Wirtschaft · Dhaka, Narayanganj und Gazipur
Bangladesch will den Mindestlohn in der Textilbranche anheben – Proteste und Zusammenstöße dauern an
Der am 1. November eingesetzte Lohnausschuss tagte am 4. November erstmals und stellte höhere Löhne ab Januar 2027 in Aussicht. Die Höhe der Erhöhung steht noch nicht fest, die Unruhen in den Textilbezirken dauern an.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von La Repubblica.it, Nasz Dziennik, Telegraaf und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Der am 1. November eingesetzte Lohnausschuss tagte am 4. November und erklärte, die Beschäftigten würden im Januar höhere Löhne erhalten; Repubblica nennt Januar 2027 für die ersten aktualisierten Gehälter, La Libre zufolge wird die Höhe im Dezember festgelegt.
Repubblica berichtet, mehr als 600 Fabriken in und um Dhaka hätten am 1. November geschlossen; Nasz Dziennik meldet, mehr als 100 Fabriken in der Nähe der Hauptstadt hätten während der Proteste am Donnerstag die Arbeit eingestellt.
Repubblica berichtet, ein 35-jähriger Arbeiter sei nach Schlägen während der Unruhen gestorben, und seit Beginn der Proteste seien 57 Menschen festgenommen worden, mindestens 29 am 2. November und 16 am 3. November.
The Daily Star berichtete, drei Journalisten von Star News, Ekattor Television und ein Kamerateam seien während der Unruhen von einer mit Stöcken bewaffneten Gruppe angegriffen worden.
Der Mindestlohn liegt bei 12.500 Taka im Monat, während die Beschäftigten je nach Medium zwischen 30.000 und 33.000 Taka fordern – eine Erhöhung um rund 140 %.
- 3.11.16 weitere Festnahmen gemeldet, laut Repubblica
- 4.11.Lohnausschuss hält seine erste Sitzung ab und kündigt höhere Löhne für Januar an
- 5.11.Über 95 % der Fabriken in Narayanganj öffnen wieder, während die Proteste in Gazipur und Ashulia andauern, laut AFP
Lohnausschuss legt einen Zeitplan fest
Bangladeschs neu gebildeter Lohnausschuss hat am 4. November seine erste Sitzung abgehalten, nachdem die Regierung ihn am Sonntag, 1. November, eingesetzt hatte. Sein Vorsitzender Syed Azad Subhani, ein Bezirks- und Sitzungsrichter, sagte anschließend vor Journalisten, die Beschäftigten würden ihre höheren Löhne im Januar erhalten. Wie hoch die Erhöhung ausfällt, hat der Ausschuss noch nicht erörtert; weitere Sitzungen sollen die neue Lohnstruktur festlegen. Babul Akhter, der Vertreter der Beschäftigten im Ausschuss, forderte die Protestierenden auf, an ihre Arbeitsplätze zurückzukehren. La Libre berichtet, die Summe werde im Dezember festgelegt, während Repubblica schreibt, die ersten aktualisierten Gehälter seien im Januar 2027 fällig.
Tote, Festnahmen und Zusammenstöße
Die Proteste begannen am Samstag, 31. Oktober, und dauern seitdem an. Repubblica berichtet, ein 35-jähriger Arbeiter sei am 1. November im Krankenhaus gestorben, nachdem er mit Stöcken geschlagen worden war – am selben Tag, an dem die Polizei erklärte, er habe Sachbeschädigungen gefilmt. Repubblica zählt seit Beginn der Proteste vier tote Arbeiter. Die Zeitung meldet zudem insgesamt 57 Festnahmen, mindestens 29 am 2. November und 16 am 3. November, und schreibt, die Identität der Festgenommenen und die Vorwürfe gegen sie seien weiterhin unbekannt. Die Polizei hat angekündigt, Drohnen und Körperkameras einzusetzen, um die Überwachung zu verstärken. Am 4. November setzte die Polizei Blendgranaten gegen eine Versammlung ein, die am Chandana Chowrasta für den getöteten Arbeiter betete, nach einem Streit über den Zeitpunkt des Gebets, wie lokale Medienberichte laut Telegraaf melden. The Daily Star berichtete, drei Journalisten – Korrespondenten von Star News und Ekattor Television sowie ein Kameramann – seien von einer mit Stöcken bewaffneten Gruppe angegriffen worden.
