Sicherheit · Larissa und Palaiofarsalos

Tempi-Prozess: Bruder eines Opfers nennt das Unglück von 2023 ein vorhersehbares Verbrechen

Vaggelis Vlachos, dessen jüngerer Bruder unter den 57 Todesopfern des Bahnunglücks von Tempi am 28. Februar 2023 war, sagte am 2. November 2026 vor dem Schwurgerichtshof in Larissa aus. Er erklärte vor Gericht, die Katastrophe sei ein Verbrechen gewesen, das seit Jahren vorhersehbar gewesen sei.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Η Ναυτεμπορική, H Kαθημερινή, Ειδήσεις und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Larissa, Palaiofarsalos · Griechenland

Der Bruder beschreibt die letzten Momente des Opfers

Vaggelis Vlachos, dessen jüngerer Bruder unter den 57 Menschen war, die beim Bahnunglück von Tempi am 28. Februar 2023 getötet wurden, sagte am 2. November 2026 vor dem dreiköpfigen Schwurgerichtshof in Larissa aus. Er erklärte dem Gericht, die Familie habe für den Sommer 2023 gemeinsam einen Urlaub geplant, und das Einzige, was sie in diesem Sommer gesehen habe, sei ein geschlossener weißer Sarg gewesen. Die Familie habe die Zeit seither damit verbracht, in den Verfahrensakten nach Antworten zu suchen, und er glaube, dass viele von ihnen dort zu finden seien.

Er beschrieb Aufnahmen vom Bahnhof Palaiofarsalos, die er für seine Mutter zu einem Video zusammengestellt hatte, damit sie es jeden Abend ansehen könne. Die Bilder zeigten nicht nur die letzten Momente seines Bruders, sondern auch eine Situation, die schon lange vor jenem Abend bestanden habe.

„Diese Situation zeigt, dass es ein fortlaufendes Verbrechen war, ein vorhersehbares Verbrechen.“

Vaggelis Vlachos

Fragen zu Brandschutz und Sicherheit der Bahn

Vlachos sagte, die offizielle Darstellung des Brandes, die Silikonöle in Verbindung mit einem Lichtbogen annimmt, überzeuge ihn. Er fügte hinzu, die Suche nach Verantwortung ende mit dieser Erklärung nicht. Er forderte, der Brandschutz müsse in der gesamten Zugflotte untersucht werden, nicht nur bei den Sitzen.

Er sagte zudem, Führungskräfte von Hellenic Train seien nur wegen Vergehen vor Gericht verwiesen worden, obwohl die Akte Hinweise auf Verbrechen enthalte. Er behauptete, Mängel bei der Sicherheit der Bahn seien Funktionsträgern in Schlüsselpositionen schon Jahre vor dem Zusammenstoß bekannt gewesen. Er erklärte dem Gericht, das Signalsystem in Zachari sei ausgebrannt, seither gebe es dort keine Signaltechnik, und warf der OSE einen enormen Mangel an Respekt vor.

Stipendium und die Forderungen der Familie

Die Familie hat in Gedenken an den Bruder ein Stipendium am Fachbereich Technische Geologie und Umwelt der Aristoteles-Universität Thessaloniki eingerichtet, wo das Opfer studiert hatte. Vlachos sagte, es seien bereits drei Stipendien vergeben worden, finanziert von der Familie und aus Spenden, die anstelle von Trauerkränzen gesammelt wurden. Das Opfer hatte sich in seiner Masterarbeit mit den Tunneln von Tempi befasst und freute sich auf ein Projekt zur Zertifizierung von Eisenbahnwagen aus Spanien.

„Jenseits der Verurteilung der Verantwortlichen interessiert mich vor allem, dass sich etwas ändert.“

Vaggelis Vlachos

Vlachos beschrieb das Ziel der Familie als zwei Ziele. Sie wolle Gerechtigkeit, aber auch Sicherheit auf den Schienen.

„Es ist ein doppeltes Ziel: Es muss Gerechtigkeit geben, aber es muss auch Sicherheit geben.“

Vaggelis Vlachos

Terminplan des Gerichts und ausstehende Unterlagen

Das Gericht hat für die Woche ab dem 2. November 2026 drei Verhandlungstage angesetzt, zu denen 21 Zeugen aussagen sollen. Sechs von ihnen sollten am 2. November 2026 aussagen, darunter Vlachos und Angehörige eines weiteren Opfers, Ioannis Voutsinas. Überlebende wurden in den vergangenen Sitzungen zu den Minuten vor und nach dem Zusammenstoß befragt, unter anderem dazu, wo sie Feuer sahen und wie schnell der Zug war.

Das Gericht hat die Ministerien für Auswärtige Angelegenheiten sowie für Infrastruktur und Verkehr angewiesen, Mahnschreiben und andere Rechtsdokumente der Europäischen Kommission aus den Jahren 2016 bis 2026 in griechischer Übersetzung vorzulegen. Diese Dokumente betreffen die Frage, ob Griechenland seinen Pflichten zur Sicherheit der Bahn nachgekommen ist. Über die Ladung der Generalsekretäre des Ministeriums für die Jahre 2016 bis 2023, die Lukas Apostolidis, der Anwalt der Nebenklage, beantragt hatte, behielt sich das Gericht seine Entscheidung vor.

Das Gericht wartet außerdem auf einen forensischen Bericht der Kriminalpolizeidirektion der griechischen Polizei zum Mobiltelefon des angeklagten Bahnhofsvorstehers der Nachtschicht, das nach dem Unglück beschlagnahmt wurde. Das Gericht verlangte, den Bericht so schnell wie möglich vorzulegen, als es seine Entscheidung in der Sitzung vom 29. September 2026 bekanntgab.

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Quellen und Kontext

Orte
Larisa

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