Regierung · Brienzwiler
Brienzwiler Gemeinderat tritt nach monatelangen Anfeindungen geschlossen zurück – Neuwahl am 9. Dezember
Alle sieben Mitglieder des Gemeinderats von Brienzwiler sind am Montag, 2. November, mit sofortiger Wirkung zurückgetreten und begründeten dies mit seit Langem andauernden Anfeindungen aus einem Teil des Dorfes. Bis zur Wahl einer neuen Exekutive am 9. Dezember soll eine Sonderverwaltung eingesetzt werden.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Blick.ch, Tages Anzeiger, 20 Minuten und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Alle sieben Mitglieder des Gemeinderats von Brienzwiler sind mit sofortiger Wirkung zurückgetreten. Das geht aus einer am Montag, 2. November, veröffentlichten Mitteilung hervor.
Pro Brienzwiler forderte per Petition den Rücktritt von drei Ratsmitgliedern, darunter Gemeindepräsident Adrian Schild. Der Rat erklärt, wiederholt angegriffen worden zu sein; Gemeindeschreiber Thomas Riesen hat gekündigt.
Berichten zufolge liegt der Überschuss 2025 zwischen rund 197'500 und knapp unter 198'000 Franken. Der Rat sieht keine finanzielle Notlage, obwohl das Budget 2026 an der Versammlung zunächst abgelehnt wurde.
Das Regierungsstatthalteramt soll gestützt auf kantonales Recht eine Sonderverwaltung einsetzen, bis an der Versammlung am 9. Dezember eine neue Exekutive gewählt ist.
- Mai 2026Die Versammlung genehmigt das Budget 2026 unverändert – nach einer früheren Ablehnung
- September 2026Der Rat veröffentlicht einen Situationsbericht, der Versäumnisse in mehreren Verwaltungsbereichen auflistet
- 2.11.Der gesamte siebenköpfige Rat kündigt seinen sofortigen Rücktritt an; der Gemeindeschreiber hat gekündigt
- 9.12.Die Versammlung soll eine neue Exekutive wählen
Rücktritt angekündigt
Der siebenköpfige Gemeinderat von Brienzwiler, einem Dorf mit rund 530 Einwohnern im Berner Oberland, ist mit sofortiger Wirkung zurückgetreten. Das geht aus einer am Montag, 2. November, veröffentlichten Mitteilung hervor. Der Gemeinderat erklärte, der Streit zwischen Teilen der Bevölkerung und der Gemeinde habe sich über lange Zeit zugespitzt und die Ratsmitglieder, das Personal und deren Familien erheblich persönlich belastet. Zudem schwäche der Konflikt den Zusammenhalt im Dorf und die Bereitschaft der Einwohnerinnen und Einwohner, ein öffentliches Amt zu übernehmen. In der Mitteilung schrieb der Rat:
„Der Gemeinderat ist bestürzt darüber, wie scharf sich der Streit zwischen einzelnen Einwohnerinnen und Einwohnern von Brienzwiler und der Gemeinde zugespitzt hat.“
Das Regierungsstatthalteramt ist informiert worden, damit es gestützt auf kantonales Recht eine Sonderverwaltung einsetzen kann. Diese soll die Gemeindegeschäfte führen, bis die Versammlung am 9. Dezember eine neue Exekutive wählt.
Anfeindungen und eine Petition
Der Rat erklärte, mehrere seiner Mitglieder seien wiederholt angegriffen und zum Rücktritt aufgefordert worden; genannt wurden Gemeindepräsident Adrian Schild und Gemeindeschreiber Thomas Riesen. Riesen hat inzwischen gekündigt. Eine Gruppe namens Pro Brienzwiler hatte per Petition den Rücktritt einzelner Amtsträger gefordert. Christian Schranz, ein Mitglied der Gruppe, sagte gegenüber Blick, man habe den Abgang von drei Ratsmitgliedern – darunter Schild – und nicht der gesamten Exekutive verlangt. Zur Lage schrieb der Rat:
„Die ständigen Angriffe aus einem Teil der Bevölkerung haben die Sache auf die Spitze getrieben.“
Der Rat weist pauschale Angriffe zurück, die langjährige Versäumnisse den aktuellen Mitgliedern zuschreiben. Er habe den Prüfungsbedarf in einem Situationsbericht festgehalten, der im September an alle Haushalte verschickt worden sei. Dieser Bericht liste offene Punkte in der Gebührenverwaltung, der Verwaltungssoftware, der Stromversorgung, im Bauwesen und in der Gemeindorganisation auf.
Finanzen und Verwaltung
Der Rat hält fest, dass die Finanzen nicht der Grund für seinen Rücktritt waren. Berichten zufolge liegt der Überschuss 2025 zwischen rund 197'500 und knapp unter 198'000 Franken, die Zahl ist also am besten als Bandbreite zu lesen. Der Rat räumte ein, seine Kommunikation hätte früher, verständlicher und regelmässiger sein können, doch eine finanzielle Notlage bestehe nicht. Das Budget 2026 wurde an der Versammlung zunächst wegen ungeklärter Punkte abgelehnt und im Mai unverändert genehmigt. Pro Brienzwiler verweist auf höhere Verwaltungskosten nach dem Wechsel zu einer externen Finanzverwaltung, auf eine schleppende Bearbeitung von Baugesuchen und auf die Einführung von Tempo 30 als Reibungspunkte.
Wahl und nächste Schritte
Eine neue siebenköpfige Exekutive soll an der Versammlung am 9. Dezember gewählt werden. Mitglieder von Pro Brienzwiler könnten bei dieser Wahl kandidieren, hiess es von der Gruppe, wolle sie doch nun selbst Verantwortung übernehmen. Die folgende Zeitleiste zeigt die bisher gemeldeten Schritte.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Blick.chBrienzwiler BE: Sieben Rücktritte sorgen für Diskussionen
- Tages AnzeigerPolit-Beben in Bern: Gesamter Gemeinderat von Brienzwiler tritt per sofort zurück
- 20 MinutenBrienzwiler: Gesamter Gemeinderat tritt nach Streit im Dorf zurück
- SWI swissinfo.chGemeinderat von Brienzwiler tritt geschlossen zurück
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