Regierung · Bukarest

Rumänische Gewerkschaften fordern 5.000 Lei Mindestlohn bei ersten Gesprächen mit Premier Niculescu

Premierminister Luca Niculescu hat am Montag, 2. November, die Vorsitzenden der fünf großen rumänischen Gewerkschaftsbünde getroffen. Die Gewerkschaften forderten einen Bruttomindestlohn von 5.000 Lei, doch in den Gesprächen wurde keine konkrete Zahl genannt.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von G4Media.ro, Mediafax.ro, adevarul.ro und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Bukarest · Rumänien
Wie es dazu kam
  1. 2.11.Treffen im Palatul Victoria zwischen dem Premierminister und fünf Gewerkschaftsbünden, Dauer etwa zwei Stunden
  2. 3.11.Die Gewerkschaften wollen ihre Mindestlohnsumme nennen und eine Analyse vorlegen
  3. Kommende TageEinberufung des Dreigliedrigen Nationalen Rates für den sozialen Dialog
  4. 1.01.Datum, ab dem die Gewerkschaften einen Bruttomindestlohn von 5.000 Lei fordern und die PSD die Renten um mehr als 7 % indexieren will

Gespräche im Palatul Victoria

Premierminister Luca Niculescu traf am Montag, 2. November, die Vorsitzenden der fünf großen Gewerkschaftsbünde im Palatul Victoria in Bukarest zu einer ersten Runde offizieller Konsultationen. Die Gespräche dauerten etwa zwei Stunden. Teilgenommen haben Vizepremier Marian Neacșu, Finanzminister Alexandru Nazare, Gesundheitsminister Alexandru Rogobete, Bildungsminister Sorin Costreie und Arbeitsminister Florin Manole sowie Sorin Ionescu, beigeordneter Minister für den voruniversitären Bildungsbereich, und Oleg Ungureanu, Leiter der Kanzlei des Premierministers. Laut einer Regierungsmitteilung befürwortete Niculescu ein erstes Paket konkreter Maßnahmen: die Indexierung der Renten, den Abbau von Bürokratie und die Einbeziehung der Gewerkschaften in die Konsultationen zur rumänischen nationalen Position für den nächsten EU-Finanzierungszyklus. Nazare erläuterte den fiskalischen und budgetären Kontext sowie die Schritte, mit denen die Regierung ihre Finanzierungsbedürfnisse bis zum Jahresende decken will. Niculescu beschrieb den Dialog in praktischen Begriffen:

„Ein Instrument, mit dem wir bessere Entscheidungen treffen können, und ein Instrument, mit dem wir manchmal Spannungen vermeiden können.“

Luca Niculescu, Premierminister Rumäniens

Mindestlohn im Zentrum der Forderungen

Die Gewerkschaften forderten eine Anhebung des Bruttomindestlohns auf 5.000 Lei. Dumitru Costin, Präsident des Blocul Național Sindical (BNS), sagte, der Mindestlohn und die Steuerlast auf niedrige Einkommen seien die ersten Themen gewesen, und bei dem Treffen sei keine Zahl genannt worden. Libertatea berichtet, die Forderung der Gewerkschaften sei eine Erhöhung um 675 Lei auf 5.000 Lei brutto ab 1. Januar 2027, verbunden mit einer teilweisen Rückverlagerung der Sozialversicherungsbeiträge auf die Arbeitgeber. Costin sagte, das Arbeitsministerium sei gesetzlich verpflichtet, jedes Jahr aus makroökonomischen Indikatoren und offiziellen Prognosen einen indikativen Mindestlohnwert zu berechnen, und die Gewerkschaften hätten die Position des Ministeriums über die Regierung erhalten. Er begründete die Forderung mit europäischem Recht:

„Diese Erhöhung des Mindestlohns ist keine Laune der Gewerkschaftsführer. Sie ist das Ergebnis der EU-Mindestlohnrichtlinie.“

Dumitru Costin

Costin fügte hinzu, Rumänien habe bereits ein solches Gesetz und müsse es über einen transparenten, dreigliedrigen und berechenbaren Mechanismus anwenden.

Renten, Löhne und die Kostenfrage

Sorin Grindeanu, Vorsitzender der PSD, forderte die Regierung auf, die Renten zum 1. Januar um mehr als 7 % zu indexieren. Er verknüpfte die Maßnahme mit der Haushaltsdebatte:

„Es ist zwingend, dass die Renten im nächsten Jahr steigen. Das muss geschehen.“

Sorin Grindeanu, Vorsitzender

Laut den Berichten würde ein Rentner mit 2.000 Lei fast 150 Lei im Monat mehr erhalten, einer mit 4.000 Lei fast 300 Lei. Allein die Indexierung würde den Staat fast 10 Milliarden Lei pro Jahr kosten, und eine klare Finanzierungsquelle ist nicht gefunden. Ilie Bolojan, Vorsitzender der PNL, sagte, Maßnahmen zur Ausgabenkontrolle seien notwendig, da sonst das Defizit zum Jahresende nicht vorhersehbar sei. Mircea Abrudean, Präsident des Senats, sagte, die PNL unterstütze jede Maßnahme, die die Einkommen erhöhe, sofern sie nachhaltig sei, und fragte, woher das Geld kommen solle. Das neue Besoldungsgesetz für den öffentlichen Dienst könnte auch die Gehälter von Ministern, Abgeordneten und Bürgermeistern erhöhen – eine Aussicht, die die PSD kritisiert hatte, als die Regierung Bolojan eine Erhöhung der Bezüge von Amtsträgern erwog.

Wie es weitergeht

Der Dreigliedrige Nationale Rat für den sozialen Dialog soll in den kommenden Tagen einberufen werden, was der Premierminister bestätigte. Die Gewerkschaften kündigten an, am Dienstag, 3. November, die Summe zu nennen, um die der Mindestlohn steigen soll, zusammen mit einer Analyse. Die Arbeitgeber sind mit dem Vorschlag der Gewerkschaften laut den Berichten nicht einverstanden. Die Gewerkschaften warnten, sie würden auf die Straße gehen, wenn es bis zum Jahresbeginn keine Erhöhung gebe. Die fünf Verbände, darunter Cartel ALFA und der BNS, schickten zudem Briefe an Niculescu und Grindeanu und baten um einen Kalender für Konsultationen zu den wirtschaftlichen und sozialen Schwierigkeiten der Beschäftigten.

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