Konflikte · Cúcuta und Santa Marta

Kolumbien militarisiert Cúcuta an der Grenze zu Venezuela nach Mord an Bürgermeisterkandidaten und Explosion

Präsident Abelardo de la Espriella ordnete die Militarisierung Cúcutas an, nachdem am 26. Oktober ein Bürgermeisterkandidat erschossen und am Tag darauf mindestens sechs Menschen durch einen Sprengsatz verletzt wurden.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Notícias ao Minuto, La Libre.be, ANSA.it und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Cúcuta, Santa Marta · Kolumbien
Wie es dazu kam
  1. 26.10.Miguel Castellanos Serrano wird in der Nähe einer Tankstelle erschossen
  2. 27.10.Sprengsatz detoniert nahe der Brücke Francisco de Paula Santander und verletzt mindestens sechs Menschen
  3. 29.10.Der Präsident ordnet die vorübergehende Militarisierung Cúcutas an
  4. 3.11.Gemeinsame Operationen von Armee, Polizei und Bosur sollen beginnen

Cúcuta unter vorübergehender militärischer Kontrolle

Präsident Abelardo de la Espriella ordnete am Donnerstag, 29. Oktober, die sofortige Militarisierung Cúcutas an, einer Stadt mit mehr als 800.000 Einwohnern an der Grenze zu Venezuela. Die Armee wird ihre Präsenz in der Stadt in Abstimmung mit der Nationalpolizei verstärken, mit dem erklärten Ziel, die territoriale Kontrolle zu stärken, die Bevölkerung zu schützen und kriminelle sowie narco-terroristische Strukturen zu bekämpfen. Der Präsident bezeichnete den Einsatz als vorübergehend und stellte ihn als Antwort des Staates auf eine Woche der Sicherheitskrise dar. Er erklärte, er habe den Verteidigungsminister und ranghohe Kommandeure angewiesen, mit der vollen Kapazität des Staates zu handeln.

In einer Erklärung gegenüber der Presse sagte er:

„Ich habe die sofortige Militarisierung Cúcutas angeordnet. Diese Militarisierung wird vorübergehend sein, während wir die öffentliche Ordnung stabilisieren.“

Abelardo de la Espriella, Präsident Kolumbiens

Der Mord und der Bombenanschlag

Miguel Castellanos Serrano, ein pensionierter Polizeimajor, der als Sekretär der Stadtregierung tätig war, wurde am Montag, 26. Oktober, in der Nähe einer Tankstelle im Departamento Norte de Santander erschossen. Er wurde üblicherweise bewacht, reiste in diesem Fall jedoch ohne Begleitung, was Berichte als ungewöhnlich beschreiben. Er war als Bürgermeisterkandidat in die Politik eingestiegen und für seine Kampagnen gegen Kriminalität und für den Zugang zur Justiz bekannt. Am nächsten Tag, Dienstag, 27. Oktober, detonierte ein Sprengsatz in der Nähe der internationalen Brücke Francisco de Paula Santander, unweit von Büros der Dirección de Impuestos y Aduanas Nacionales (DIAN). Mindestens sechs Menschen wurden verletzt, doch die Angaben darüber, wer verletzt wurde, weichen voneinander ab: Einige nennen vier Polizisten unter den Verletzten, eine andere Zählung kommt auf insgesamt sieben, darunter mehrere Beamte.

Gemeinsame Operationen ab 3. November

Gemeinsame Operationen von Armee, Polizei und dem Bloque Operativo de Seguridad Urbana (Bosur), einem vom Präsidenten geschaffenen taktischen Team, sollen am Dienstag, 3. November, beginnen. Einige Berichte nennen den gemeinsamen Einsatz „Operation Esparta“, der parallel zu einem Sicherheitsblock für die Stadt laufen soll. Keine Quelle nennt die Zahl der eingesetzten Beamten. De la Espriella sagte, die neuen Kapazitäten würden es dem Staat ermöglichen, die Operationen gegen den Terrorismus zu verstärken, die Verantwortlichen für die Gewalt zu verfolgen, die kriminellen Finanzen zu treffen und Gruppen zu zerschlagen, die die Bevölkerung unterwerfen wollen. Er ordnete zudem an, dass andere Operationen zur territorialen Kontrolle fortgesetzt werden.

Er fügte hinzu, das Ziel reiche über Zahlen auf der Straße hinaus:

„Es geht nicht nur darum, die Zahl der uniformierten Beamten auf den Straßen zu erhöhen. Es geht darum, die Kontrolle zurückzugewinnen und den Schutz der Bürger zu garantieren.“

Abelardo de la Espriella, Präsident Kolumbiens

Kontext: Santa Marta und bewaffnete Gruppen

Cúcuta ist der zweite Ort, an dem der Präsident die Armee stationiert hat, nach der Küstenstadt Santa Marta, wo er Ende September die Militarisierung anordnete. Diesem Schritt war eine Warnung vor einem bewaffneten Ausstand der Autodefensas Conquistadoras de la Sierra Nevada, bekannt als „Los Pachenca“, vorausgegangen. Guerillagruppen, darunter die ELN, ringen seit Jahrzehnten um die Grenzzone, es geht um Drogenhandel und illegalen Bergbau. Seit seinem Amtsantritt Anfang August hat der Präsident eine Offensive gegen Guerillacamps gestartet, die bereits Dutzende Tote gefordert hat, darunter mindestens acht Minderjährige. Die Defensoría hatte seit Ende 2024 über ihr Frühwarnsystem vor Risiken in Gemeinden der Metropolregion gewarnt.

Wie es weitergeht

Die gemeinsamen Operationen sollen am 3. November beginnen, und der Präsident plant, Cúcuta in der folgenden Woche zu besuchen, um den Fortschritt zu bewerten. Die Zahl der Soldaten wurde nicht genannt, sodass das Ausmaß des Einsatzes noch nicht zu bemessen ist. Der Status der Stadt wird als vorübergehend beschrieben, ein Enddatum nennen die Quellen nicht.

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