Wirtschaft · Dhaka, Narayanganj und Gazipur

Bangladesch will den Mindestlohn in der Textilbranche anheben – Proteste und Zusammenstöße dauern an

Der am 1. November eingesetzte Lohnausschuss tagte am 4. November erstmals und stellte höhere Löhne ab Januar 2027 in Aussicht. Die Höhe der Erhöhung steht noch nicht fest, die Unruhen in den Textilbezirken dauern an.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von La Repubblica.it, Nasz Dziennik, Telegraaf und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Dhaka, Narayanganj, Gazipur, Ashulia · Bangladesch
Wie es dazu kam
  1. 3.11.16 weitere Festnahmen gemeldet, laut Repubblica
  2. 4.11.Lohnausschuss hält seine erste Sitzung ab und kündigt höhere Löhne für Januar an
  3. 5.11.Über 95 % der Fabriken in Narayanganj öffnen wieder, während die Proteste in Gazipur und Ashulia andauern, laut AFP

Lohnausschuss legt einen Zeitplan fest

Bangladeschs neu gebildeter Lohnausschuss hat am 4. November seine erste Sitzung abgehalten, nachdem die Regierung ihn am Sonntag, 1. November, eingesetzt hatte. Sein Vorsitzender Syed Azad Subhani, ein Bezirks- und Sitzungsrichter, sagte anschließend vor Journalisten, die Beschäftigten würden ihre höheren Löhne im Januar erhalten. Wie hoch die Erhöhung ausfällt, hat der Ausschuss noch nicht erörtert; weitere Sitzungen sollen die neue Lohnstruktur festlegen. Babul Akhter, der Vertreter der Beschäftigten im Ausschuss, forderte die Protestierenden auf, an ihre Arbeitsplätze zurückzukehren. La Libre berichtet, die Summe werde im Dezember festgelegt, während Repubblica schreibt, die ersten aktualisierten Gehälter seien im Januar 2027 fällig.

Tote, Festnahmen und Zusammenstöße

Die Proteste begannen am Samstag, 31. Oktober, und dauern seitdem an. Repubblica berichtet, ein 35-jähriger Arbeiter sei am 1. November im Krankenhaus gestorben, nachdem er mit Stöcken geschlagen worden war – am selben Tag, an dem die Polizei erklärte, er habe Sachbeschädigungen gefilmt. Repubblica zählt seit Beginn der Proteste vier tote Arbeiter. Die Zeitung meldet zudem insgesamt 57 Festnahmen, mindestens 29 am 2. November und 16 am 3. November, und schreibt, die Identität der Festgenommenen und die Vorwürfe gegen sie seien weiterhin unbekannt. Die Polizei hat angekündigt, Drohnen und Körperkameras einzusetzen, um die Überwachung zu verstärken. Am 4. November setzte die Polizei Blendgranaten gegen eine Versammlung ein, die am Chandana Chowrasta für den getöteten Arbeiter betete, nach einem Streit über den Zeitpunkt des Gebets, wie lokale Medienberichte laut Telegraaf melden. The Daily Star berichtete, drei Journalisten – Korrespondenten von Star News und Ekattor Television sowie ein Kameramann – seien von einer mit Stöcken bewaffneten Gruppe angegriffen worden.

Fabriken und Exporte

Repubblica berichtet, mehr als 600 Fabriken in und um Dhaka hätten am 1. November wegen der Proteste geschlossen. Nasz Dziennik schreibt, mehr als 100 Fabriken in der Nähe der Hauptstadt hätten die Produktion während der Demonstrationen am Donnerstag eingestellt, als Protestierende auch eine wichtige Fernstraße blockierten. AFP zitiert den Polizeibeamten Gazi Jasim Uddin mit den Worten, mehr als 95 % der Fabriken in Narayanganj hätten am Donnerstagmorgen wieder normal gearbeitet, während aus Gazipur und Ashulia weiterhin Proteste gemeldet würden. Telegraaf berichtet, Bekleidungsexporteure fürchteten längere Schließungen und Lieferverzögerungen. Repubblica ergänzt, die BGMEA habe damit gedroht, die Regel „keine Arbeit, kein Lohn“ anzuwenden, falls die Proteste andauern. Laut AFP ist Bangladesch nach China der zweitgrößte Bekleidungsexporteur, beschäftigt rund 4 Millionen Menschen in etwa 4.000 Textilfabriken und erwirtschaftet mehr als 80 % seiner Deviseneinnahmen in dieser Branche.

Forderungen der Beschäftigten und die Lohnlücke

Der aktuelle Mindestlohn liegt bei 12.500 Taka im Monat, was die New York Times auf rund 100 Dollar beziffert. Die Forderungen der Beschäftigten unterscheiden sich je nach Medium: Telegraaf nennt 30.000 Taka, Repubblica 32.000 Taka und La Libre 33.000 Taka; La Libre und die New York Times beschreiben die geforderte Erhöhung übereinstimmend mit 140 %. Die Kampagne Abiti Puliti weist darauf hin, dass der Mindestlohn 2023 von 8.000 auf 12.500 Taka angehoben wurde – weniger als die 23.000 Taka, die die Beschäftigten damals forderten, ein Wert, der durch eine unabhängige Studie des Bangladesh Institute of Labour Studies gestützt wird.

Mindestlöhne in der Textilbranche in Taka pro MonatTaka
2023 festgelegter Mindestlohn
12500 Taka
Forderung der Beschäftigten 2023
23000 Taka

Daten aus dem Artikeltext

Mohammad Helal, ein 26-jähriger Textilarbeiter in Ashulia, sagte der New York Times in einem Interview:

„Der aktuelle Mindestlohn ist unzureichend. Er deckt nicht die monatlichen Lebenshaltungskosten einer einzigen Person.“

Mohammad Helal

Er schlug vor, die Regierung könne stattdessen die Strom-, Gas- und Mietkosten der Beschäftigten übernehmen, und sagte, in diesem Fall würden die Beschäftigten keine Lohnerhöhung mehr fordern.

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