Wirtschaft · New York und San Francisco
Tech-Aktien rutschen ab – Wahlsiege der Demokraten schüren Sorgen vor KI-Regeln
Der Nasdaq 100 fiel um 4,7 Prozent auf 27.113 Punkte, weil Anleger befürchten, ein von den Demokraten kontrollierter Kongress könnte den Ausbau der KI-Infrastruktur und den Bau von Rechenzentren bremsen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Focus, Handelsblatt, tagesschau.de und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).
Kurz gefasst
Der Nasdaq 100 fiel um 4,7 Prozent auf 27.113 Punkte, der S&P 500 verlor 2,5 Prozent auf 7.495 Punkte und der Dow Jones Industrial Average gab 1,5 Prozent auf 52.578 Punkte nach.
Die Demokraten gewannen Mehrheiten im Repräsentantenhaus und im Senat; Dan Ives erwartet in den kommenden zwei Jahren erhebliche Hürden für die KI-Gesetzgebung.
Tesla und SpaceX verloren rund 4 bis fast 5 Prozent, nachdem Musk die Republikaner mit mehr als 200 Millionen Dollar unterstützt hatte – ohne Erfolg.
Wood Mackenzie zufolge haben Einsprüche ein Fünftel aller Projekte verzögert; Umfragen zeigen, dass drei von vier Amerikanern kein Rechenzentrum in der Nähe wollen.
Ausverkauf im gesamten Tech-Sektor
Der Nasdaq 100 fiel um 4,7 Prozent auf 27.113 Punkte und steuert damit auf einen seiner größten Tagesverluste der vergangenen Jahre zu. Der S&P 500 verlor 2,5 Prozent auf 7.495 Punkte, der Dow Jones Industrial Average gab 1,5 Prozent auf 52.578 Punkte nach. Chip-Titel, bislang größte Profiteure des KI-Booms, führten die Verluste an. Auch Tesla und SpaceX, beide mit Elon Musk verbunden, gaben nach: Die Aktien fielen im nachbörslichen Handel um fast 5 Prozent und in der Morgensitzung in New York um rund 4 Prozent. Der Ausverkauf erfolgte zwei Tage, nachdem die Demokraten bei den US-Midterms Mehrheiten in beiden Kammern des Kongresses gewonnen hatten.
- Nasdaq 100
- -4.7 %
- S&P 500
- -2.5 %
- Dow Jones Industrial
- -1.5 %
Daten aus dem Artikeltext
Angst vor strengeren KI-Regeln
Anleger sorgen sich, dass ein von den Demokraten kontrollierter Kongress den Ausbau der KI-Infrastruktur verlangsamen oder neue Rechenzentren blockieren könnte. Analysten sehen die Märkte in einer Rotation, ausgelöst durch Erwartungen an die künftige US-Politik; das schwache Abschneiden der Republikaner traf insbesondere Technologiewerte. Zudem bleiben Zweifel, ob sich die Milliarden für KI-Chips, Rechenzentren und Stromversorgung jemals auszahlen. Der Tech-Analyst Dan Ives erwartet, dass der Wahlsieg der Demokraten in den kommenden zwei Jahren erhebliche Hürden für die KI-Gesetzgebung schaffen wird. Anbieter von Neoclouds wie CoreWeave, die GPU-Rechenleistung für KI-Anwendungen vermieten, fielen, während große Tech-Konzerne wie Amazon trotz der branchenweiten Sorgen zulegten.
Rechenzentren und lokaler Widerstand
Die Kandidaten machten den Widerstand gegen den KI-Boom zu einem zentralen Wahlkampfthema, und Anwohner in der Nähe der Anlagen fürchten steigende Energie- und Wasserpreise. Umfragen zeigen, dass drei von vier Amerikanern kein Rechenzentrum in ihrer Nachbarschaft wollen. Gina Hinojosa, die zur Gouverneurin von Texas gewählt wurde, kündigte im Wahlkampf ein Moratorium für Rechenzentren an; der neu gewählte texanische Senator James Talarico hat Ähnliches gesagt. Sherrod Brown, der neu gewählte demokratische Senator aus Ohio, sagte, er arbeite für Ohio und nicht für Energieversorger, Rechenzentrumsbetreiber oder die Wall Street. Wood Mackenzie zufolge haben Einsprüche bereits ein Fünftel aller Projekte verzögert; Ohio, South Carolina und Texas gehören zu den Bundesstaaten, in denen Rechenzentren gebaut werden oder geplant sind.
Musk und der politische Ausblick
Musk unterstützte die Republikaner bei den Wahlen mit mehr als 200 Millionen Dollar – ohne Erfolg – und scherzte anschließend, Rechenzentren im Weltraum sähen nun recht attraktiv aus. Ted Lieu, demokratischer Kongressabgeordneter aus Kalifornien, hat Gesetze zur Kontrolle von KI angekündigt, und Rechenzentren dürften auf der Agenda des Kongresses stehen. Trump hat angekündigt, sein Veto einzulegen, was bestimmen wird, wie weit solche Gesetze in den kommenden zwei Jahren kommen können. Lisa Su, Chefin von AMD, sagte CNBC, sie sehe keinen Grund, die Pläne ihres Unternehmens zu ändern, da die weltweite Nachfrage so stark sei. John Vinh sagte Bloomberg, eine echte Verlangsamung des Rechenzentrumsbaus könnte KI-Unternehmen treffen.
Marktausblick
Die asiatischen Märkte fielen, als die ersten Ergebnisse eintrafen, erholten sich aber schnell. Frühere Phasen geteilter Regierungen belasteten die Aktienmärkte nicht zwangsläufig, doch die Bewertungen bleiben hoch und ein weiterer geopolitischer Schock könnte ausreichen, um die Kurse nach unten zu treiben. Die zentrale Frage ist, ob die enormen KI-Investitionen irgendwann Produktivitätsgewinne und positive Cashflows bringen. Trump hat auf einen schnellen Ausbau der Rechenzentren gedrängt, und die Demokraten könnten ihre neue Macht nutzen, um genau das zu blockieren.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- FocusFurcht vor KI-Regulierung: Tech-Aktien brechen ein
- HandelsblattDow Jones, S&P 500, Nasdaq: Tech-Index Nasdaq notiert vier Prozent im Minus
- tagesschau.deWie sich der Wahlsieg der Demokraten auf Big Tech auswirkt
- Der TagesspiegelSinkende Aktienkurse, unsichere Pläne: Der andere Verlierer der Midterms heißt Elon Musk
- Elon Musk
- Chef von Tesla und SpaceX, dessen Unternehmen nach seiner Unterstützung der Republikaner bei den Midterms Kursverluste erlitten
- Sherrod Brown
- Neu gewählter demokratischer Senator aus Ohio
- Gina Hinojosa
- Zur Gouverneurin von Texas gewählt, kündigte ein Moratorium für Rechenzentren an
- James Talarico
- Neu gewählter Senator von Texas, der ähnliche Positionen zu Rechenzentren vertritt
- Lisa Su
- AMD-Chefin, die erklärte, das Unternehmen halte an seinen Zukunftsplänen fest
- Ted Lieu
- Demokratischer Kongressabgeordneter aus Kalifornien, der Gesetze zur Kontrolle von KI angekündigt hat
- Donald Trump
- US-Präsident, der angekündigt hat, gegen solche Gesetze sein Veto einzulegen
- Organisationen
- SpaceX, Tesla, Inc.
Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.
Pollar unterstützen