Diplomatie · Jerewan und Moskau

Armenien plant EU-Beitrittsgesuch bis 2028, während die Beziehungen zu Russland belastet sind

Premierminister Nikol Pashinyan erklärte am Donnerstag, 5. November 2026, Armenien werde 2027 oder 2028 einen förmlichen Antrag auf EU-Mitgliedschaft stellen. Moskau hält daran fest, dass eine EU-Mitgliedschaft nicht möglich sei, solange Armenien in der Eurasischen Wirtschaftsunion bleibt.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Le Soir, in.gr, Ειδήσεις und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Jerewan, Moskau · Armenien, Russland
Wie es dazu kam
  1. 2020Armenien erleidet militärische Niederlage gegen Aserbaidschan
  2. 2023Baku erobert die umstrittene Enklave Karabach zurück
  3. 5.11.Pashinyan kündigt Plan für EU-Mitgliedschaft an
  4. 2027 oder 2028Geplanter förmlicher EU-Beitrittsantrag

Eine Kandidatur mit Ziel 2027 oder 2028

Der armenische Premierminister Nikol Pashinyan sagte auf einer Pressekonferenz am Donnerstag, 5. November 2026, Armenien werde seine Kandidatur für eine Mitgliedschaft in der Europäischen Union bis 2028 einreichen. Er verknüpfte den Plan mit einem Prozess, den seine Regierung begonnen habe, um einen alternativen Weg aufzubauen, der den Armeniern eine echte Wahl über ihre Zukunft geben solle. Der förmliche Antrag werde 2027 oder 2028 kommen und Beitrittsverfahren für Armenien als Vollmitglied eröffnen. Der Zeitplan wurde in einer einzigen Pressekonferenz genannt und bot zwei mögliche Jahre statt eines festen Datums. Die Ankündigung fällt in eine Beziehung zu Moskau, die seit Jahren belastet ist.

„Wir haben einen Prozess begonnen, der darauf abzielt, eine Alternative zu schaffen, damit unser Volk die Möglichkeit hat zu wählen.“

Nikol Pashinyan, Premierminister Armeniens

Belastete Beziehungen zu Moskau

Die Beziehungen zwischen Moskau und Jerewan verschlechterten sich stark, nachdem Armenien 2020 einen militärischen Konflikt mit Aserbaidschan verloren hatte, und erneut, nachdem Baku 2023 die umstrittene Enklave Karabach zurückeroberte. Armenien warf seinem russischen Verbündeten vor, es nicht ausreichend geschützt zu haben – eine Beschwerde, die seitdem seine Hinwendung zu westlichen Partnern geprägt hat. Russland bleibt Armeniens größter Handelspartner und ein wichtiger Markt für seine Exporte, und viele Armenier leben und arbeiten dort. Jerewan ist zudem auf Moskau für Waffen- und Energielieferungen angewiesen, was die beiden Hauptstädte aneinanderbindet, auch wenn ihre Politik auseinanderdriftet. In diesem Jahr verhängte Moskau Handelsbeschränkungen für armenische Agrarexporte und drohte damit, die Rabatte auf russische Energiepreise, die es Jerewan gewährt, zu überprüfen.

Eurasische Union, Sicherheitsallianz und Russlands Haltung

Pashinyan sagte, Armenien habe nicht die unmittelbare Absicht, die Eurasische Wirtschaftsunion zu verlassen, einen Handelsblock, dem mehrere russische Verbündete angehören. Moskau hat wiederholt erklärt, eine EU-Mitgliedschaft sei nicht möglich, solange Armenien in dieser Union bleibe. Es hat zudem argumentiert, Armenien solle ein Referendum darüber abhalten, ob sich die Regierung dem Westen zuwenden solle. Pashinyan sagte weiter, sein Land habe das Interesse an der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit verloren, einem von Russland geführten Militärbündnis, in dem Armenien seine Beteiligung eingefroren hat. Nach dem von ihm genannten Zeitplan steht der förmliche EU-Antrag noch aus, 2027 oder 2028.

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