Sicherheit · Dublin, Sofia und Prag

Bombendrohungen per E-Mail erzwingen Evakuierungen bei irischen Medien vor den EU-Gipfeln in Dublin

Droh-E-Mails zwangen am Freitag, 6. November, Mitarbeiter von RTÉ, Irish Independent, Newstalk, Today FM und Virgin Media, ihre Büros zu verlassen. Es wurden keine Sprengsätze gefunden, und die irische Regierung erklärt, die Drohungen seien offenbar eine koordinierte Kampagne vor zwei Gipfeltreffen in Dublin.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Jornal Expresso, Deutsche Welle, ANSA.it und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Dublin, Sofia, Prag · Irland, Bulgarien, Tschechien
Wie es dazu kam
  1. 6.11.E-Mail mit der Drohung, eine Bombe detoniere innerhalb von 45 Minuten, wird an RTÉ geschickt
  2. 6. November, morgensMitarbeiter verlassen die Büros von RTÉ, Irish Independent, Newstalk, Today FM und Virgin Media
  3. 6. November, nach Ablauf der FristFrist verstreicht ohne Explosion; Durchsuchung des RTÉ-Gebäudes durch die Polizei dauert über drei Stunden

Evakuierungen in Dublin

Bombendrohungen per E-Mail erreichten am Morgen des Freitag, 6. November, mehrere irische Nachrichtenorganisationen. Mitarbeiter in den Büros des öffentlich-rechtlichen Senders RTÉ, der Zeitung Irish Independent, der Radiosender Newstalk und Today FM sowie des Fernsehsenders Virgin Media wurden evakuiert. Polizisten mit Hunden durchsuchten das RTÉ-Gebäude in Donnybrook in Dublin mehr als drei Stunden lang, und RTÉ ersetzte während der Durchsuchung sein Programm durch Musik und vorab aufgezeichnete Beiträge. Eine um 08:33 Uhr Ortszeit an RTÉ geschickte E-Mail kündigte an, eine Bombe werde innerhalb von 45 Minuten explodieren, doch die Frist verstrich ohne Detonation. An keinem der Orte wurden Sprengsätze gefunden.

Die Drohungen und ihr angeblicher Urheber

Die E-Mails waren mit Mikhail Andropov unterzeichnet – ein Name, der den Nachnamen mit Juri Andropow teilt, dem früheren Vorsitzenden der Kommunistischen Partei der Sowjetunion. Der Zufall könnte auf Russland hindeuten oder aber dazu dienen, Moskau die Schuld zuzuschieben. Der Absender bezeichnete sich als einen der Anführer der Gruppe hinter den Bombendrohungen, die in dieser Woche Dutzende Flüge in Europa durcheinanderbrachten. Eine weitere am Freitag an mehrere irische Medien verschickte E-Mail kündigte laut Financial Times und AGI eine neue Angriffswelle an und drohte mit Anschlägen auf Flugzeuge, Kreuzfahrtschiffe, U-Bahn-Stationen und Züge. Eine Gruppe namens Stato Maschile bestritt gegenüber der BBC, eine am Donnerstag bei Aeroporti di Roma eingegangene E-Mail verschickt zu haben. Ein namentlich nicht genannter Beamter sagte der Financial Times, es gebe starke Hinweise auf eine russische Beteiligung, bestätigt sei dies jedoch nicht.

Reaktion der Regierung und die Gipfel in Dublin

Taoiseach Micheál Martin sagte, die Drohungen seien sehr ernst, hätten Angst, Sorge und Störungen verursacht und seien wahrscheinlich das Ergebnis koordinierten Handelns. Die Regierung erklärte in einer Stellungnahme, die Drohungen seien offenbar eine koordinierte Kampagne, die auf Störung abziele. Die Polizei teilte mit, sie kenne die Drohungen und ermittle. Martin sagte, es sei verfrüht festzustellen, ob eine einzelne Person dahinterstehe, und die Polizei bereite Protokolle für die Veranstaltungen der irischen EU-Ratspräsidentschaft vor. Dublin ist am 12. und 13. November Gastgeber eines Gipfels der Europäischen Politischen Gemeinschaft und eines informellen Europäischen Rates. Der Gipfel der Politischen Gemeinschaft zieht üblicherweise etwa fünfzig Staats- und Regierungschefs an, die Hälfte davon von außerhalb der EU; erwartet wurden der britische Premierminister Andy Burnham und der kanadische Premierminister Mark Carney sowie die Regierungschefs des westlichen Balkans und die Premierminister Norwegens und Islands. AGI berichtete, Martin sei zuversichtlich, dass die Gipfel gesichert werden könnten, und der geplante Einsatz werde der größte Sicherheitseinsatz in der Geschichte des Landes sein.

Flüge und weitere Sender

Berichten zufolge lag die Zahl der am Donnerstag, 5. November, von Bombenalarm betroffenen Flüge zwischen 18 und mindestens 20. Am Freitag wurden 11 Flüge von und nach Prag und Sofia alarmiert, und vier Flugzeuge über Frankreich landeten sicher und wurden anschließend durchsucht. Auch ein Ryanair-Flug von Lissabon nach Rom war betroffen, der Alarm erwies sich als unbegründet. Auf keinem der überprüften Flüge wurden Sprengsätze gefunden. Sky News erklärte gegenüber AFP, man habe eine Drohung gegen die eigene Sicherheit erhalten, und der französische Sender TF1 teilte mit, er habe einen falschen Bombenalarm erhalten. In Sofia begab sich die Polizei in die Redaktion von Nova TV, die kurzzeitig evakuiert wurde, ohne dass die Ausstrahlung unterbrochen wurde. Sky erklärte in einer Stellungnahme, man habe eine Sicherheitsbewertung vorgenommen und die zuständigen Behörden informiert.

Von Bombenalarm betroffene Flüge, 5. und 6. NovemberFlüge
5. November (Berichte reichen von 18 bis mindestens 20)
18 Flüge
6. November (Flüge nach und aus Prag und Sofia)
11 Flüge

Daten aus dem Artikeltext

Europäische Regierungen beschuldigen Russland, mitunter auch den Iran, regelmäßig destabilisierender Aktionen wie Desinformation, Sabotage und Cyberangriffe, doch die Urheber dieser Drohungen sind weiterhin unbekannt.

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Quellen und Kontext

Organisationen
Europäische Union

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