Konflikte · Insel Qeschm und Teheran
US-Angriff auf Irans Insel Qeschm wenige Stunden vor der Zwischenwahl – Trump bestätigt den Angriff
Trump hat einen US-Angriff auf eine iranische Luftverteidigungsanlage auf der Insel Qeschm bestätigt, während Teheran erklärte, ein erneuter Krieg nütze niemandem, und die Gespräche mit Washington weiterlaufen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von RTVE.es, Deutsche Welle, stern.de und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
US-Beamte berichteten dem Wall Street Journal und CNN von begrenzten Schlägen auf die Insel Qeschm in der Straße von Hormus in der Nacht auf Montag, 2. November, Teil einer Serie, die in den Wochen zuvor im Geheimen ausgeführt wurde.
Trump sagte am Dienstag, 3. November, gegenüber Fox News, eine iranische Luftverteidigungsanlage sei nach etwa zweimonatigem Bau getroffen worden, und sprach von einem kleineren Angriff.
Die Nachrichtenagentur IRNA zählte fünf Explosionen auf Qeschm, und die Revolutionsgarde erklärte laut EFE, sie habe zwei US-Aufklärungsdrohnen in der Nähe der Insel abgeschossen.
Präsident Massud Peseschkian sagte am 3. November in einer Kabinettssitzung, der oberste Führer habe der Regierung Vollmachten erteilt, um bisher tabuisierte Fragen in den Gesprächen zu behandeln.
- Nacht auf den 2. NovemberUS-Streitkräfte treffen nach Angaben von US-Beamten eine iranische Luftverteidigungsanlage auf der Insel Qeschm
- 3. November, Fox-News-InterviewTrump bestätigt den Schlag und bezeichnet ihn als kleineren Angriff
- 3. November, Tag der ZwischenwahlDie US-Zwischenwahl findet statt, Umfragen deuten auf einen Sieg der Demokraten hin
- 3. November, KabinettssitzungPeseschkian sagt, ein erneuter Krieg nütze niemandem, und sucht eine Lösung durch Dialog
Angriffe auf Qeschm
US-Beamte haben mehreren amerikanischen Medien unter der Bedingung der Anonymität gesagt, die Vereinigten Staaten hätten in der Nacht auf Montag, 2. November, begrenzte und defensive Angriffe auf die Insel Qeschm in der Straße von Hormus ausgeführt. Das Wall Street Journal berichtete, der Angriff sei der jüngste in einer Reihe begrenzter Schläge gewesen, die Washington in den Wochen vor dem 2. November im Geheimen ausgeführt habe, ohne öffentliche Ankündigungen, um den Eindruck einer Rückkehr zu einem umfassenden Kampfeinsatz zu vermeiden. CNN beschrieb die Aktion unter Berufung auf drei US-Beamte als defensiv und auf den Schutz amerikanischer Einrichtungen in der Region gerichtet. Das US-Zentralkommando kündigte die Operationen nicht an. Iranische Staatsmedien meldeten Explosionen auf der Insel; die Nachrichtenagentur IRNA zählte fünf Detonationen, Fars berichtete, auch Bewohner des nahe gelegenen Hengam und der Hafenstadt Bandar Abbas hätten sie gehört. Laut EFE erklärte die iranische Revolutionsgarde, sie habe zwei US-Aufklärungsdrohnen in der Nähe von Qeschm abgeschossen.
Trump bestätigt den Angriff
Am Dienstag, 3. November, bestätigte Trump den Schlag in einem Telefoninterview mit Fox News und erklärte, US-Streitkräfte hätten eine iranische Luftverteidigungsanlage kurz nach deren Fertigstellung getroffen. Er sagte, der Iran habe etwa zwei Monate für den Bau der Anlage gebraucht, und die US-Streitkräfte hätten den Aufbau beobachtet. Trump bezeichnete die Operation als kleineren Angriff und wies die Vorstellung zurück, es handle sich um einen Krieg. Er zog zudem eine Parallele zur Militäroperation im Januar in Venezuela, bei der nach Angaben von Quellen mehr als 100 Menschen getötet wurden und die zur Festnahme von Nicolas Maduro und seiner Frau Cilia Flores führte. Trump behauptete außerdem, die iranische Marine liege am Meeresgrund und verfüge über keine Kampfflugzeuge mehr. Am Montag antwortete er auf die Frage, ob er nach der Abstimmung am Dienstag neue Schläge gegen den Iran anordnen werde, mit Nein.