Fabriken und Exporte
Repubblica berichtet, mehr als 600 Fabriken in und um Dhaka hätten am 1. November wegen der Proteste geschlossen. Nasz Dziennik schreibt, mehr als 100 Fabriken in der Nähe der Hauptstadt hätten die Produktion während der Demonstrationen am Donnerstag eingestellt, als Protestierende auch eine wichtige Fernstraße blockierten. AFP zitiert den Polizeibeamten Gazi Jasim Uddin mit den Worten, mehr als 95 % der Fabriken in Narayanganj hätten am Donnerstagmorgen wieder normal gearbeitet, während aus Gazipur und Ashulia weiterhin Proteste gemeldet würden. Telegraaf berichtet, Bekleidungsexporteure fürchteten längere Schließungen und Lieferverzögerungen. Repubblica ergänzt, die BGMEA habe damit gedroht, die Regel „keine Arbeit, kein Lohn“ anzuwenden, falls die Proteste andauern. Laut AFP ist Bangladesch nach China der zweitgrößte Bekleidungsexporteur, beschäftigt rund 4 Millionen Menschen in etwa 4.000 Textilfabriken und erwirtschaftet mehr als 80 % seiner Deviseneinnahmen in dieser Branche.
Forderungen der Beschäftigten und die Lohnlücke
Der aktuelle Mindestlohn liegt bei 12.500 Taka im Monat, was die New York Times auf rund 100 Dollar beziffert. Die Forderungen der Beschäftigten unterscheiden sich je nach Medium: Telegraaf nennt 30.000 Taka, Repubblica 32.000 Taka und La Libre 33.000 Taka; La Libre und die New York Times beschreiben die geforderte Erhöhung übereinstimmend mit 140 %. Die Kampagne Abiti Puliti weist darauf hin, dass der Mindestlohn 2023 von 8.000 auf 12.500 Taka angehoben wurde – weniger als die 23.000 Taka, die die Beschäftigten damals forderten, ein Wert, der durch eine unabhängige Studie des Bangladesh Institute of Labour Studies gestützt wird.
- 2023 festgelegter Mindestlohn
- 12500 Taka
- Forderung der Beschäftigten 2023
- 23000 Taka
Daten aus dem Artikeltext
Mohammad Helal, ein 26-jähriger Textilarbeiter in Ashulia, sagte der New York Times in einem Interview:
„Der aktuelle Mindestlohn ist unzureichend. Er deckt nicht die monatlichen Lebenshaltungskosten einer einzigen Person.“
Er schlug vor, die Regierung könne stattdessen die Strom-, Gas- und Mietkosten der Beschäftigten übernehmen, und sagte, in diesem Fall würden die Beschäftigten keine Lohnerhöhung mehr fordern.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- La Repubblica.itBangladesch, Proteste wegen des Mindestlohns im Textilsektor: ein Arbeiter getötet und 57 FestnahmenBangladesh, le proteste per il salario minimo nel settore tessile: un lavoratore ucciso e 57 arresti · Original auf Italienisch
- Nasz DziennikBangladesch: Arbeiter der Textilindustrie protestierenBangladesz: Pracownicy branży tekstylnej protestują · Original auf Polnisch
- TelegraafBangladesch stimmt neuer Lohnskala für Bekleidungsarbeiter zu, doch Polizei und Arbeiter geraten erneut auf der Straße aneinanderBangladesh stemt in met nieuwe loonschaal voor kledingarbeiders, maar politie en arbeiders raken weer slaags op straat · Original auf Niederländisch
- The New York TimesBangladesch stimmt nach Protesten einer Erhöhung des Mindestlohns für Bekleidungsarbeiter zuBangladesh Agrees to Raise Minimum Wage for Garment Workers After Protests · Original auf Englisch
- Gazi Jasim Uddin
- Polizeibeamter, der AFP sagte, die Fabriken in Narayanganj hätten den Normalbetrieb wieder aufgenommen
- Orte
- Dhaka, Bangladesch
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