
Pirlo aus dem Rennen um Italien-Trainerposten, Malagò verspricht schnelle Entscheidung, während Abodi-Streit eskaliert
FIGC-Präsident Giovanni Malagò konterte Sportminister Andrea Abodi, nachdem Andrea Pirlos Kandidatur für den Posten des Nationaltrainers gescheitert war, und versprach, schnell einen neuen Cheftrainer zu benennen.
Das Pirlo-Aus
Andrea Pirlo wird nicht Cheftrainer der italienischen Nationalmannschaft. Die FIGC, der italienische Fußballverband, entschied sich gegen den Weg, der den ehemaligen Mittelfeldspieler auf die Bank gebracht hätte. Die Entscheidung folgte auf das Platzen des Fonbet-Falls, einer Agentur, die mit einem russischen Wettunternehmen verbunden ist, für das Pirlo als globaler Botschafter tätig war. Verbandspräsident Giovanni Malagò blockierte die Ernennung, und Pirlo zog seine Kandidatur zurück.
Wortgefecht
Sportminister Andrea Abodi bezeichnete die Behandlung der Angelegenheit bei einem Auftritt in Piacenza als schlechten Eindruck. „Der Verzicht auf Pirlo ist eine Nachricht, die für sich spricht“, sagte Abodi. „Es ist eine Situation, von der wir uns gewünscht hätten, dass sie mit mehr Geschwindigkeit und einer Einheitlichkeit der Absichten behandelt worden wäre, die nicht vorhanden war. Jetzt müssen wir uns von einer brutta figura erholen.“
Malagò schlug jedoch zurück, als er am 27. Juli die FIGC-Zentrale in Rom verließ.
Abodi parle di brutta figura? Bisogna vedere chi l'ha fatta.
Der Schlagabtausch verschärfte eine Konfrontation, die sich seit dem Scheitern der Pirlo-Option aufgebaut hatte.
Suche nach einem neuen Trainer
Malagò versprach, dass noch vor dem für den 27. Juli anberaumten Bundesrat ein neuer Name bekannt gegeben werde. „Wir arbeiten daran. Ein Name wird bald kommen“, sagte er zu Reportern und fügte hinzu: „Es tut mir leid, Sie enttäuschen zu müssen, aber ich habe nichts zu erklären; ich habe in fünf Minuten die Ligaversammlung. Ich arbeite, wir arbeiten.“ Der Rat sollte einen Kandidaten bestätigen, und der Verband bemüht sich, eine tragfähige Alternative zu präsentieren.
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Maldini und Leonardo vor dem Absprung
Paolo Maldini und Leonardo, die von Malagò eingesetzt wurden, um das technische Projekt zu gestalten, hatten sich für Pirlo eingesetzt und könnten zurücktreten, nachdem der Präsident ihre Wahl abgelehnt hatte. Italienische Medien berichten, dass beide Männer zum Abschied bereit sind, obwohl es keine offizielle Bestätigung gibt. Auf die Frage nach der Zukunft der Führungskräfte wollte Malagò keine näheren Angaben machen: „Ich bitte um Verzeihung; Sie werden bald alles erfahren.“
Die Sackgasse lässt den Sommer-Neuanfang der Nationalmannschaft in der Schwebe, mit einer Trainer-Vakanz und einem möglichen Führungsvakuum an der Verbandsspitze.

