
Papst Leo XIV. wird wegen eines Lungenknotens in der Gemelli-Klinik in Rom operiert
Leo XIV. gab am 11. Oktober bekannt, dass Ärzte bei ihm einen Lungenknoten im Frühstadium entdeckt haben. Der Vatikan teilt mit, die Operation in der römischen Gemelli-Klinik sei für die ersten Tage der Woche nach dem 11. Oktober geplant, anschließend etwa eine Woche Krankenhausaufenthalt.
Die Ankündigung
Leo XIV. sagte am Sonntag, dem 11. Oktober, nach dem Angelusgebet zu den Gläubigen, Ärzte hätten bei den jüngsten Untersuchungen einen Knoten in seiner Lunge gefunden. Er sei in einem sehr frühen Stadium entdeckt worden und gut abgegrenzt. Anschließend erläuterte der Papst seine Entscheidung mit eigenen Worten.
Liebe Brüder und Schwestern, kürzlich haben die Ärzte bei einigen Untersuchungen einen abgegrenzten Knoten in meiner Lunge gefunden. Er wurde in einem sehr frühen Stadium entdeckt und ist gut lokalisiert. Die Ärzte halten einen Eingriff für angebracht, und so habe ich mich auf ihren Rat hin entschieden, ihn operativ entfernen zu lassen.
Matteo Bruni, Direktor des Presseamts des Heiligen Stuhls, erklärte auf Anfrage, die Operation in der Gemelli-Klinik in Rom sei für die ersten Tage der Woche nach dem 11. Oktober geplant. Bruni sagte zudem, der anschließende Krankenhausaufenthalt werde voraussichtlich etwa eine Woche dauern. Der genaue Tag ist offiziell nicht bestätigt.
Operationszeitpunkt und Krankenhausaufenthalt
Italienische Medien berichteten unter Berufung auf den Corriere della Sera, Leo könnte bereits am Dienstag, dem 13. Oktober, aufgenommen werden, mit der Operation am Nachmittag oder am Mittwoch, dem 14. Oktober. Diese Berichte sind offiziell nicht bestätigt. Bei einer Durchsicht des Terminkalenders des Papstes verweist die italienische Berichterstattung auf Mittwoch, den 14. Oktober, am Nachmittag als wahrscheinliches Datum. An diesem Tag soll er um 10:00 Uhr eine Messe leiten, mit der ein Vatikan-Treffen zum 10. Jahrestag des apostolischen Schreibens Amoris laetitia abgeschlossen wird.
- Leo XIV. kündigt nach dem Angelus an, dass ein Lungenknoten operativ entfernt wird
- Der Papst hält seine Vatikan-Audienzen ab; Bruni sagt, die Operation sei für die ersten Tage der Woche nach dem 11. Oktober geplant
- Unbestätigte Berichte besagen, die Aufnahme könnte am Dienstag erfolgen, mit der Operation am Dienstagnachmittag oder am Mittwoch
- Geplanter Beginn der Südamerika-Reise, die laut Heiligem Stuhl auch Peru umfasst
- Geplantes Jugendtreffen im Nationalstadion von Lima
Der Papst hat erklärt, er wolle diesen Termin nicht aufgeben, der auf eine Einladung an die Oberhäupter der Ostkirchen und an die Vorsitzenden der Bischofskonferenzen weltweit folgt, nach Rom zu kommen. Solange das Datum nicht bestätigt ist, kann der weitere Kalender nicht vollständig festgelegt werden. Leo hat gesagt, der Knoten sei in einem sehr frühen Stadium entdeckt worden und gut abgegrenzt; weitere klinische Einzelheiten hat der Vatikan nicht mitgeteilt.
Terminplan und die Peru-Reise
Am Montag, dem 12. Oktober, hielt der Papst seine geplanten Audienzen im Vatikan ab, darunter mit Mitgliedern des Circolo di San Pietro; Rai berichtete von sieben Audienzen an diesem Vormittag. Nach Angaben des Heiligen Stuhls will er trotz der Operation weiterhin vom 6. bis 17. November nach Südamerika reisen, wobei Peru auf dem Programm steht – das Land, in dem er als Missionar und Bischof tätig war. Kardinal Carlos Castillo, Erzbischof von Lima, sagte, für den 12. November sei im Nationalstadion der Hauptstadt ein Treffen mit jungen Menschen aus Peru und den Nachbarländern geplant. Castillo fügte hinzu, kein Punkt des Besuchs sei geändert worden. Beim Gruß an einige Gläubige dankte der Papst ihnen für ihre Gebete für seine Pastoralreise nach Peru.
Gebete in der ganzen Kirche
Bischöfe in Peru baten die Gläubigen am Sonntagabend, für die Gesundheit des Papstes zu beten; im Erzbistum Lima wird vor einem Bild des gekreuzigten Jesus, bekannt als Herr der Wunder, im Heiligtum Las Nazarenas gebetet. Perus Präsidentin Keiko Fujimori sagte, Herzen und Gebete begleiteten den Papst. In den Vereinigten Staaten schrieb Erzbischof Paul Coakley, Vorsitzender der Bischofskonferenz, auf X, die Bischöfe schlössen sich den Gläubigen und allen Menschen guten Willens im Gebet für seine Gesundheit an. Erzbischof Charles Scicluna von Malta schrieb, die Kirche auf Malta sei im Gebet vereint, und Kardinal Daniel Sturla, Erzbischof von Montevideo, bat vor der für November geplanten apostolischen Reise nach Uruguay um Gebete für eine schnelle Genesung.
In Polen veröffentlichte Erzbischof Tadeusz Wojda, Vorsitzender der Polnischen Bischofskonferenz, in den sozialen Medien einen Videoaufruf, in dem er die Polen bat, für den Papst zu beten:
Ich ermutige alle unsere Landsleute eindringlich, den Papst mit Gebet zu umgeben, für eine gute Operation und für die schnelle Wiederherstellung der Gesundheit des Papstes zu beten, damit er zurückkehren und die Kirche weiter führen kann.
Matteo Zuppi, Vorsitzender der Italienischen Bischofskonferenz, dankte dem Papst für die Einfachheit und das Vertrauen, mit denen er diese Prüfung mitgeteilt habe.
Was noch unklar ist
Die Art des Knotens ist noch nicht geklärt. In der Berichterstattung werden mögliche Ursachen genannt, darunter frühere Entzündungen oder Infektionen, gutartige Wucherungen sowie Lungenkrebs oder Metastasen eines Tumors an anderer Stelle des Körpers. Endgültige Klarheit bringt oft erst eine Gewebeprobe oder die operative Entfernung selbst, und viele zufällig entdeckte Knoten sind nicht bösartig. Der Vatikan teilte mit, der Knoten sei bei einer Routineuntersuchung gefunden worden. Leo ist 71 Jahre alt, und in der Berichterstattung wird darauf hingewiesen, dass er sich mit Tennis, Schwimmen und regelmäßiger Bewegung fit hält. Vor dieser Ankündigung waren öffentlich keine gesundheitlichen Probleme bekannt.


