Wahlen · Madrid und Barcelona

Colau schlägt jährliche Steuer von 10 % auf Mehrfachimmobilien vor, um die Anhäufung von Immobilienbesitz in Spanien einzudämmen

Die Frente-Amplio-Kandidatin Ada Colau hat den Plan in einem Interview bei Cadena Ser am 28. Oktober 2026 vorgestellt. Unternehmen würden ab ihrer ersten Immobilie zahlen, Privatpersonen ab ihrer vierten, wenn der Gesamtwert 800.000 Euro übersteigt.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von EL MUNDO, eldiario.es, LaVanguardia und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Foto: Robo71, CC0 (Wikimedia Commons, Ausschnitt)

Der Vorschlag

Ada Colau, die Kandidatin von Frente Amplio für das Amt des Regierungspräsidenten bei der Wahl am 29N, stellte den Plan in einem Interview bei Cadena Ser am 28. Oktober 2026 vor. Die Abgabe würde 10 % des Werts jeder Immobilie betragen und jährlich erhoben. Unternehmen würden sie ab ihrer ersten Immobilie zahlen, Privatpersonen erst ab ihrer vierten – und nur, wenn der Gesamtwert ihrer Immobilien 800.000 Euro übersteigt. Vermeiden ließe sich die Steuer, wenn die Eigentümer ihre Wohnungen zu bezahlbaren und stabilen Mieten vermieten.

Wer betroffen wäre

Frente Amplio schätzt, dass die Maßnahme jeden in Spanien tätigen Investmentfonds erfassen würde, dazu 737 private Unternehmen, die 50 oder mehr Wohnungen vermieten. Sie würde zudem für 262.000 Mehrfacheigentümer mit vier oder mehr Wohnungen gelten – nach Angaben der Partei 1,3 % der spanischen Immobilieneigentümer, von denen die meisten zu den reichsten 10 % der Bevölkerung gehören. Wohnungsgenossenschaften, öffentliche Verwaltungen und gemeinnützige Organisationen wären ausgenommen, ebenso Eigentum und Nutzung, die die Partei als gerechtfertigt ansieht. Die Partei rechnet außerdem damit, dass 213.840 Wohnungen, die derzeit weder vermietet noch als Hauptwohnsitz genutzt werden, auf den Markt zurückkehren würden, während weitere 272.160 vermietete Wohnungen ihre Mieten senken müssten.

Von dem Vorschlag betroffene Wohnungen, Schätzungen von Frente AmplioWohnungen
Auf den Markt zurückkehrende Wohnungen
213840 Wohnungen
Vermietete Wohnungen, die ihre Mieten senken müssen
272160 Wohnungen

Daten aus dem Artikeltext

Eine Abschreckung, keine Einnahmequelle

Colau präsentierte die Steuer als Abschreckungsmittel und nicht als Mittel zur Geldbeschaffung; ihr Zweck sei es, Eigentümer zu Mietsenkungen zu bewegen, damit sie die Abgabe vermeiden. Sie sagte, die Steuer sei hoch genug, damit sich das Halten von Wohnungen zu Spekulationszwecken nicht mehr lohne.

„Wir sprechen von einer sehr hohen Steuer, die Spekulation unattraktiv macht.“

Ada Colau, Kandidatin von Frente Amplio für

Colau sagte, bezahlbare Mieten in Madrid und Barcelona müssten etwas mehr als 30 % unter den aktuellen Preisen liegen. Sie argumentierte zudem, dass der Besitz von vier Immobilien durchaus normal sein könne, und nannte als Beispiel einen Hauptwohnsitz, ein Haus in einem Dorf und einen mit einem Geschwister geteilten Erbanteil.

Der Wahlkampfkontext

Colau verknüpfte den Vorschlag mit dem Fall einer älteren Frau, die in Madrid nach einer Zwangsräumung starb und die sie als Auslöser der aktuellen Wahlentscheidung bezeichnete. Sie stellte die Wohnungsvorschläge von Frente Amplio denen der PSOE gegenüber und sagte, die Maßnahmen ihrer Partei zeigten mehr Mut. Die Partei plant zudem, den öffentlichen Wohnungsbau auszuweiten und bis zu 1 % des BIP zu investieren, teilweise finanziert durch die Steuer. Die Ankündigung erfolgt nach mehreren Tagen gewaltsamer Auseinandersetzungen in Barcelona und Bilbao; die Linke versucht, den Vorwahlkampf wieder auf das Wohnungsthema zu lenken – ein Feld, auf dem sich Frente Amplio und Podemos sicher fühlen und sich mit konkreten Vorschlägen von der PSOE absetzen können.

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

Madrid, Barcelona · Spanien

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