
Andrea Pirlo soll nach Guardiola-Absage italienischer Nationaltrainer werden – Vierjahresvertrag nahe
Der Weltmeister von 2006 soll einen Vierjahresvertrag über 1,5 Millionen Euro pro Saison unterschreiben; eine offizielle Bekanntgabe ist möglicherweise auf der FIGC-Ratssitzung am 28. Juli möglich.
Guardiola sagt ab
Pep Guardiola hat das Angebot abgelehnt, die italienische Nationalmannschaft zu trainieren, und sich stattdessen für ein Sabbatical nach einem Jahrzehnt bei Manchester City entschieden. Der katalanische Trainer, der mit City 20 Titel gewann, wurde von FIGC-Sportdirektor Paolo Maldini und Berater Leonardo bei einem Treffen in Barcelona kontaktiert. Nach Tagen des Nachdenkens schickte Guardiola eine SMS, in der er das Angebot ablehnte, und nannte persönliche Gründe statt finanzielle oder projektbezogene Bedenken.
Danke, ich fühle mich geehrt, aber im Moment bin ich nicht bereit dafür.
FIGC-Präsident Giovanni Malagò hatte diese Möglichkeit bereits antizipiert und erklärt, dass ein anderer Name keine Herabstufung darstelle.
Ein anderer Name wird jedenfalls keine Herabstufung sein.
Pirlo als Auserwählter
Nach Guardiolas Absage wandten sich Maldini und Leonardo schnell Andrea Pirlo zu, dem Weltmeister von 2006 und ehemaligen Trainer von Juventus, Sampdoria und United FC Dubai. Pirlo gehörte zunächst nicht zu den Favoriten, aber sein Profil als moderner, ballbesitzorientierter Trainer entsprach der Vision des Verbandes. Berichten zufolge wurde eine grundsätzliche Einigung über einen Vierjahresvertrag erzielt, bei dem Pirlo 1,5 Millionen Euro pro Saison plus Prämien verdienen soll. Der Schritt markiert eine überraschende Wende, da Roberto Mancini wochenlang als Favorit galt, bevor er überholt wurde.
Vertrag und nächste Schritte
Vor der Unterschrift muss Pirlo seinen bestehenden Vertrag mit United FC Dubai auflösen. Der FIGC-Bundesrat tritt am Dienstag, den 28. Juli um 12:00 Uhr zusammen, wo die Ernennung formalisiert werden könnte. Der Verband hat noch keine offizielle Bestätigung gegeben, aber der Deal wird als fortgeschritten beschrieben; nur noch letzte Details stehen aus.
Wettquoten und andere Kandidaten
Die Buchmacher reagierten schnell auf die Nachricht. Bei Sisal ist Pirlo nun mit 1,72 der klare Favorit und hat Antonio Conte (4,00) und Roberto Mancini (6,00) überholt. Mancini, der Italien zum EM-Titel 2021 führte, war der frühe Favorit, erklärte aber später, er sei nie vom FIGC kontaktiert worden. Andere Namen wie Palladino, Pioli und Motta werden mit 16,00 gehandelt.
- Andrea Pirlo
- 1.72 Quoten
- Antonio Conte
- 4 Quoten
- Roberto Mancini
- 6 Quoten
- Andere (Palladino, Pioli, Motta)
- 16 Quoten
Italiens langer Weg zurück
Italien hat sich seit 2014 nicht mehr für eine Weltmeisterschaft qualifiziert und die letzten drei Ausgaben verpasst. Der Tiefpunkt war in Zenica, wo eine Niederlage die Hoffnungen auf das Turnier 2026 zunichtemachte. Pirlos Auftrag ist klar: Die Mannschaft neu aufbauen und einen Platz bei der WM 2030 sichern. Er tritt die Nachfolge von Rino Gattuso an, einem weiteren Weltmeister von 2006, der während der gescheiterten Qualifikationskampagne verantwortlich war.
- Pep Guardiola lehnt das Angebot Italiens per SMS ab und nennt persönliche Gründe sowie ein Sabbatical.
- Andrea Pirlo erzielt eine grundsätzliche Einigung über einen Vierjahresvertrag als italienischer Nationaltrainer.
- Der FIGC-Bundesrat tritt um 12:00 Uhr zusammen; eine offizielle Bekanntgabe des neuen Trainers ist möglich.


