Regierung · Bukarest

Concordia fordert Rumänien auf, Gesetzentwurf zur Anwaltspflicht bei Firmenverträgen zurückzuziehen

Der rumänische Arbeitgeberverband Concordia will den Gesetzentwurf B563/2026 zurückgezogen sehen, der für routinemäßige Unternehmensunterlagen einen Anwalt vorschreiben würde. Die Anwaltskammer bezeichnet die von den Arbeitgebern verbreiteten Kostenschätzungen als falsch.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Ziare.com, Stirile ProTV, Digi24 und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Bukarest · Rumänien

Der Gesetzentwurf und was er vorschreiben würde

Der Gesetzentwurf B563/2026 wurde am 14. Oktober im Senat eingebracht, und seine Initiatoren beantragten, ihn im Dringlichkeitsverfahren zu debattieren und abzustimmen. Öffentlich als „Avocat obligatoriu“ bekannt, würde der Vorschlag Unternehmen in Rumänien verpflichten, einen Anwalt für die Ausarbeitung ihrer Verträge zu bezahlen. Nach Angaben des Arbeitgeberverbands Concordia würde die Pflicht sowohl routinemäßige Dokumente als auch große Geschäfte erfassen, darunter einen Nachtrag, eine Änderung im Handelsregister und einen Leasingvertrag. Der Verband erklärt, die Kosten würden für jedes unterzeichnete Dokument anfallen, sodass kleine Firmen ebenso viel zahlen würden wie ein großes Unternehmen – und am härtesten getroffen würden. Senator Daniel Fenechiu, PNL-Mitglied und zugleich Vizepräsident der Rumänischen Nationalen Union der Anwaltskammern (UNBR), brachte den Entwurf ein; UNBR-Präsident Traian Briciu unterstützt ihn.

Arbeitgeber fordern Rückzug

Concordia, laut Ziare unter der Leitung von Dan Șucu, hat offiziell den sofortigen Rückzug des Vorschlags verlangt. Geschäftsführer Paul Aparaschivei argumentierte, die Unternehmen hätten die Änderung nie gefordert.

„Die Unternehmen haben es nicht verlangt. Wenn sie einen Anwalt brauchen, engagieren sie einen auf dem freien Markt.“

Paul Aparaschivei

Der Verband erklärt, der Entwurf sei nie einer Folgenabschätzung unterzogen worden: Niemand habe berechnet, was er die Firmen kosten oder wie viele Verträge er betreffen würde, und Unternehmen, Buchhalter, Anwälte und IT-Firmen seien nicht konsultiert worden. Er fordert eine echte Konsultation mit der Wirtschaft, den betroffenen Berufen und der Zivilgesellschaft und fragt, ob es überhaupt ein Problem oder eine Dringlichkeit gibt, das die Regel lösen würde. Concordia erklärt zudem, „niemand habe erklärt, was genau gelöst werden soll“. Oana Luca, Vizepräsidentin von FICSIMM für die Region Nord-West, nannte die Regel „eine neue Steuer auf jedes Dokument“. Sie sagte, dieselbe Gebühr für ein Kleinstunternehmen und einen Konzern treffe die kleinsten Firmen am härtesten, und kleine und mittlere Unternehmen spürten die wirtschaftliche Schrumpfung bereits in vollem Umfang.

Strafrechtliche Haftung und Reichweite

Concordia erklärt, dass Buchhalter und Syndikusrechtsanwälte in Unternehmen bei einer Verabschiedung durch das Parlament mit strafrechtlicher Haftung rechnen müssten. Der Verband argumentiert, der Entwurf würde Anwälten Tätigkeiten übertragen, die heute Buchhalter, Syndikusrechtsanwälte und Inkassounternehmen rechtmäßig ausübten. Concordia beschreibt dies als eine Regel, die verändern würde, wie jede Firma in Rumänien ihre Verträge unterzeichnet – während die Wirtschaft sich verlangsamt und Unternehmen Unterstützung für Investitionen brauchen.

UNBR bestreitet die Zahlen

Traian Briciu nutzte den Europäischen Tag der Anwälte für eine Botschaft, in der er die Vorstellung zurückwies, Anwälte wollten künstliche Intelligenz verbieten. Er sagte, diese Behauptung verbreite sich leicht, weil sie echte Ängste um Geld, Zugang zu Dienstleistungen und die Zukunft berühre.

„Heute hören wir, dass wir künstliche Intelligenz verbieten oder die Menschen verpflichten wollen, für jede Kleinigkeit einen Anwalt zu engagieren.“

Traian Briciu

Die UNBR hat die von Arbeitgeberverbänden verbreiteten Kostenschätzungen als völlig falsch bezeichnet. Sie argumentiert, die finanziellen Auswirkungen seien stark übertrieben worden, weil der Entwurf zu weit ausgelegt werde – als bräuchte jede Rechnung, jeder Beleg oder jeder alltägliche Mikrovertrag die Unterschrift eines Anwalts. Die Initiatoren erklären, der Entwurf ziele auf rechtliche Prävention und den Schutz der Öffentlichkeit vor Betrügern, nicht darauf, Bürger abzukassieren, und es werde kein Anwalt benötigt, um jeden Vertrag abzuschließen.

Offene Fragen

Die vorliegenden Berichte nennen weder ein Datum für die Ausschussphase noch für die Abstimmung über den Entwurf, ebenso wenig eine Kostenschätzung der Initiatoren. Die jüngste Entwicklung ist Concordias Rückzugsforderung vom 26. Oktober.

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