Teherans Reaktion und die Gespräche
Irans Präsident Massud Peseschkian sagte am Dienstag in einer Kabinettssitzung, eine erneute Feindseligkeit nütze niemandem, und seine Regierung suche einen Ausweg aus dem Konflikt durch Dialog.
„Niemand wird von diesem Krieg profitieren.“
Er sagte, der oberste Führer habe der Regierung Vollmachten erteilt, um Fragen zu behandeln, die in den Gesprächen bisher als tabu galten, ohne zu präzisieren, um welche Fragen es sich handelt. Der iranische Vizeaußenminister Kazem Gharibabadi sagte, Teheran behalte das Recht auf Selbstverteidigung, solange die militärische Aggression nicht vollständig und endgültig beendet sei. Auf die Frage nach den Schlägen auf Qeschm bestätigte er nicht ausdrücklich, dass sie stattgefunden haben. Katar, das zwischen beiden Seiten vermittelt, erklärte, es hoffe weiterhin auf eine Einigung. Auch US-Vizepräsident JD Vance sprach von Fortschritten in den Gesprächen, und Trump sagte am Montag, Teheran wolle so schnell wie möglich eine Vereinbarung.
Der Wahlkontext
Die Schläge erfolgten wenige Stunden vor Beginn der Abstimmung bei den US-Zwischenwahlen, wobei Umfragen auf einen Sieg der Demokraten und einen möglichen Mehrheitswechsel in beiden Kammern des Kongresses hindeuteten. Oberst Carlos Mendes Dias argumentierte im Sender Observador Radio, Außenpolitik sei amerikanische Politik und nicht allein die von Trump, und ein Mehrheitswechsel würde sie bis zu einem gewissen Grad beeinflussen. Er verwies auf die Befugnisse des Senats wie die Bestätigung von Präsidentenämtern und die Ratifizierung von Verträgen. US-Medien, darunter Axios, berichteten über die Möglichkeit, dass der Krieg nach der Abstimmung wieder aufflammen könnte. Das Faktencheck-Team von RTVE fand zudem alte Trump-Aussagen und aus dem Zusammenhang gerissene Videos, die in sozialen Netzwerken kursieren und keinen Bezug zu den Schlägen haben.
Was unklar bleibt
Die Quellen berichten weder über Opfer noch über Schäden durch die Schläge auf Qeschm. Die israelische Armee erklärte gegenüber AFP, sie sei an diesen Operationen nicht beteiligt gewesen. Der Iran zeigte in Teheran eine große Plakatwand, auf der Trump hinter Gittern mit gesenktem Kopf zu sehen ist. Die Regierung Trump hat die Schläge als defensiv bezeichnet, und die Gespräche haben bislang nicht zu einer angekündigten Vereinbarung geführt.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- RTVE.esUS-Angriff auf den Iran: von Gewissheiten bis zur DesinformationAtaque de Estados Unidos a Irán: de las certezas a la desinformación · Original auf Spanisch
- Deutsche WelleUSA greifen Iran Stunden vor den Zwischenwahlen anUS strikes Iran hours before midterm election · Original auf Englisch
- stern.deTrump bestätigt Angriffe auf iranische Insel - Verhandlungen dauern an
- Notícias ao MinutoIran: Peseschkian sagt, Wiederaufnahme des Krieges mit den USA nützt niemandemIrão: Pezeshkian diz que retomar guerra com EUA não beneficia ninguém · Original auf Portugiesisch
- Donald Trump
- US-Präsident, der den Angriff auf den Iran bestätigte und von Gesprächen mit Teheran sprach
- Masoud Pezeshkian
- Iranischer Präsident, der sagte, ein erneuter Krieg nütze niemandem
- JD Vance
- US-Vizepräsident, der von Fortschritten in den Gesprächen mit dem Iran sprach
- Kazem Gharibabadi
- Iranischer Vizeaußenminister, der sagte, Teheran behalte das Recht auf Selbstverteidigung
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