Wohnen · London

Britische Hauspreise fallen im Oktober um 0,6 Prozent – stärkster Rückgang seit über drei Jahren

Der durchschnittliche Immobilienpreis in Großbritannien fiel im Oktober auf 296.285 Pfund, der vierte Rückgang in Folge, nachdem die Bank of England am 5. November ihren Leitzins auf 4 Prozent angehoben hatte.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von The Independent, The Guardian und Evening Standard. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

London · Vereinigtes Königreich

Stärkster monatlicher Rückgang seit mehr als drei Jahren

Die britischen Hauspreise fielen im Oktober gegenüber September um 0,6 Prozent, wie aus dem Lloyds-Index hervorgeht; damit liegt der durchschnittliche Immobilienpreis bei 296.285 Pfund. Es war der vierte Rückgang in Folge und der stärkste, seit Lloyds im August 2023 einen Rückgang von 1,6 Prozent verzeichnete. Analysten hatten einen leichten Anstieg von 0,1 Prozent erwartet, was der erste monatliche Zuwachs seit Juni gewesen wäre. Im Vergleich zum Vorjahresmonat lagen die Preise um 1,2 Prozent niedriger, der stärkste Jahresrückgang seit Oktober 2023. Der monatliche Rückgang entspricht einem Minus von 1.882 Pfund beim Durchschnittswert.

Veränderung der Hauspreise nach Lloyds, Oktober 2026%
Monatliche Veränderung gegenüber September
-0.6 %
Jahresveränderung gegenüber dem Vorjahresmonat
-1.2 %
Erwartete monatliche Veränderung der Analysten
0.1 %

Daten aus dem Artikeltext

Finanzierungskosten halten Käufer zurück

Die Bank of England erhöhte am Donnerstag, dem 5. November, ihren Leitzins um einen Viertelpunkt auf 4 Prozent, die erste Anhebung seit drei Jahren, um dem Inflationsdruck im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg entgegenzuwirken. Öl wurde in den vergangenen Monaten über 100 Dollar je Barrel gehandelt, was die Kraftstoffpreise trieb und die Inflation im September auf 3,5 Prozent steigen ließ. Laut Moneyfacts liegt die durchschnittliche zweijährige Festhypothek bei 5,97 Prozent und die durchschnittliche fünfjährige Festzinsbindung bei 5,99 Prozent. Rightmove bezifferte den durchschnittlichen fünfjährigen Festzins Ende Oktober auf 5,5 Prozent, nach 5 Prozent Ende Juni. UK Finance schätzt, dass die Erhöhung Eigenheimbesitzer mit Tracker-Darlehen auf Basis typischer Restschulden durchschnittlich 30,72 Pfund kosten würde. Rund 87 Prozent der ausstehenden Eigenheimkredite sind festverzinslich, und 2,3 Millionen Festzinsdarlehen laufen 2027 aus.

Durchschnittlicher fünfjähriger Festhypothekenzins%
2026-06
5 %
2026-10
5.5 %

Daten aus dem Artikeltext

Makler und Hausbauer ziehen sich zurück

Rightmove, das Immobilienportal, erwartet für 2026 weiterhin ein Umsatzwachstum von 6 bis 7 Prozent, eine leichte Herabsetzung der bisherigen Prognose von 6 bis 8 Prozent. Zudem senkte das Unternehmen die Obergrenze seiner Prognose für den durchschnittlichen Umsatz je Werbekunden auf 110 Pfund von 120 Pfund, was es vollständig darauf zurückführt, dass Hausbauer weniger für neue Wohnungen ausgeben. Die Käufernachfrage nach Bestandsimmobilien sank in den vier Monaten bis Ende Oktober um 10 Prozent, die vereinbarten Verkäufe gingen um 9 Prozent zurück. Die Zahl der neuen Wohnbauprojekte lag Ende Oktober um 6 Prozent niedriger als Ende des Vorjahres. Rightmove erklärte, das in der Herbstbudgetrede angekündigte First-Homes-Programm der Regierung habe die Zuversicht der Hausbauer verbessert, doch ein Anstieg der Neubauvolumina dürfte erst später im Jahr 2027 kommen. Dan Coatsworth, Leiter Markt bei AJ Bell, bezeichnete das Rightmove-Update als relativ robust und merkte zugleich an, dass die Hausbauer, eine wachsende Umsatzquelle des Portals, weniger ausgeben.

Kreditgeber und Makler zu den Aussichten

Andrew Asaam, Hypothekenchef bei Lloyds, ordnete den Oktober-Rückgang ein und wies darauf hin, dass sich die Preise in den vergangenen zwei Jahren relativ wenig verändert hätten, während sich der Markt an höhere Zinsen anpasste. Das aktuelle Umfeld beschrieb er in klaren Worten:

„Die Wohnungsnachfrage wird derzeit durch ein schwieriges wirtschaftliches Umfeld auf die Probe gestellt.“

Andrew Asaam

Asaam erwartet, dass die Lage kurzfristig gedämpft bleibt, rechnet aber nicht mit einer anhaltenden Phase fallender Hauspreise; zudem erwartet er, dass die Löhne weiter schneller steigen als die Immobilienpreise. Amy Reynolds, Vertriebsleiterin bei der Immobilienagentur Antony Roberts in Richmond, sagte, Käufer seien weiterhin aktiv, aber vorsichtiger; am härtesten getroffen seien Anschlussfinanzierer und Käufer, die eine zweite Stufe auf der Leiter erklimmen.

„Ein weiterer Anstieg sagt den Menschen, dass das Leihen teurer und nicht billiger wird, und das lässt sie zögern.“

Amy Reynolds

Savills erwartet, dass sich der Wohnungsmarkt erst 2028 erholt, wenn eine prognostizierte Verbesserung der Wirtschaft und der Bezahlbarkeit von Hypotheken ihm Auftrieb gibt.

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Quellen und Kontext

Organisationen
Bank of England

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