Gesundheit & Bildung · Madrid, Rom und Mailand

ESMO 2026 in Madrid: Neue Studien zeigen Überlebensvorteile bei Lungen-, Rektum- und Endometriumkarzinom

Studien auf dem ESMO-Kongress in Madrid melden eine vollständige klinische Remission bei 71 % der Patienten mit Rektumkarzinom und ein um 45 % geringeres Progressionsrisiko für eine Lungenkombination. Der Heilige Stuhl teilte mit, dass Papst Leo XIV. sich nach einer Lungenkrebsoperation erholt.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Adnkronos und ANSA.it. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Madrid, Rom, Mailand, Padua · Spanien, Italien

Lungenkrebsstudien

Zwei Phase-3-Studien zum Lungenkarzinom wurden auf dem ESMO-Kongress 2026 in Madrid vorgestellt, der am 27. Oktober zu Ende geht. Die Saffron-Studie prüfte Osimertinib in Kombination mit Savolitinib bei Patienten, deren Erkrankung unter Osimertinib allein fortgeschritten war. Die Kombination senkte das Risiko für Progression oder Tod um 45 % gegenüber einer platinbasierten Chemotherapie, mit einem progressionsfreien Überleben von 7,6 Monaten gegenüber 5,4 Monaten. Auch das Gesamtüberleben verbesserte sich, mit einem um 32 % geringeren Sterberisiko und einem um 4,9 Monate längeren medianen Überleben.

Medianes progressionsfreies Überleben, Saffron-StudieMonate
Osimertinib plus Savolitinib
7.6 Monate
Platin-Chemotherapie
5.4 Monate

Daten aus dem Artikeltext

Antonio Passaro vom Europäischen Institut für Onkologie in Mailand sagte, die Ergebnisse seien für Patienten bedeutsam, deren Erkrankung unter Osimertinib fortschreitet.

„Diese Ergebnisse markieren einen entscheidenden Schritt hin zu einem neuen Behandlungsstandard für Patienten mit EGFR-mutiertem nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom.“

Antonio Passaro

Passaro schätzt, dass MET-Veränderungen etwa ein Drittel der erworbenen Resistenz gegen Osimertinib verursachen, und noch kein orales zielgerichtetes Medikament an dieser Ursache ansetzt.

Orales Medikament für KRAS-G12C-Lungenkrebs

Krascendo 1 schloss 338 Patienten mit fortgeschrittenem oder metastasiertem Lungenkarzinom mit einer KRAS-G12C-Mutation ein, die bereits mindestens eine Therapie erhalten hatten. Orales Divarasib wurde mit Sotorasib oder Adagrasib verglichen. Nach einer medianen Nachbeobachtung von 14,3 Monaten senkte Divarasib das Sterberisiko um 44 %, und die Ansprechrate lag bei 58,4 % gegenüber 32,3 % für die Vergleichsmedikamente. Die Patienten blieben etwa doppelt so lange in Behandlung, mit weniger durch Nebenwirkungen bedingten Abbrüchen. Roche bezeichnet Divarasib als einen hochselektiven oralen Inhibitor der nächsten Generation.

Ansprechrate, Krascendo-1-Studie%
Divarasib
58.4 %
Sotorasib oder Adagrasib
32.3 %

Daten aus dem Artikeltext

Immuntherapie beim Rektumkarzinom

Die Azur-1-Studie schloss 154 Patienten mit lokal fortgeschrittenem dMMR/MSI-H-Rektumkarzinom ein und prüfte Dostarlimab. Lisa Salvatore von der Gemelli-Poliklinik berichtete von einer vollständigen klinischen Remission bei 71 % der Patienten.

„Eine vollständige klinische Remission bei 71 % der Patienten bedeutet, dass diese Menschen keine Strahlentherapie, keine Chemotherapie und keine Operation benötigen.“

Lisa Salvatore

Der primäre Endpunkt war der Erhalt dieser Remission nach 12 Monaten, was bei 68 % der auswertbaren Patienten gelang. Chiara Cremolini von der Universität Pisa wies darauf hin, dass der Standardweg aus Chemoradiotherapie und anschließender Operation bleibende Auswirkungen auf Fruchtbarkeit, Sexualfunktion und Stomata hinterlassen kann. Die FDA hat Dostarlimab für diese Anwendung zugelassen, die EMA bisher nicht. In Italien ist es nach dem Gesetz 648 gelistet, wird also nicht vom nationalen Gesundheitsdienst erstattet, kann diesen Patienten aber ohne deren Zuzahlung verabreicht werden.

Endometrium- und Magenkrebs

Die Phase-3-Studie TroFuse-005 prüfte Sacituzumab Tirumotecan bei 776 Frauen mit fortgeschrittenem oder rezidiviertem Endometriumkarzinom, deren Erkrankung nach Chemotherapie und Immuntherapie fortgeschritten war, an 242 Zentren in 31 Ländern. Das Medikament senkte das Sterberisiko um 32 % und verlängerte das mediane Gesamtüberleben um 7 Monate, während es das Progressionsrisiko um 41 % verringerte. Domenica Lorusso, die globale Leiterin der Studie, sagte, die Ergebnisse könnten die Behandlung dieser Patientinnen verändern; die Resultate erschienen in The Lancet. In der Keynote-C93-Studie erreichte Pembrolizumab allein bei einer Nachbeobachtung über 36 Monate ein medianes progressionsfreies Überleben von 38 Monaten bei Patienten mit Mismatch-Repair-Defizienz. Zum Magenkrebs sagte Sara Lonardi vom Istituto Oncologico Veneto in Padua, Sonesitatug Vedotin habe das Sterberisiko bei sehr weit fortgeschrittenen Patienten mit positivem Claudin-18.2-Test halbiert.

Operation und Reise von Papst Leo XIV.

Das Presseamt des Heiligen Stuhls teilte am Montag, 26. Oktober, mit, dass die Genesung des Papstes nach der Operation zur Entfernung eines Lungenadenokarzinoms voranschreitet. Der Eingriff im Gemelli-Krankenhaus im Oktober 2026 verlief erfolgreich und ohne Komplikationen.

„Die Genesung des Heiligen Vaters schreitet voran, im Einklang mit den günstigen Einschätzungen, die das ihn betreuende medizinische Team mitgeteilt hat.“

Presseamt des Heiligen Stuhls

Der Tumor war bei Untersuchungen entdeckt worden, die durch etwa zwei Tage anhaltende Magenbeschwerden während seiner Reise nach Frankreich ausgelöst worden waren. Massimo Di Maio, Präsident der AIOM, wies darauf hin, dass Lungenknoten keine Symptome verursachen und daher oft zufällig entdeckt werden. Das Presseamt bestätigte zudem, dass die Apostolische Reise nach Uruguay, Argentinien und Peru, geplant für den 6. bis 17. November 2026, nach dem bereits veröffentlichten Programm stattfinden wird.

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