Wahlen · Washington und Berlin
Demokraten gewinnen bei Zwischenwahlen beide Kammern der USA – eine Schlappe für Trumps Republikaner
Prognosen geben den Demokraten 54 der 100 Senatssitze und 228 der 435 Sitze im Repräsentantenhaus, während Regierungen in Europa, Asien und dem Nahen Osten abwogen, was das Ergebnis für sie bedeutet.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Deutsche Welle, newsORF.at, Wirtschafts Woche und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Prognosen geben den Demokraten 54 der 100 Senatssitze und 228 der 435 Sitze im Repräsentantenhaus, während Alaska und Mississippi noch keine Zwischenergebnisse gemeldet hatten.
Die Regierung von Bundeskanzler Friedrich Merz wollte das Votum nicht bewerten, und Verteidigungsminister Boris Pistorius sagte, Deutschland werde den Kontakt zu den Demokraten suchen, während die Trump-Regierung noch zwei Jahre im Amt ist.
Analysten von CDU und SPD erwarten Grenzen für Trumps innenpolitischen Spielraum, aber weiterhin Einfluss im Ausland; Peter Beyer rechnet mit einem noch aggressiveren Vorgehen.
Die Demokraten haben nach am 4. November 2026 gemeldeten Prognosen bei den US-Zwischenwahlen Mehrheiten in beiden Kammern des Kongresses gewonnen – eine deutliche Schlappe für Donald Trump und seine Republikaner. Trump stand nicht zur Wahl, doch das Ergebnis schränkt seinen innenpolitischen Spielraum für den Rest seiner Amtszeit ein. Außenpolitisch behält er erhebliche Macht, weshalb Regierungen von Berlin bis Peking beraten, was nun folgt.
Demokraten erobern beide Kammern
Prognosen sehen die Demokraten bei 54 der 100 Sitze im Senat und die Republikaner bei 44, während Alaska und Mississippi noch keine Zwischenergebnisse vorlegten. Im Repräsentantenhaus hatten die Demokraten bislang 228 der 435 Sitze gewonnen, die Republikaner 139. Die Republikaner verloren in traditionellen Hochburgen wie Texas und Kansas, zudem gewannen die Demokraten Senatssitze in Texas, South Carolina, Kansas und Iowa, die als republikanische Bastionen galten. In mehreren klassisch konservativen Bundesstaaten gewannen demokratische Kandidaten auch Gouverneursrennen.
- Demokraten
- 54 Sitze
- Republikaner
- 44 Sitze
Daten aus dem Artikeltext
- Demokraten
- 228 Sitze
- Republikaner
- 139 Sitze
Daten aus dem Artikeltext
Berlin: Glückwünsche und Zurückhaltung
Die Regierung von Bundeskanzler Friedrich Merz wollte das Ergebnis nicht bewerten. Ein Regierungssprecher sagte, die Vereinigten Staaten blieben ein wichtiger Partner, Deutschland werde die enge Zusammenarbeit mit Washington fortsetzen und zugleich eigene Interessen verfolgen, darunter eine stabile internationale Ordnung, regelbasierten Handel und eine starke NATO. Vizekanzler Lars Klingbeil, der die SPD führt, gratulierte den Demokraten in Berlin zu ihrem klaren Sieg und sagte, dieser gebe Anlass zu Zuversicht.
„Unsere Hand ist ausgestreckt.“
Verteidigungsminister Boris Pistorius gratulierte den Demokraten und lobte ihren Sieg, sagte aber, mit der Regierung in Washington, die noch zwei Jahre im Amt sei, werde weiterhin in gutem Glauben zusammengearbeitet. Berlin werde zudem den engen Kontakt zu den Demokraten suchen.
„Aber wir werden, wie in der Vergangenheit, auch den engen Kontakt zu den Demokraten suchen.“
Trumps Außenpolitik und die transatlantische Frage
Der CDU-Außenpolitiker Jürgen Hardt nannte das Ergebnis ein Urteil über die Außenpolitik des Präsidenten und sagte, er hoffe auf mehr Vernunft aus Washington. Er verwies darauf, dass Trump das Militär im Ausland häufiger eingesetzt habe als viele seiner Vorgänger – ein Widerspruch, der sich nun gerächt habe. Der außenpolitische Sprecher der SPD, Adis Ahmetovic, sprach von einer schweren Niederlage für Trump, sagte aber, der Präsident bleibe in der Sicherheitspolitik unberechenbar. Peter Beyer, CDU-Außenpolitiker und früherer Transatlantik-Koordinator, erwartet Kontinuität in der Sicherheits- und Wirtschaftspolitik und meint, Trumps Vorgehen könne noch aggressiver werden. Er verwies auf die Zustimmung wenige Tage zuvor zum Verkauf von 500 Patriot-Raketen an Kiew, den die Europäer bezahlen werden. Marcel Fratzscher vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) nannte das Ergebnis ein positives Signal für die Weltwirtschaft: Der Kongress könne seine Haushaltsbefugnisse nutzen, um Trumps Iran-Politik zu begrenzen, was die Energiepreise senken könne.
