Regierung · Bukarest und Brüssel

Rumänische Arbeitsminister streiten über Namen Verstorbener in EU-finanziertem Bericht zur Deinstitutionalisierung

Arbeitsminister Florin Manole erklärt, fast 500 weitere Fälle in einer an Brüssel übermittelten Tabelle deinstitutionalisierter Personen seien nicht regelkonform gewesen, und Rumänien werde Mittel aus dem Aufbauplan verlieren. Sein Vorgänger Dragoș Pîslaru nennt den Vorwurf einen politischen Angriff und macht die frühere ANPDPD-Führung verantwortlich.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von HotNews.ro, Mediafax.ro, Stirile ProTV und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Bukarest, Brüssel · Rumänien, Belgien
Wie es dazu kam
  1. 12.10.ANPD schickt die Tabelle mit 3.976 Personen nach Manoles Chronologie an das Ministerium
  2. 22.10.Europäische Kommission verlangt eine Überarbeitung der Tabelle
  3. 2.11.Manole wirft Pîslaru vor, Verstorbene als deinstitutionalisiert gemeldet zu haben

Der Vorwurf

Arbeitsminister Florin Manole warf seinem Vorgänger Dragoș Pîslaru am Montag, 2. November, vor, Brüssel eine Liste von Menschen geschickt zu haben, die Wohneinrichtungen verlassen haben, darunter auch Verstorbene. Manole sagte, fast 500 weitere Fälle seien nicht regelkonform gewesen, und die Zahlen seien mit Falschangaben aufgehübscht worden. Er argumentierte, eine Korrektur der Mittel aus dem Aufbauplan sei unvermeidlich und Rumänien werde Geld verlieren, weil die im Juli und August fälligen Prüfungen fehlerhaft durchgeführt worden seien. Er sagte außerdem, Kollegen aus dem Ministerium hätten Pîslaru im August mehrfach schriftlich gewarnt, dass die Daten überprüft werden müssten und Belege fehlten.

„Aus diesem Grund ist die Korrektur der PNRR-Mittel unvermeidlich. Rumänien wird Geld verlieren, weil die Prüfung und Berichterstattung, die im Juli und August hätte erfolgen müssen, fehlerhaft war.“

Florin Manole, Arbeitsminister

Wie sich die Zahlen bewegten

Die Akte zur Deinstitutionalisierung ging am 10. Juli im Rahmen eines offiziellen Protokolls an die neue ANPDPD-Führung über, sodass bis zum 31. August fast zwei Monate für die Prüfung blieben. Anfang September verkündete die Behörde, das Ziel sei erreicht, mit 3.976 gemeldeten Personen. Als die Tabelle bei der Europäischen Kommission ankam, fanden die Beamten fehlende Angaben, Todesfälle, Verlegungen in andere Wohneinrichtungen und Personen, die vor 2020 nicht institutionalisiert gewesen waren. Nach einer Überprüfung durch das Ministerium wurden 478 Fälle gestrichen, und die tatsächliche Zahl lag nach Darstellung des Ministeriums bei 3.498 Personen. Die folgende Zeitleiste gibt die Daten wieder, die die Quellen nennen.

Der Streit um Daten und Zahlen

Die Chronologie Manoles besagt, dass die ANPDPD die Tabelle mit 3.976 Personen am 12. Oktober um 16:27 Uhr an das Ministerium schickte und dass sie am selben Tag um 16:56 Uhr an das Ministerium für Investitionen und Europäische Projekte sowie an die Kommission weitergeleitet wurde. Er sagt, die Kommission habe am 22. Oktober eine Überarbeitung verlangt und dabei fehlende Belege bemängelt. Pîslaru dagegen datiert den Bericht über die 3.976 Personen auf den 31. August, als die Behörde förderfähige Personen und keine Todesfälle in Einrichtungen gemeldet habe. Manoles zusammenfassender Bericht, der nach seinen Angaben von Ana Rădulescu unterzeichnet wurde, behandelt die Zahl 3.976 als ausreichend, um das Ziel von 4.000 Personen für 2021 bis 31. August 2026 als erreicht zu erklären.

Deinstitutionalisierte Personen: gemeldete, gestrichene und korrigierte ZahlenPersonen
Von der ANPDPD gemeldet
3976 Personen
Nach Prüfung durch das Ministerium gestrichen
478 Personen
Tatsächliche Zahl nach Prüfung des Ministeriums
3498 Personen

Daten aus dem Artikeltext

Pîslarus Erwiderung

Pîslaru sagte am Dienstag, 3. November, er sei fassungslos über die Dreistigkeit des Ministers, und die Liste, die Manole im Fernsehen zeige, sei die Liste vom 30. Juni. Sie sei von der früheren ANPDPD-Präsidentin Alexandra Zară erstellt und unterzeichnet worden, einer Frau, die von der PSD ernannt und unterstützt worden sei. Er sagte, er habe sie wegen einer aus seiner Sicht katastrophalen Führung entlassen, und Ana Rădulescu habe sie ersetzt und die Lage bereinigt.

„Die Toten wurden von uns gestrichen, nachdem die PSD sie auf die Listen gesetzt hatte.“

Dragoș Pîslaru, Ehemaliger Arbeitsminister

Pîslaru sagte außerdem, die Prüfungen der Kommission beträfen die Methodik, etwa die Förderfähigkeit junger Menschen, die aus dem System gerettet wurden, und nicht Fälschung. Er warf Manole vor, nicht in der Lage zu sein, technische Gespräche mit europäischen Experten zu führen, und einen Sündenbock zu suchen.

„Die Meldung von 3.976 deinstitutionalisierten Personen war die rigoroseste, korrekteste und sauberste Zusammenstellung, die auf Grundlage der damals verfügbaren Daten möglich war.“

Dragoș Pîslaru, Ehemaliger Arbeitsminister

Die Quellen sagen nicht, wann die Kommission über die überarbeitete Tabelle entscheiden wird.

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