Makroökonomie

EU-Mittel werden schrumpfen, warnt rumänischer Berater beim Concordia Summit 2026

Der Präsidialberater Radu Burnete sagte am Freitag, 6. November, dass Rumänien sich für Wachstum nicht mehr auf europäische Mittel verlassen kann. Premierminister Luca Niculescu verknüpfte Investitionen auf demselben Gipfel mit der Wiederherstellung des Vertrauens zwischen Staat und Wirtschaft.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von G4Media.ro, adevarul.ro, Ziare.com und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Vertrauen als Engpass

Premierminister Luca Niculescu sagte am Freitag, 6. November, beim Concordia Summit 2026, Rumänien verfüge über Ersparnisse, Zugang zu europäischen Mitteln, qualifizierte Menschen und Unternehmen, die auf internationalen Märkten konkurrierten, doch müsse zunächst ein „Kapital des Vertrauens“ wiederaufgebaut werden, bevor diese Ressourcen zum Einsatz kommen könnten. Der Gipfel, organisiert vom Arbeitgeberverband Concordia unter dem Motto „Wie wir das Kapital Rumäniens aktivieren“, findet in zweiter Auflage statt. Niculescu sagte, Vertrauen sei schwer zu erarbeiten, könne aber schnell verschwinden.

„Es wird mühsam und auf komplizierte Weise erarbeitet, aber es kann sehr schnell verloren gehen, es kann in einer einzigen Nacht verloren gehen“

Luca Niculescu, Premierminister Rumäniens

Niculescu räumte ein, dass die Unternehmen Änderungen der staatlichen Regeln hätten verkraften müssen, zusätzlich zu politischen und finanziellen Krisen, der Pandemie, Energieschocks und Inflation. Der Privatsektor habe in den vergangenen 20 Jahren einen großen Teil der Last der wirtschaftlichen Entwicklung getragen, sagte er, und schlug vor, den EU-Beitritt als Ausgangspunkt dieses Zeitraums zu betrachten.

Weniger EU-Mittel, mehr eigenes Kapital

Radu Burnete, Präsidialberater für Wirtschafts- und Sozialfragen und früherer Geschäftsführer von Concordia, sagte beim Gipfel, der Staat werde für viele Programme und Subventionen kein Geld mehr haben. Die Transfers von „zig Milliarden“ aus der EU in den vergangenen 20 Jahren würden in den Verhandlungen über den nächsten mehrjährigen EU-Haushalt nicht dasselbe Volumen behalten. Burnete beschrieb die Wirtschaft als in „einem harten Jahr“ befindlich, unter dem Druck zweier großer Kriege und innerstaatlicher Entscheidungen. Er argumentierte, die fiskalische Konsolidierung sei keine Option, da die Finanzierungskosten des Staates sonst die gesamte Wirtschaft wettbewerbsunfähig machten. Die Finanzierung außerhalb der Banken müsse seiner Ansicht nach Priorität bekommen; den heimischen Kapitalmarkt beschrieb er als unterentwickelt, mit rudimentären Instrumenten und geringer Liquidität. Er schlug einfachere Gesetze, ausgefeiltere Instrumente und eine zentrale Gegenpartei vor, die den Handel mit Derivaten ermöglichen würde. Burnete sagte zudem, Rumänien verfüge zwar über „fantastische“ Energieressourcen, habe aber keinen regionalen Energie-Champion, und verwies als Beispiel auf PKN Orlen, das der Artikel als größtes Unternehmen Polens beschreibt.

Bezahlbare Wohnungen als neues nationales Produkt

Concordia-Präsident Dan Șucu schlug bezahlbare Wohnungen als neues nationales Produkt Rumäniens vor, nach dem Vorbild des Programms Prima Casă, das nach der Finanzkrise 2008/2009 aufgelegt wurde. In den Jahren 2010 und 2011 seien Vertrauen und Optimismus aus dem Markt verschwunden, sagte er; eine Partnerschaft zwischen Wirtschaft und Bürgern habe Prima Casă hervorgebracht, das Tausenden junger Menschen zu neuen Wohnungen verholfen habe. Șucu forderte, Rumänien solle von „Made in Romania“ zu „Creat în România“ (in Rumänien geschaffen) übergehen, um global konkurrieren zu können. Das BIP pro Kopf Rumäniens, damals unter der Hälfte des EU-Durchschnitts, liege heute bei rund 80 Prozent davon, und Maschinen und Ausrüstungen machten 47 Prozent der Warenexporte aus. Zu Kosten, Finanzierung oder Zeitplan des Wohnungsplans machte Șucu keine Angaben.

„Vertrauen ist die am meisten unterschätzte Form von Kapital“

Dan Șucu, Präsident des Arbeitgeberverbands Concordia und Gründer

Șucu sagte, die Unternehmen seien bereits zum nächsten Schritt übergegangen, der Staat nicht. Concordia habe Vorschläge zu Energie, Arbeit, heimischem Kapital und Vereinfachung vorgelegt, und viele davon seien in das Regierungsprogramm eingeflossen, was er als „einen wichtigen Schritt“ bezeichnete.

Was der Staat ändern sollte

Niculescu nannte drei Richtungen, in denen die Regierung Wandel durch Taten zeigen will. Die erste ist Berechenbarkeit: klare Regeln und ein Zeithorizont, damit Unternehmen ihre Tätigkeit planen können. Die zweite ist ein Staat, der mit der Wirtschaft Schritt hält – durch Digitalisierung, einfachere Verfahren und eine effizientere Verwaltung. Die dritte ist Disziplin im Umgang mit öffentlichen Geldern, denn der Staat könne vom Privatsektor nicht Verantwortung und Effizienz verlangen, wenn er sie selbst nicht anwende. Dies seien Aufgaben des Staates und nicht der Unternehmer, sagte er, und lud die Wirtschaft ein, Vorschläge zur öffentlichen Politik vorzulegen.

„Wenn wir von den Unternehmen verlangen, effizienter zu werden, müssen die staatlichen Institutionen genau dieselbe Anstrengung unternehmen“

Luca Niculescu, Premierminister Rumäniens

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