Reaktionen außerhalb Deutschlands
Der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Mao Ning, sagte am 4. November in Peking, das Ergebnis sei eine innere Angelegenheit der Vereinigten Staaten, und China sei bereit, die von Xi Jinping und Trump vereinbarten Abkommen umzusetzen. Irans Oberster Führer Modschtaba Chamenei sagte, die Feindseligkeit Washingtons werde sich nicht durch einen Machtwechsel bei den Parteien oder durch Zugeständnisse ändern, und warnte, Irans Antwort auf jede neue US-Aggression werde weit härter ausfallen. In Israel bezeichneten Rivalen Benjamin Netanjahus den Wandel im Kongress als Niederlage für ihn, weil er jahrzehntelange überparteiliche US-Unterstützung verspielt habe. Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte, Moskau hoffe, Trump setze seine Friedensbemühungen in der Ukraine fort. Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa erwartet eine neue Ära in den internationalen Beziehungen. Frankreichs Finanzminister Roland Lescure sagte, Trump bleibe die entscheidende Stimme in der US-Außenpolitik, bleibe aber unberechenbar, während Spaniens Ministerpräsident Pedro Sanchez das Ergebnis als Absage an rechte Politik deutete. Österreichs Außenministerin Beate Meinl-Reisinger sagte, Europa müsse unabhängig vom US-Wahlausgang die eigenen Fähigkeiten stärken.
AfD distanziert sich von Trump
Der außenpolitische Sprecher der AfD, Markus Frohnmaier, verwies auf klare Unterschiede zu Trump bei Zöllen und Iran-Politik, sagte aber, die Partei teile mit den Republikanern breite weltanschauliche Ziele bei der Verteidigung kultureller und nationaler Identitäten, der Migrationskontrolle und der Ablehnung linker Ideologie. AfD-Chefin Alice Weidel sagte, die Niederlage resultiere aus gebrochenen Versprechen.
„Trump hatte seinen Wählern versprochen, keine interventionistische Außenpolitik zu verfolgen.“
Weidel sagte, Trump habe dieses Versprechen mit dem Angriff auf den Iran gebrochen. Bernd Baumann, Parlamentarischer Geschäftsführer der AfD, machte Trump für unnötige Fehler verantwortlich und nannte Zölle, die die Inflation anheizten, sowie den andauernden Iran-Konflikt und die Blockade der Straße von Hormus, die die Energiepreise in die Höhe trieben. Trumps Nachfolger solle ein fähiger Republikaner sein, da Trump nach seiner zweiten Amtszeit nicht erneut antreten könne.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Donald Trump
- US-Präsident, dessen Republikanische Partei bei den Zwischenwahlen die Mehrheiten in Repräsentantenhaus und Senat verlor
- Friedrich Merz
- Bundeskanzler, dessen Regierung das US-Ergebnis nicht bewerten wollte
- Lars Klingbeil
- Vizekanzler und SPD-Chef, der den Demokraten gratulierte
- Boris Pistorius
- Verteidigungsminister, der den Demokraten gratulierte
- Jürgen Hardt
- CDU-Außenpolitiker, der Trumps Außenpolitik kritisierte
- Adis Ahmetovic
- Außenpolitischer Sprecher der SPD im Bundestag
- Alice Weidel
- AfD-Chefin, die sagte, Trump habe Versprechen zum Interventionismus gebrochen
- Bernd Baumann
- Parlamentarischer Geschäftsführer der AfD, der Trumps Zölle und Iran-Politik kritisierte
- Markus Frohnmaier
- Außenpolitischer Sprecher der AfD, der Unterschiede zu Trump nannte
- Mao Ning
- Sprecherin des chinesischen Außenministeriums
- Modschtaba Chamenei
- Irans Oberster Führer, der härtere Antworten auf US-Aggression ankündigte
- Cyril Ramaphosa
- Südafrikas Präsident, der eine neue Ära in den internationalen Beziehungen erwartet
- Roland Lescure
- Frankreichs Finanzminister, der Trump weiterhin für entscheidend in der US-Außenpolitik hält
- Pedro Sanchez
- Spaniens Ministerpräsident, der das Ergebnis als Absage an rechte Politik deutete
- Beate Meinl-Reisinger
- Österreichs Außenministerin, die sagte, Europa müsse die eigenen Fähigkeiten stärken
- Benjamin Netanyahu
- Israels Ministerpräsident, dessen politische Rivalen das US-Ergebnis als Niederlage für ihn bezeichneten
- Peter Beyer
- CDU-Außenpolitiker und früherer Transatlantik-Koordinator, der Kontinuität erwartet
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