Makroökonomie · London

Pfund erreicht vor Zinsentscheid der BoE den höchsten Stand seit dem Brexit-Referendum

Das Pfund erreichte auf dem Währungskorb-Index der Bank of England 86,4 Punkte – ein ebenso hoher Stand wie zuletzt seit dem Referendum im Juni 2016. Der geldpolitische Ausschuss entscheidet am Donnerstag, 5. November, über die Zinsen; eine erste Anhebung seit drei Jahren gilt als weithin erwartet.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von BBC, Bloomberg Business und Evening Standard. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

London · Vereinigtes Königreich

Das Pfund so stark wie seit dem Brexit-Votum nicht mehr

Das Pfund ist gegenüber dem Euro und dem Dollar deutlich gestiegen – vor der erwarteten Anhebung der britischen Zinssätze. Der Index der Bank of England, der das Pfund gegen einen Korb aus 18 der wichtigsten Währungen der Welt misst, erreichte in der jüngsten Berechnung 86,4 Punkte (100 entspricht dem Wert von 2005) – ein ebenso hoher Stand wie zuletzt seit dem Referendum im Juni 2016. Die offizielle Bestätigung der Berechnung durch die Bank steht am Donnerstag, 5. November, an. Nach dem Votum von 2016 war das Pfund stark gefallen und sank im Zuge des Brexit-Prozesses, der Corona-Pandemie und des Mini-Haushalts von 2022 weiter.

Warum das Pfund gewinnt

Einige Händler erklärten, das Vereinigte Königreich werde inzwischen anders wahrgenommen – angesichts ruhigerer Politik, solider Wachstumszahlen und engerer Beziehungen zur Europäischen Union. Jim O'Neill, Ökonom und ehemaliger Staatsminister im Finanzministerium, sagte, der Anstieg überrasche ihn nicht.

„Mich überrascht das nicht. Die Menschen haben die zunehmende Dynamik im Vereinigten Königreich unterschätzt – und tun es zum Teil immer noch.“

Jim O'Neill, Ökonom und ehemaliger Staatsminister im Finanzministerium

Das britische Wachstum hat in diesem Jahr bislang alle Erwartungen übertroffen, allerdings haben höhere Energie- und Kraftstoffpreise inzwischen die Verbraucherstimmung belastet. Ein stärkeres Pfund kann helfen, die Inflation zu dämpfen und die Kaufkraft der Verbraucher bei Importen und Urlauben im Ausland zu erhöhen. Der neunköpfige geldpolitische Ausschuss der Bank entscheidet am Donnerstag, 5. November, über die Zinsen; eine erste Anhebung seit drei Jahren gilt als weithin erwartet.

Dienstleistungssektor stellt wieder ein

Der S&P-Global-Einkaufsmanagerindex für den britischen Dienstleistungssektor stieg im Oktober auf 52,8 Punkte, nach 52,1 im September – der höchste Stand seit sieben Monaten und der stärkste Wert seit Februar, bevor sich der Krieg zwischen den USA und Israel mit dem Iran ausweitete. Jeder Wert über 50 signalisiert Wachstum. Die Unternehmen stellten im Oktober zusätzliches Personal ein, da die Auftragslage wuchs, und beendeten damit zwei Jahre durchgehenden Stellenabbaus in der Branche. Einige Unternehmen führten höhere Umsätze auf Ausgaben ihrer Kunden für Investitionen in künstliche Intelligenz zurück.

Einkaufsmanagerindex für den britischen Dienstleistungssektor, September und Oktober 2026Index
September 2026
52.1 Index
Oktober 2026
52.8 Index

Daten aus dem Artikeltext

Tim Moore, Economics Director bei S&P Global Market Intelligence, sagte, die Einstellungen hätten wieder begonnen, allerdings nur geringfügig.

„Das Tempo des Stellenaufbaus war nur marginal, da die Unternehmen auf Kostendisziplin und, wo möglich, auf Effizienzgewinne setzten.“

Tim Moore, Economics Director bei S&P Global Market Intelligence

Inflation und der Zinsentscheid

Eine neue Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass die britischen Zinssätze die Inflation weniger dämpfen, als die Bank of England angenommen hatte – was vor der Sitzung des geldpolitischen Ausschusses am Donnerstag, 5. November, das Argument für eine Zinserhöhung stärkt. Ein neues Inflationsmaß der Bank of England, der sogenannte Sticky-Central-Indikator, zeigt bislang kaum Anzeichen dafür, dass der Preisdruck im Vereinigten Königreich zunimmt. Das bietet den Notenbankern, die über den Zinsentscheid beraten, eine gewisse Beruhigung.

Lohnwachstum im Euroraum dürfte sich verlangsamen

Der am Mittwoch, 4. November, veröffentlichte Lohnindikator der EZB prognostiziert, dass die Gehälter zwischen Juli und September 2027 jährlich um 2,4 Prozent steigen werden. Die Verlangsamung wäre eine ermutigende Nachricht für die Europäische Zentralbank in ihrem Kampf gegen die durch den Iran-Krieg angeheizte Inflation.

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Quellen und Kontext

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