die von der Kommission vorgeschlagenen 49 Prozent. Hering im Golf von Riga steigt um 11 Prozent auf etwa 28.000 Tonnen, Sprotte um 44 Prozent auf etwa 292.000 Tonnen und Scholle um 3 Prozent auf etwa 11.300 Tonnen. Die Mitgliedstaaten verknüpften diese Änderungen in ihrer Pressemitteilung mit dem Zustand der Bestände.
- Vorschlag der Kommission
- 49 %
- Einigung der Minister
- 71 %
Daten aus dem Artikeltext
Die Gesamtfangmengen wurden von den Ministern festgelegt, die sie anschließend in nationale Quoten aufteilen. Die von den Medien gemeldeten Beifangzahlen weichen voneinander ab, daher sind die nationalen Anteile im Folgenden mit den jeweiligen Quellen versehen. Der polnische Bericht nennt für 2026 Gesamtmengen von 266 Tonnen Beifang beim westlichen Dorsch, 430 Tonnen beim östlichen Dorsch und 788 Tonnen beim westlichen Hering, wobei Polen jeweils 31, 113 und 103 Tonnen erhält. Das Handelsblatt berichtete, dass nach der Einigung für 2027 noch 437 Tonnen westlicher Hering, 31 Tonnen westlicher Dorsch und 211 Tonnen östlicher Dorsch als Beifang angelandet werden dürfen; die beiden Zahlenreihen werden in den Artikeln nicht miteinander in Einklang gebracht.
- Hering in der zentralen Ostsee
- 165000 Tonnen
- Sprotte
- 292000 Tonnen
- Hering im Golf von Riga
- 28000 Tonnen
- Scholle
- 11300 Tonnen
Daten aus dem Artikeltext
Wie es weitergeht
Die politische Einigung steht, die förmliche Annahme wird laut Handelsblatt im November erwartet. Auch Irlands Fischereiminister Martin Heydon gab eine Erklärung zu der Vereinbarung ab. Die Kommission erarbeitet ihre jährlichen Vorschläge auf Grundlage wissenschaftlicher Gutachten des ICES mit dem Ziel, Überfischung zu verhindern. Die Ostsee steht unter anderem durch den Klimawandel und den Verlust der Artenvielfalt unter Druck; die Vereinbarung soll dem durch die Erholung der Dorsch- und Heringsbestände entgegenwirken.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- rmf24.plFangquoten in der Ostsee. Keine Kürzungen beim Beifang von Dorsch und westlichem HeringLimity połowów na Bałtyku. Bez cięć przyłowów dorsza i śledzia zachodniego · Original auf Polnisch
- N-tvDer Tag: Aufatmen - Diesen Fisch dürfen Ostseefischer weiterhin fangen
- HandelsblattFisch: Keine neuen Einschränkungen für Ostseefischer
- Alois Rainer
- Bundesminister für Landwirtschaft und Ernährung, der sich für die Ausnahme für die Küstenfischerei einsetzte
- Martin Heydon
- Irlands Fischereiminister, der eine Erklärung zu der Vereinbarung abgab
- Orte
- Luxemburg, Deutschland, Polen
- Organisationen
- Europäische Union
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