Wirtschaft · Paris

BNP Paribas steigert Gewinn im dritten Quartal um rund 13 Prozent und übertrifft Analystenprognosen

Die Erträge im Aktienhandel stiegen um 50 Prozent, und die Bank kündigte einen Aktienrückkauf im Volumen von 1,3 Milliarden Euro an. Zugleich bestätigte sie ihre Ziele für 2026 trotz der Sorgen um die französischen Refinanzierungskosten.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Bloomberg Business, Handelsblatt, ANSA.it und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Paris · Frankreich

Gewinn übertrifft Prognosen

BNP Paribas hat am Mittwoch, dem 28. Oktober, ihre Ergebnisse für das dritte Quartal vorgelegt, und der Gewinn lag über den Erwartungen der Analysten. Je nach Quelle wird das Wachstum des Nettogewinns gegenüber dem Vorjahr mit 13 bis 14 Prozent angegeben: ANSA nennt 3,4 Milliarden Euro, das Handelsblatt 3,46 Milliarden Euro und die Financial Times 3,5 Milliarden Euro. ANSA beziffert das gleiche Quartal des Jahres 2025 auf rund 3 Milliarden Euro. Die in den Berichten zitierten Konsensschätzungen lagen bei 3,2 Milliarden und 3,23 Milliarden Euro, sodass die Bank die Prognose nach beiden Maßstäben übertraf. Die Erträge stiegen um 9,5 Prozent auf rund 13,7 Milliarden Euro, während die Betriebskosten um 5,3 Prozent auf mehr als 8 Milliarden Euro zulegten. Im zweiten Quartal war der Nettogewinn gegenüber dem Vorjahr um 33,4 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro gesprungen.

Aktienhandel treibt die Zuwächse

Das Investmentbanking trug das Quartal: Die Erträge aus dem Aktienhandel stiegen laut Handelsblatt und Bloomberg gegenüber dem Vorjahr um 50 Prozent. Bloomberg berichtete, BNP sei damit nach Barclays die zweite große europäische Bank, die im dritten Quartal die US-Aktienhändler übertroffen habe. Das Handelsblatt beziffert das durchschnittliche Aktienwachstum der fünf größten US-Wettbewerber auf 37 Prozent. La Libre berichtet, die Unternehmens- und Investmentbank habe Erträge von 5,2 Milliarden Euro erzielt, getragen vom Aktiengeschäft und den Wertpapierdienstleistungen. Yann Gerardin, der Vorsitzende der Sparte, beschrieb den Zeitraum so.

„Unsere Kunden waren im dritten Quartal außerordentlich aktiv bei der Verwaltung ihrer Portfolios.“

Yann Gerardin

Bloomberg berichtete zudem, europäische Kunden hätten ihre Zurückhaltung aufgegeben und sich im vergangenen Quartal aktiver engagiert, was die Erträge der Sparte gestützt habe.

Privatkundengeschäft und Spezialgeschäfte

Das Privatkundengeschäft in Frankreich, Belgien und Italien verzeichnete einen Ertragsanstieg von 9,2 Prozent auf 4,7 Milliarden Euro. Die Spezialgeschäfte erwirtschafteten 6,8 Milliarden Euro, ein Plus von 3,6 Prozent, doch ihre Beiträge fielen sehr unterschiedlich aus. Die Erträge im Autoleasing sanken laut La Libre um fast 30 Prozent, weil niedrigere Gebrauchtwagenpreise die Sparte belasteten. Vermögensverwaltung, Versicherung und Spargeschäft steigerten ihre Erträge um 4,3 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro, während die Integration von Axa IM, das 2025 übernommen wurde, weiterlief.

Erträge im dritten Quartal 2026 nach GeschäftsbereichMrd. €
Unternehmens- und Investmentbank
5.2 Mrd. €
Privatkundengeschäft (Frankreich, Belgien, Italien)
4.7 Mrd. €
Vermögensverwaltung, Versicherung und Spargeschäft
2.5 Mrd. €

Daten aus dem Artikeltext

Aktienrückkauf, Ziele und Frankreich-Engagement

BNP Paribas kündigte einen Aktienrückkauf im Volumen von 1,3 Milliarden Euro an. Laut ANSA hat die Europäische Zentralbank ihn genehmigt, und dem Handelsblatt zufolge soll er im November durchgeführt werden. Die Bank erklärte, ihre Kernkapitalquote werde bis zum Jahresende über dem Zielwert von 13 Prozent liegen, und das Handelsblatt merkt an, die Bank habe ihr Kernkapitalziel vorzeitig erreicht. BNP bestätigte ihre Ziele für 2026 und bis 2028 und will am 2. Februar einen Strategieplan bis 2030 vorstellen. Die Sorgen der Anleger über die französischen Staatsfinanzen belasteten die Aktie, die dem Handelsblatt zufolge am Mittwochmorgen um 0,9 Punkte fiel. Die Nervosität der Anleger wegen des Haushalts, der Straßenproteste und einer ungewissen Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr haben die langfristigen Refinanzierungskosten Frankreichs erstmals seit 2002 über 5 Prozent getrieben. BNP erklärte, sie halte 19 Milliarden Euro französischer Staatsanleihen, weniger als 1 Prozent ihrer Bilanz, wobei alle bis auf 3 Milliarden Euro bis zur Fälligkeit gehalten würden, und die gestiegenen französischen Refinanzierungskosten hätten ihre Kernkapitalquote um 2 Basispunkte gesenkt.

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