Sicherheit · Berlin
Berlin startet Anfang November mit KI-Videoüberwachung am Kottbusser Tor
Dreißig Kameras an 15 Standorten sollen den Platz am Kottbusser Tor in Kreuzberg während eines vierwöchigen Echtzeit-Tests rund um die Uhr beobachten. Die Software ist darauf trainiert, Schläge, Tritte und am Boden liegende Personen zu melden; ein Polizeialarm holt die Beamten an den Bildschirm.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Berliner Zeitung, Süddeutsche Zeitung, POLITICO und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).
Kurz gefasst
Dreißig Kameras an 15 Standorten sollen ab Anfang November in einer vierwöchigen Echtzeit-Testphase rund um die Uhr laufen, wie tagesschau.de und der dpa-Bericht melden. Laut POLITICO folgt Anfang Dezember der Regelbetrieb.
Meldet die Software auffälliges Verhalten, ertönt ein akustisches Signal und der Bildschirm zeigt das Bild der Kamera; die Beamten sehen normales Videomaterial statt Strichfiguren. Markus van Stegen leitet das Projekt für die Berliner Polizei.
Iris Spranger sagte, rund um das Kottbusser Tor seien in den vergangenen zwölf Monaten mehr als 900 Straftaten erfasst worden, darunter mehr als 300 Körperverletzungen.
Einige Berichte nennen eine Löschung der Aufnahmen nach 30 Tagen, sofern sie nicht als Beweismittel dienen, während POLITICO 28 Tage für das gespeicherte Videomaterial angibt.
- Februar 2025Die Polizei eröffnet eine Außenstelle am Kottbusser Tor
- November 2026Die vierwöchige Echtzeit-Testphase soll beginnen
- Dezember 2026Laut POLITICO soll der Regelbetrieb starten
Was geplant ist
Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) stellte das System am Mittwoch, 28. Oktober 2026, in der Polizeiwache über der Adalbertstraße am Kottbusser Tor vor. Dreißig Kameras an 15 Standorten sollen den Platz rund um die Uhr beobachten und bestimmte Gewaltdelikte und Notlagen melden, damit Beamte schneller eingreifen können. Die Kameras sind seit einiger Zeit installiert, bislang wurde die Technik jedoch nur justiert und getestet. Anfang November beginnt die vierwöchige Echtzeit-Testphase, und laut POLITICO soll Anfang Dezember der Regelbetrieb folgen. Zwanzig Polizeibeamte wurden für die Bedienung der Software geschult.
Warum dieser Platz
Die Polizei beschreibt das Kottbusser Tor als einen von sieben Orten in Berlin mit hoher Kriminalitätsbelastung, auch weil sich dort viele suchtkranke Menschen aufhalten. Drogenhandel, Diebstahl, Raub und Körperverletzung gehören am Platz zum Alltag, im Februar 2025 eröffnete die Polizei dort eine Außenstelle. Nach Angaben der Polizei stehen viele Straftaten im Zusammenhang mit Beschaffungskriminalität zur Finanzierung des Drogenkonsums. Spranger sagte, in den vergangenen zwölf Monaten seien im Bereich mehr als 900 Straftaten erfasst worden, mehr als 300 davon mit Körperverletzungen, was sie als ein Drittel der Delikte bezeichnete.
- Erfasste Straftaten (mehr als)
- 900 Straftaten
- Körperverletzungen (mehr als)
- 300 Straftaten
Daten aus dem Artikeltext
Wie der Alarm funktioniert
Monitore in einem separaten Raum der Wache bleiben dunkel, bis eine Kamera auffälliges Verhalten meldet. Dann ertönt ein akustisches Signal, der Bildschirm leuchtet auf und zeigt das Bild dieser Kamera, und der diensthabende Beamte entscheidet, ob und wie viele Einsatzkräfte er schickt. Die Entwickler beschreiben das System als „semantische KI“, es versuche also, Situationen und Muster menschlichen Verhaltens zu erfassen, statt nur Bewegungen zu registrieren. Es ist auf Schläge, Tritte und am Boden liegende Personen trainiert, und Projektleiter Markus van Stegen sagte, es ließe sich für viel mehr programmieren, derzeit sei jedoch keine Erweiterung geplant. Nach einem Alarm sehen die Beamten das normale Videobild, in dem Menschen erkennbar sind, nicht die vereinfachten Strichfiguren, die die KI analysiert.
Datenschutz und Daten
Polizeipräsidentin Barbara Slowik Meisel sagte bei dem Medientermin, die Software erkenne keine Gesichter.
„Die Software erkennt keine Gesichter, nur Bewegungsabläufe.“
Van Stegen ergänzte, das System nehme keine biometrische Echtzeit-Identifizierung vor und erfasse weder Hautfarbe noch Geschlecht oder Kleidung. Spranger räumte in der Fragerunde ein, ihre frühere Darstellung, die Bilder blieben anonymisiert, sei nicht zutreffend gewesen. Zur Speicherdauer gibt es unterschiedliche Angaben: In einigen Berichten ist von 30 Tagen die Rede, POLITICO nennt 28 Tage.
Widerstand und nächste Schritte
Das Vorhaben stößt auf Widerstand, und Spranger will die Technik nach Berichten über das Projekt an weiteren Orten einsetzen. Rechtsgrundlage ist eine Reform des Allgemeinen Sicherheits- und Ordnungsgesetzes, die die Regierungskoalition beschlossen hat und die POLITICO als Schwarz-Rot bezeichnet. Der Echtzeit-Test beginnt Anfang November. Läuft er wie geplant, soll Anfang Dezember der Regelbetrieb starten.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Berliner ZeitungKI-Kameras am Kottbusser Tor: Polizei startet Probebetrieb
- Süddeutsche ZeitungKI-Videoüberwachung in Berlin: Wie Algorithmen am Kottbusser Tor Gewalt erkennen sollen
- POLITICOBerlin startet KI-Überwachung am Kottbusser Tor
- tagesschau.deBerlin: Berlin: KI-Videoüberwachung am Kotti startet Anfang November
- Iris Spranger
- Berlins Innensenatorin (SPD), die den KI-Kamera-Test am Kottbusser Tor vorstellte
- Orte
- Berlin
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