Sicherheit · Ithaca

Cornell-Fakultät spricht Universitätsführung wegen Umgang mit Vergewaltigungsvorwurf das Misstrauen aus

Der Senat der Lehrenden stimmte am Freitag, 6. November 2026, mit 75 zu 50 Stimmen bei fünf Enthaltungen ab – eine symbolische Rüge für Präsident Michael Kotlikoff. Dem Votum vorausgegangen war die Klage einer ehemaligen Studentin, die angibt, im Oktober 2024 in einem Haus von sieben Mitgliedern einer Studentenverbindung vergewaltigt worden zu sein.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von 7sur7, La Libre.be, The Guardian und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Ithaca · Vereinigte Staaten
Wie es dazu kam
  1. Oktober 2024Mutmaßliche Tat in einem Verbindungshaus, wie in der Klage beschrieben
  2. Mitte September 2026Ehemalige Studentin reicht Zivilklage gegen die Universität und sieben Verbindungsmitglieder ein
  3. 6.11.Senat der Lehrenden verabschiedet die Misstrauensresolution mit 75 zu 50 Stimmen

Die Abstimmung

Der Senat der Lehrenden der Cornell University verabschiedete am Freitag, 6. November 2026, eine Misstrauensresolution, in der er infrage stellt, ob die zentrale Verwaltung eine dauerhafte Krise sexueller Gewalt auf dem Campus wirksam bekämpfen kann. Der Senat hat keine Befugnis, Verwaltungsangehörige zu entlassen, das Votum ist daher weitgehend symbolisch – doch es ist eine scharfe Rüge für Präsident Michael Kotlikoff. Die auf der Website von Cornell veröffentlichten offiziellen Zahlen weisen 75 Stimmen der Fakultätsvertreter dafür, 50 dagegen und 5 Enthaltungen aus. Die New York Times gab das Ergebnis mit 56 Prozent Zustimmung, 37 Prozent Ablehnung und 7 Prozent Enthaltungen an.

Abstimmung des Senats der Lehrenden über die MisstrauensresolutionStimmen
Dafür
75 Stimmen
Dagegen
50 Stimmen
Enthaltungen
5 Stimmen

Daten aus dem Artikeltext

Die Vorwürfe

Eine ehemalige Studentin reichte Mitte September 2026 eine Zivilklage gegen die Universität und sieben Männer ein, die Mitglieder einer Studentenverbindung waren. Sie gibt an, im Oktober 2024 im Alter von 20 Jahren in einem Verbindungshaus von den sieben Männern vergewaltigt worden zu sein. Ihrem Bericht zufolge hatte sie damals Alkohol und Ketamin, ein starkes Anästhetikum, konsumiert. Alle sieben bestreiten die Vorwürfe und erklären entweder, der Sex sei einvernehmlich gewesen, oder sie seien nicht beteiligt gewesen. Die örtliche Staatsanwaltschaft kam zunächst zu dem Schluss, sie habe eingewilligt und es sei keine Straftat begangen worden.

Die Ermittlungen wurden inzwischen wieder aufgenommen und an die Generalstaatsanwältin von New York, Letitia James, übergeben, deren Behörde nun ein Strafverfahren führt.

Disziplin und Überprüfung

Das Title-IX-Verfahren von Cornell führte nach monatelangen Untersuchungen zum Ausschluss von zwei der beschuldigten Männer und zur Suspendierung von zwei weiteren, die zudem auf Bewährung gesetzt wurden. Zwei weitere Studierende mussten Reflexionsaufsätze schreiben und ein Bystander-Training absolvieren. Aus Unterlagen, die der New York Times vorliegen, geht hervor, dass einem siebten beschuldigten Mann, der bereits seinen Abschluss gemacht hat, der Zutritt zum Campus verwehrt ist. Präsident Kotlikoff richtete zudem eine Taskforce für sexuelles Fehlverhalten ein, die Empfehlungen vorgelegt hat. Sally Yates, eine ehemalige stellvertretende US-Justizministerin, leitet eine unabhängige externe Überprüfung des Umgangs der Universität mit dem Fall.

Reaktionen und offene Fragen

Einige Professorinnen und Professoren waren verärgert darüber, dass Kotlikoff nicht stärker auf verschärfte Disziplinarmaßnahmen gedrängt, keine Strafverfolgung angeregt oder die Partykultur auf dem Campus verändert habe. Ariana Kim, außerordentliche Professorin für Musik und Mitinitiatorin der Resolution, sagte in einem Interview:

„Das ist erst der Anfang einer Welle des Wandels, auf die wir hoffen.“

Ariana Kim

Kim sagte, sie hoffe, dass neue Führungskräfte, die das Alltagsleben der Studierenden besser verstehen, Verantwortung übernehmen. Der Board of Trustees, der Kotlikoff nach Jahren als Provost zum ständigen Präsidenten ernannte, hat die letzte Kontrolle über die Führung der Universität und hat öffentlich keine Anzeichen von Zweifeln erkennen lassen. Anne Smalling, Vorsitzende des Board of Trustees, erklärte:

„Der Board of Trustees ist weiterhin überzeugt, dass Präsident Kotlikoff und seine Verwaltung die richtigen Führungskräfte sind, um das ernste Problem sexueller Gewalt auf unserem Campus bedacht und umfassend anzugehen.“

Anne Smalling

Der Senat der Lehrenden hat keine Befugnis über die oberste Führung, doch die Unterstützer hofften, das Votum werde die Trustees zu raschem Handeln drängen – angesichts dessen, was sie als langjähriges institutionelles Versagen betrachten. Zwei Verfahren sind noch offen: die wieder aufgenommene Strafuntersuchung in New York und die externe Überprüfung unter Leitung von Sally Yates.

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

Orte
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