Kurz gefasst
Leo XIV. erschien am 21. Oktober, acht Tage nach der Operation vom 13. Oktober, in einem offenen Papamobil auf dem Petersplatz. Das vatikanische Presseamt bezifferte die Menge auf rund 30.000 Menschen.
Bei einer Operation im Gemelli-Krankenhaus wurde am 13. Oktober nach der Diagnose eines Lungenadenokarzinoms der Unterlappen der rechten Lunge des Papstes entfernt. Er wurde inzwischen entlassen und erholt sich im Vatikan.
In seiner Katechese über Gaudium et spes rief Leo XIV. Menschen mit gesellschaftlicher Verantwortung, besonders in Politik und Kultur, dazu auf, Ehe und Familie zu unterstützen. Die Familie nannte er das Fundament der Gesellschaft.
- 7.10.Letzte Generalaudienz vor der Operation
- 13.10.Operation im Gemelli-Krankenhaus entfernt den Unterlappen der rechten Lunge
- 18.10.Papst zeigt sich beim Sonntagsangelus am Fenster des Apostolischen Palastes
- 21.10.Erste Generalaudienz seit der Operation, laut vatikanischem Presseamt mit rund 30.000 Menschen
Zurück auf dem Petersplatz
Papst Leo XIV. ist am Mittwoch, dem 21. Oktober, acht Tage nach seiner Operation im Gemelli-Krankenhaus in Rom zur Generalaudienz auf den Petersplatz zurückgekehrt. Der 71-jährige Pontifex fuhr in einem offenen, mit einem Dach versehenen Papamobil, das ihn vor dem Regen schützte, der kurz vor Beginn der Audienz eingesetzt hatte. Das vatikanische Presseamt bezifferte die Menge auf rund 30.000 Menschen, ANSA berichtete von Tausenden. Das Fahrzeug hielt mehrfach an, wenn Kinder anwesend waren, und der Papst segnete sie, während Kardinäle und Bischöfe seine Ankunft beklatschten.
„Das Erste, was ich Ihnen sagen möchte, ist Danke für Ihre Unterstützung und Ihre Gebete. Wir danken Gott für seine Großzügigkeit.“
Operation und Genesung
Am 13. Oktober entfernten Ärzte im Gemelli-Krankenhaus den Unterlappen der rechten Lunge des Papstes, nachdem bei ihm ein Lungenadenokarzinom diagnostiziert worden war. Er wurde inzwischen entlassen und setzt seine Genesung im Vatikan fort. Am Sonntag, dem 18. Oktober, zeigte er sich beim Angelusgebet an einem Fenster des Apostolischen Palastes der Öffentlichkeit und hatte angekündigt, seine Verpflichtungen schrittweise wieder aufzunehmen. In dieser Woche reiste er nicht nach Castel Gandolfo, wo er seit Beginn seines Pontifikats üblicherweise Teile des Montags und Dienstags verbracht hatte.
Ärztlicher Rat
Claudio Micheletto, Leiter der Pneumologie am Universitätsklinikum Verona, sagte gegenüber Adnkronos Salute, Ruhe sei nach einer solchen Operation wichtig. Der Patient solle während der Genesung Anstrengungen und unvorsichtiges Verhalten vermeiden. Da der Eingriff den Brustkorb betraf, müssten laut Micheletto auch plötzliche Luftdruckveränderungen und kalte Luft gemieden werden. Er ist Mitglied des Vorstands der Italienischen Vereinigung der Krankenhaus-Pneumologen (Aipo).
„Wichtig ist, plötzliche Luftdruckveränderungen und Kälte zu vermeiden: Das sind Vorsichtsmaßnahmen, die der gesunde Menschenverstand gebietet.“
Eine Botschaft zur Familie
Die Katechese, die erste Generalaudienz des Papstes seit dem 7. Oktober, stützte sich auf den zweiten Teil der Konzilskonstitution Gaudium et spes des Zweiten Vatikanischen Konzils und befasste sich mit dem Engagement für die Familie in der heutigen Gesellschaft. Leo XIV. bezeichnete die Familie – wie das Konzilsdokument – als Schule einer reicheren Menschlichkeit und als Fundament der Gesellschaft. Er erinnerte Menschen mit gesellschaftlicher Verantwortung, insbesondere in Politik und Kultur, an ihre Pflicht, wirksam zum Fortschritt von Ehe und Familie beizutragen. Bei der Begrüßung spanischsprachiger Pilger erflehte er den Schutz der Heiligen Familie von Nazareth über die Familien in aller Welt. Anschließend richtete er einen schlichten Appell an die Gläubigen.
„Liebe Freunde, dieses Engagement ist dringlicher denn je.“
Die Audienz dauerte etwa 50 Minuten, folgte dem üblichen Programm und endete mit einem Segen.