Wahlen · Washington, D.C.

Demokraten erobern Repräsentantenhaus und Senat zurück und gewinnen sieben Senatssitze bei US-Midterms

Die Demokraten haben bei den Midterms am 3. November das Repräsentantenhaus und den Senat gewonnen – eine schwere Niederlage für Donald Trumps Republikaner. Sieben Senatssitze wechselten die Seite, unter anderem in Texas, North Carolina und Kansas, während die Ergebnisse in Alaska und Mississippi noch ausstanden.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von watson.ch/, Berliner Zeitung, 20 Minuten und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Washington, D.C. · Vereinigte Staaten

Ein klarer Sieg der Demokraten

Die Demokraten errangen bei den am Dienstag, 3. November, abgehaltenen Midterm-Wahlen die Kontrolle über das Repräsentantenhaus und den Senat. Die Wähler entschieden über alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus und über 35 der 100 Senatssitze, zudem wurden in vielen Bundesstaaten Gouverneure und Parlamente gewählt. Am 4. November liefen die Ergebnisse noch ein, und watson berichtete, dass der Ausgang in Alaska und Mississippi noch ausstand. Die Berliner Zeitung meldete unter Berufung auf AP, sieben Senatssitze hätten die Seite gewechselt, in Bundesstaaten wie Texas, Iowa, Kansas, Ohio, North Carolina und South Carolina. Der Tagesspiegel merkte an, dass die Demokraten in den vergangenen 50 Jahren nur zweimal beide Kammern zurückgewonnen hätten. Laut 20 Minuten hat die Partei des Präsidenten seit dem Zweiten Weltkrieg in 18 von 20 Midterms Sitze im Repräsentantenhaus verloren und in 13 von ihnen auch Sitze im Senat.

Sitzzahlen noch in Bewegung

Nach Angaben von AP, die 20 Minuten am 4. November um 9 Uhr Schweizer Zeit zitierte, hatten die Demokraten 225 Sitze im Repräsentantenhaus sicher und lagen in 38 weiteren vorn, während die Republikaner 136 sicher hatten und in 36 weiteren führten. Im Senat hatten die Demokraten 54 der 100 Sitze sicher und lagen in einem weiteren Rennen vorn, während die Republikaner 43 sicher hatten und in zwei noch offenen Rennen führten. Der Tagesspiegel schrieb, die Demokraten hätten vier republikanische Senatssitze gewinnen müssen, um die Kammer zu erobern – am Ende gewannen sie sieben. Die Berliner Zeitung berichtete, die Demokraten hätten zudem mehr als zwei Dutzend Wahlkreise im Repräsentantenhaus hinzugewonnen, einige davon in traditionell republikanischen Regionen.

Gesicherte Sitze im Repräsentantenhaus, 9 Uhr Schweizer Zeit am 4. NovemberSitze
Demokraten
225 Sitze
Republikaner
136 Sitze

Daten aus dem Artikeltext

Gesicherte Sitze im Senat, 9 Uhr Schweizer Zeit am 4. NovemberSitze
Demokraten
54 Sitze
Republikaner
43 Sitze

Daten aus dem Artikeltext

Von Trump gewonnene Staaten schwenken nach links

In Texas gewann der Demokrat James Talarico das Senatsrennen mit 55 zu 43 Prozent – in einem Staat, den Trump 2024 mit 13,7 Punkten Vorsprung gewonnen hatte. In North Carolina siegte Roy Cooper mit 59 zu 39 Prozent, nachdem Trump den Staat in jenem Jahr mit 3,2 Punkten gewonnen hatte. In South Carolina lag die Demokratin Annie Andrews mit 51 zu 47 Prozent vorn, bei 93 Prozent ausgezählter Stimmen – in einem Staat, den Trump mit fast 18 Punkten gewonnen hatte. In Kansas besiegte der Demokrat Adam Hamilton den republikanischen Amtsinhaber Roger Marshall mit 51 zu 46 Prozent; dort hatte Trump mit 16 Punkten gewonnen, und es war der erste Sieg der Demokraten im Senat seit 1932. Der Tagesspiegel berichtete zudem von Verschiebungen von rund 17 und 14 Prozentpunkten in Iowa und Ohio, gemessen um 7.30 Uhr deutscher Zeit.

Ossoff, Acton und die Gouverneursrennen

In Georgia gewann der 39-jährige Demokrat Jon Ossoff klar gegen den Republikaner Mike Collins, der Trumps persönliche Unterstützung erhalten hatte. Knapp sechs Jahre zuvor hatte Ossoff eine Stichwahl gebraucht, um seinen Senatssitz zu gewinnen. Watson berichtete, er werde bereits als möglicher Präsidentschaftskandidat für 2028 gehandelt, eine Kandidatur sei aber noch nicht sicher. In Ohio besiegte die Demokratin Amy Acton den Republikaner Vivek Ramaswamy im Gouverneursrennen und beendete damit die Kampagne eines Kandidaten, der zuvor noch nie eine Wahl gewonnen hatte. Trump hatte Ohio 2024 mit mehr als 11 Punkten gewonnen. In Florida wurde der Republikaner Byron Donalds laut NZZ der erste afroamerikanische Gouverneur des Bundesstaates, während die Republikanerin Ashley Moody ihren Senatssitz verteidigte.

Trumps Reaktion und die Grenzen seiner Agenda

Trump gratulierte den Demokraten und sagte Fox News, sie hätten gute Arbeit geleistet; er habe keinen Grund, sich schlecht zu fühlen, weil er nicht auf dem Stimmzettel gestanden habe. Auf Truth Social schrieb er, wäre er auf dem Stimmzettel gestanden, hätte die Partei einen Erdrutschsieg errungen, und er teilte das Foto einer roten Kappe mit der Aufschrift VETO. Mit dem Verlust beider Kammern kann Trump keine neuen Gesetze mehr ohne Unterstützung der Opposition verabschieden. Ausgabengesetze benötigen die Zustimmung beider Kammern, und Steuergesetze müssen im Repräsentantenhaus eingebracht werden, was den Demokraten zusätzlichen Einfluss auf die Bundesfinanzen gibt. Bei Fox News argumentierte Sean Hannity, Midterms seien für Präsidenten immer brutal, und verwies darauf, dass Barack Obama 2014 ein ähnliches Ergebnis erlebt habe. Jimmy Kimmel, 58, verspottete Trump am Abend des 3. November in seiner Live-Show und sagte, die Wähler hätten ihm eine Tracht Prügel verpasst. ABC hatte Kimmels Show 2025 nach seiner wiederholten Verspottung des Präsidenten zeitweise abgesetzt und ihn erst nach massiven Protesten wieder zurückgeholt.

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